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Saison 2015/2016
17. Spieltag - So., 24.04.2016, 15:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Stern München
2:2 (2:0)
Der April zeigte sich von seiner launischen Seite und schickte gleich zweimal heftige Graupelschauer über den Lohnert-Sportplatz. Auch die Bayernliga-Damen der SpVgg Greuther Fürth zeigten sich launisch und zeigten eine Sonnen- und eine Schattenhalbzeit. So musste sich die Elf von Kevin Schmidt am Ende gegen Stern München mit einem Punkt begnügen.
 
Nach einer kurzen Phase des Abtastens, in der vor den Toren noch nicht viel passierte, schaltete die SpVgg als erste auf Offensive. Den Anfang machte Daniela Held mit einem Versuch aus 25 Metern, der Torhüterin Hagenbach allerdings nicht vor größere Schwierigkeiten stellte. Gefährlicher wurde es in Minute elf, als Tina Gulden von links geflankt hatte. Walter zog den Kopf weg und ließ den Ball durch, doch ehe Christina Maier die Kugel erreichen konnte, war die Keeperin da und konnte im Nachfassen schlimmeres vereiteln.
 
Die SpVgg diktierte jetzt aber das Geschehen. Zwei Minuten nach dieser Situation die nächste Gelegenheit, wieder für Maier, die von der Strafraumkante schießend, das Tor verfehlte. Auch wenn die Torhüterin in dieser Situation nicht eingreifen musste, zeigte sich immer wieder, dass sie Probleme hatte, den Ball auch einmal sicher zu fangen. Oft gelang ihr dies erst im Nachfassen. Und die nächste Prüfung wartete bereits auf die Stern-Keeperin: In der 19. Minute hatte sich Anna Buckel auf der rechten Seite gegen Kux durchgesetzt und auf Sabrina Schroll quer gelegt. Die Stürmerin bewies Übersicht und legte auf ihre Sturmkollegin Christina Maier ab. Maier drehte sich auf der Strafraumkante um eine Gegenspielerin und schloss ab. Ihr Schuss war alles andere als unhaltbar, doch nun rächte sich Hagenbachs Schwäche. Die Keeperin ließ den Ball unter sich hindurch rutschen und so kullerte das Leder gemächlich die restlichen Meter ins Tor.
 
Anna Buckel hatte kurz darauf die Möglichkeit zu erhöhen, legte sich den Ball aber nach Zuspiel von Maier einen Tick zu weit vor, so dass die Torhüterin klären konnte. Immer wieder griff das KIeeblatt an. Wieder war es die auffällige Christina Maier, die von rechts auf das Tor schoss. Der Winkel war recht spitz und so rollte die Kugel kurz vor der Torlinie entlang. Im Nachsetzen klaute Tina Gulden einer Verteidigerin die Kugel, spielte zurück zu Maier und die legte für Daniela Held ab, deren Schuss aus zweiter Reihe aber geblockt wurde.
 
Erst nach einer guten halben Stunde meldeten sich auch die Gäste offensiv zu Wort. Nach einer Ecke verlängerte Francesca Hau unglücklicherweise direkt auf Evelyn Maß, deren Direktabnahme an den Torpfosten knallte (33.). Direkt im Gegenzug dann eine Schrecksekunde bei den Fürthern. Anna Buckel war gestartet, Marlies Hagenbach warf sich ihr entgegen und nach dem folgenden Pressschlag segelte Buckel, vor Schmerzen schreiend, über die Torauslinie. Nach kurzer Behandlungspause konnte die Fürtherin zum Glück weiter spielen.
 
München war nun besser im Spiel. Bei einen Diagonalpass in den Fürther Strafraum verschätzte sich Valerie Münderlein. Die Keeperin zögerte etwas zu lang und so verpasste sie den Ball, der stattdessen bei einer Gegenspielerin landete. Katharina Vornehm eilte herbei und konnte die Situation entschärfen. In der Folge gab es jedoch einen Freistoß für München, den erneut Maß nur knapp über den Querbalken setzte (37.).
 
 
Jubeln durften dann die Fürtherinnen. Auf der rechten Seite gab es Einwurf fürs Kleeblatt. Anna Buckel schnappte sich den Ball und drang dynamisch in den Strafraum ein. Ihren Schuss konnte Hagenbach erneut nur abprallen lassen. Tina Gulden fackelte nicht lange und hämmerte die Kugel zum 2:0 in die Maschen, was gleichzeitig der Halbzeitstand war.
 
Nach dem Seitenwechsel schien es zunächst so weiter zu gehen, als Katharina Vornehm von der rechten Seite in den Strafraum flankte und wieder Gulden fand, deren Abschluss aber am Tor vorbei ging. Dann aber drehte sich das Spiel ebenso plötzlich wie das Wetter. Während der zweite heftige Graupelschauer auf den Platz niederging, verlor das Kleeblatt völlig den Faden. Die Gäste suchten ihr Heil im Angriff und die SpVgg geriet immer mehr ins Schwimmen. Zweikämpfe gingen verloren, die Raumaufteilung stimmte nicht mehr und die nach vorne geschlagenen Bälle kamen postwendend wieder zurück.
 
So kam es, wie es kommen musste. Einen Eckball hatte Nina Kohout aus der Gefahrenzone geköpft, Marigona Sekiraqa legte aber sofort wieder in den Strafraum ab, wo Christina Schedel mit der Hacke zum Anschluss traf (52.). Chancen gab es in dieser Phase nur noch für die Gäste. Fürth konnte sich nicht mehr aus der eigenen Hälfte befreien, geschweige denn selbst die Initiative ergreifen. Wieder scheiterte Maß per Freistoß nur knapp, ehe den Gästen der – dann leider verdiente – Ausgleichstreffer gelang.
 
Diesen besorgte die eingewechselte Merve Kantar in der 70. Minute. Sie hatte einen Freistoß direkt auf das Tor gezirkelt und der Ball senkte sich hinter Valerie Münderlein ins lange Eck.
 
Erst in den Schlussminuten drängte Fürth noch einmal nach vorne und wäre beinahe doch noch als Sieger vom Feld gegangen. Auch hier war es ein Freistoß nach einem harten Foul an Tina Gulden. Daniela Held hatte sich die Kugel zurecht gelegt und donnerte sie präzise unter die Querlatte. Der Schuss hätte genau gesessen, hätte nicht die im zweiten Durchgang ungeprüfte Marlies Hagenbach eine Glanzparade ausgepackt und den Ball über die Latte gelenkt. Zwar landete der anschließende Eckball noch einmal bei Vanessa Faßold, ihr Schuss aber ging deutlich am Tor vorbei und Schiedsrichter Krug pfiff dann auch schon ab.
 
Fassungslos schüttelte Spielführerin Andrea Walter nach dem Spiel den Kopf: „Unerklärlich! Ich kann nicht verstehen wie man das Spiel noch so grundlos aus der Hand geben kann. Das verstehe ich einfach nicht. So etwas künftig zu vermeiden ist ein Schritt, den wir unbedingt noch gehen müssen.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Münderlein – Vornehm, Kohout, Hau (74. Bieber) – Held, A. Walter – Schropp (79. Felbinger), Gulden – Buckel – Maier, Schroll (67. Faßold) - Trainer: Kevin Schmidt
FC Stern München: Hagenbach – Shala, Schedel, Schleupner, Kux – Eckhofer, Sekiraqa, Maß, Wagner (46. Kristöfl) – Heuß (60. Kantar), Hult (82. Pechmann) - Trainer: Christian Eichele
Tore: 1:0 Maier (19.), 2:0 Gulden (38.), 2:1 Schedel (52.), 2:2 Kantar (70.)
Schiedsrichter: Benedikt Krug
Zuschauer: 50
Gelbe Karten (Gast): Shala
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