suche   |   kontakt  
  spieldetails   startseite » nachwuchs » frauen » bayernliga
Saison 2015/2016
19. Spieltag - So., 08.05.2016, 15:00 Uhr
ETSV Würzburg II - SpVgg Greuther Fürth
2:1 (0:0)
Am 19. Spieltag der Bayernliga unterlagen die Frauen der Spielvereinigung beim ETSV Würzburg II mit 2:1 (0:0). Damit endete eine Serie aus sieben Spielen ohne Niederlage. „Wenn man das Spiel ansieht, ist diese Niederlage mehr als unnötig gewesen und tut noch immer weh“, so Trainer Kevin Schmidt nach der Partie.
Die Fürther Mannschaft kam mit viel Energie aus der Kabine und zeigte von der ersten Minute an, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Bereits nach fünf Spielminuten gab es eine erste Riesenchance für die Kleeblattfrauen: Tina Gulden zog aus 18 Metern ab. Ihren Schuss konnte Melina Eckert im Würzburger Tor stark parieren, ließ den Ball allerdings nur nach vorne prallen, so dass die nachsetzende Christina Maier zum Nachschuss kam, welcher jedoch nur an den Pfosten knallte.
Keine fünf Minuten später wackelte der Torrahmen erneut: Ein von Lena Bieber getretener Freistoß wurde von der Mauer geblockt und wieder landete der Ball vor den Füßen von Maier. Diesmal klatschte ihr Geschoss an die Latte und konnte geklärt werden. Weiter ging das Spiel nur in eine Richtung und der ETSV tat sich schwer aus der eigenen Hälfte zu kommen. Nach einem schönen Spielzug und einer geklärten Flanke gelangte der Ball zu Tina Gulden, die ihn direkt nahm und erneut Eckert prüfte. Mit einer starken Parade konnte die Torhüterin auch in dieser Situation den Rückstand verhindern.
Das Kleeblatt zeigte bei sommerlichen Temperaturen sehr viel Laufbereitschaft und versprühte Spielfreude. Alles was man der Mannschaft bislang vorwerfen konnte war, dass sie sich ihre Arbeit nicht durch Tore vergoldete. Wieder einmal war es Christina Maier, die die Torfrau aus Würzburg prüfte. Nach einem erneuten Abpraller versuchte Lena Bieber noch einmal den Rebound und den Ball aus spitzem Winkel im Gehäuse unterzubringen, doch Eckert machte ihren kleinen Fehler wieder gut und entschärfte das Spielgerät ein weiteres Mal.
Die Heimelf versuchte zu kontern und hatte auch zweimal die Möglichkeit in Führung zu gehen. Erst traf die herauslaufende Valerie Münderlein beim Klärungsversuch nur den Rücken einer Gegenspielerin und Sabrina Walter musste den Nachschuss aus der zweiten Reihe klären. Kurz darauf segelte ein Freistoß aus aussichtsreicher Position über das Fürther Tor und Münderlein musste nicht eingreifen. Vor der Pause waren es noch einmal die Fürtherinnen, die die lange verdiente Führung auf dem Fuß hatten. Ein Freistoß von Anna Buckel kam allerdings zu zentral auf das Tor, um Melina Eckert in Verlegenheit zu bringen. Wie schon zu Beginn der ersten Hälfte, waren die Fürtherinnen auch nach dem Seitenwechsel sofort wieder zur Stelle. Christina Maier sah die startende Anna Buckel und setzte sie mit einem tollen Pass durch die Schnittstelle in Szene. Buckel überwand die Torfrau mit einem überlegten Heber in das lange Eck und ließ ihre Farben endlich zum ersten Mal jubeln (46.).
Nach der Führung schalteten die Fürtherinnen einen Gang zurück und spielten nicht mehr so zielstrebig auf das Tor. Der Ball lief gut durch die Reihen, wurde aber immer wieder zu leicht abgegeben. Als eigentlich niemand damit rechnete, glich der ETSV aus. Nach einem langen Ball konnte Nina Kohout zunächst klären. Ein Fehler in der Vorwärtsbewegung ließ Würzburg wieder an den Ball kommen und Mona Eichelbrönner bekam das Spielgerät perfekt in den Lauf gespielt, behielt im eins gegen eins mit Valerie Münderlein kühlen Kopf und konnte zum viel umjubelten Ausgleich einschießen (53).
Keine zwei Minuten später stellte Würzburg das Spiel komplett auf den Kopf. Erneut hatte ein individueller Fehler zu einem Freistoß geführt. Eine Würzburgerin ging dem Ball nach und Münderlein kam eine Sekunde zu spät. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß für Würzburg und diesen nutzte erneut Eichelbrönner zu ihrem zweiten Treffer.
Das Kleeblatt zeigte sich davon geschockt. Spielfreude und Leichtigkeit waren vergessen und nach vorne ging nichts mehr. Würzburg verteidigte stellenweise mit sechs Verteidigerinnen und nahm damit jeglichen Raum zur Entfaltung aus dem Spiel.
Auch wenn Fürth nicht mehr wirklich gut spielten, ergaben sich durch Standardsituationen noch zwei große Möglichkeiten zum Ausgleich zu kommen. Einmal zimmerte die eingewechselte Sabrina Schroll den Ball aus gut 20 Metern Torentfernung zum dritten Mal an diesem Tag an das Aluminium. Diesmal war es die Querlatte. Und auch Christina Maier war nach einem Gulden-Eckball noch einmal in aussichtsreicher Position am Ball, traf diesen aber nur mit dem Oberschenkel und so konnte die glänzend haltende Melina Eckert erneut zupacken.
Zwei komplett gegensätzliche Stimmungen zeigten sich nach dem Abpfiff. Während Würzburg den geschafften Klassenerhalt feiern konnte, schlichen die Fürtherinnen enttäuscht vom Feld. „Diese Niederlage ist extrem bitter für uns.“, so Kevin Schmidt nach dem Spiel. „Wir hatten heute Chancen für zwei Spiele und konnten uns nicht belohnen. Die Enttäuschung darüber ist natürlich groß.“

Andreas Goldmann

ETSV Würzburg: Eckert – Moratin (75. Wagner), Thomas, Egersdöfer, Seeger, Wurm, Günther, Teubert, Eichelbrönner, Schenk (63. Dietze), Keck (83. Szeczykowski) - Trainer: Dieter Kölbl
SpVgg Greuther Fürth: Münderlein – S. Walter (69. Delatron), Kohout, Hau – Held (78. A. Walter), Felbinger – Bieber (62. Schroll), Gulden – Buckel – Maier, Faßold (78. S. Lang) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 0:1 Buckel (46.), 1:1 Eichelbrönner (55.), 2:1 Eichelbrönner (56., Strafstoß)
Schiedsrichter: Udo Lenhard
Zuschauer: 30
Gelbe Karten (Gast): Münderlein
Ist uns ein Fehler unterlaufen oder könnt Ihr weitere Informationen geben?
Dann schreibt uns bitte eine E-Mail!
« zurück