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Saison 1988/1989
26. Spieltag - Sa., 01.04.1989, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - Post/Süd Regensburg
2:3 (0:1)
Die Landesliga Mitte hatte am Samstag ihre Sensation: Die SpVgg Fürth, Tabellenzweiter und Bayernliga-Aspirant, verlor im Ronhof gegen SG Post/Süd Regensburg mit 2:3 und bezog damit ihre zweite Heimniederlage. Zuvor hatte das Kunststück, im Ronhof zu gewinnen, nur der ASV Zirndorf fertig gebracht.
„Um in die Bayernliga zu kommen, müssen wir unsere Hausaufgaben fehlerfrei bewältigen", ließ Fußball-Obmann Wolf Nanke in seinem Vorwort zum Stadionblatt verkünden. Dass diese Prognose derart schnell über den Haufen geworfen würde, konnte niemand ahnen. Es war auch weniger ein Versagen der Mannschaft, sondern die Folge einiger krasser Fehler von Spielern, die als Leistungsträger gelten. So war zunächst Torjäger Oliver Zettl am Samstag völlig von der Rolle, vergab mindestens sechs klare Einschussmöglichkeiten kläglich, leistete sich Bernd Lunz zwei völlig konfuse Rückgaben, die prompt zu zwei Gegentreffern führten, und zu allem Unglück sah der sonst so großartig haltende Roland Kastner beim zweiten und dritten Post-Tor reichlich alt aus.
Insgesamt gesehen kämpften die "Kleeblättler" mit großem Einsatz. Zeigten zumindest zeitweilig gefällige Kombinationen und waren im Feldspiel drückend überlegen, wie es nicht zuletzt das Eckenverhältnis von 17:2 ausweist. Norbert Glintschert wartete erneut mit einer glänzenden Leistung als Libero auf und erhielt wiederholt Sonderbeifall. Daneben muss Harald Ebner für seinen immensen Fleiß hervorgehoben werden; vielleicht war er sogar zu oft am Ball, ging zu weite Wege, fehlte dann im entscheidenden Augenblick vor dem Regensburger Tor.
Im Mittelfeld waren Schwächen nicht zu übersehen. Vor allem waren bei den vielen Angriffsaktionen die Außenpositionen nur selten und dann unzulänglich besetzt. Dies gilt für Neidhart ebenso wie für Routinier Martin Hermann. Bei Gerhard Pickel wechselten Licht und Schatten. Die gestaltende Rolle, die man ihm an sich zutrauen sollte, vermochte er bislang nicht auszufüllen.
Die Regensburger, zunächst ängstlich bemüht, das eigene Tor vor Schaden zu bewahren, wurden mit der Länge der Partie immer selbstbewusster. Torwart Luge wuchs über sich selbst hinaus, die Abwehrspieler kämpften aufopfernd, der erfahrene Besl setzte seine schnellen, ballgewandten Angriffsspitzen Rauch und Leisch gut ein, die Hütter und Lunz gar manche Rätsel aufgaben.
Innerhalb der ersten 60 Sekunden hatte Hüttner bereits zwei Chancen, das Kleeblatt in Führung zu bringen. Dann wirkte dreimal hintereinander Zettl zu drucklos, um ins Tor zu treffen. Der erste Regensburger Angriff führte in der 20. Minute zum 0:1, Ausgangspunkt war ein Fehlpass von Lunz. Kastner konnte den Scharfschuss von Ipfelkofer nur kurz abwehren, der aufgerückte Libero Wittkowsky schoss ungehindert zum 0:1 ein. Der Spielverlauf war damit auf den Kopf gestellt. Die Fürther erholten sich schnell von diesem Schock, doch wollte Zettl an diesem Samstag einfach nichts gelingen. Auch Wedel köpfte knapp drüber.
Mit dem Willen, das Steuer herumzureißen, kam die Platzmannschaft aus der Kabine. Doch dann kam die ominöse 49. Minute. Erneut spielte Lunz in Richtung eigenes Tor. Besl schnappte sich das Leder, zog nahe der Seitenlinie davon und schoss hoch in Richtung Fürther Tor, wo der schlecht postierte Kastner zum Entsetzen der Kleeblättler diese Bogenlampe ins Netz rutschen ließ. Nachdem Ebner und einmal mehr Zettl vergeben hatten, musste Kastner eine Glanztat vollbringen, dem allein auf das Tor zusteuernden Rauch den Ball vom Fuß zu nehmen. Doch in der 65. Minute war das 0:3 fällig, als Kastner einen Freistoß von Leisch aus spitzem Winkel passieren ließ.
Doch die Kleeblättler bäumten sich nochmals auf. Ein prächtiger Kopfball Hüttners nach einem Freistoß von Neidhart ergab in der 67. Minute das 1:3. Bereits eine Minute später traf Hermann den Pfosten und den zurückspringenden Ball wuchtete Hüttner zum 2:3 ins Netz. Fürth drängte mit aller Macht auf den Ausgleich. Als Zettl endlich einmal traf, stand er deutlich im Abseits. In der 83. Minute sollten die Einheimischen doch noch belohnt werden. Der überaus schwache Schiedsrichter Götschel erkannte auf Strafstoß für die Fürther. Pickel schoss scharf, doch Luge ahnte die Ecke und hielt prachtvoll. Sogar die 92. Minute hätte das Remis bringen können, doch Unglücksrabe Zettl rutschte an Hermanns scharfer Hereingabe vorbei.
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert - Lunz, Hütter - Neidhart, Hüttner, Pickel, Wedel (67. Kohler), Hermann - Ebner, Zettl - Trainer: Paul Hesselbach
Post/Süd Regensburg: Luge - B. Wittkowsky - Schmidl, Schmid - Federhofer, Ipfelkofer, Konz, Hoch (90. Ch. Wittkowsky), Besl - Rauch, Leisch - Trainer: Georg Laube
Tore: 0:1 B. Wittkowsky (20.), 0:2 Besl (49.), 0:3 Leisch (65.), l:3 Hüttner (67.), 2:3 Hüttner (68.)
Schiedsrichter: Götschel (Minnerstadt)
Zuschauer: 949
Besondere Vorkommnisse: Luge hält Elfmeter von Pickel (83.)
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