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Saison 2015/2016
BFV-Verbandspokal, Achtelfinale - So., 22.11.2015, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - 1. FFC Hof
1:3 (0:3)
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„Wir haben die schlechteste erste Halbzeit gespielt seitdem ich Trainer in Fürth bin“, hielt Kevin Schmidt nach dem Pokal-Aus seiner Mannschaft auf eigenem Platz gegen Ligakonkurrent 1. FFC Hof fest. Der klare Halbzeitstand von 3:0 ließ zwischenzeitlich ein Debakel erwarten, dieses verhinderte das Kleeblatt-Team im zweiten Durchgang durch eine Leistungssteigerung zwar noch, konnte das Ausscheiden aus dem BFV-Verbandspokal jedoch nicht mehr verhindern.

Erst wenige Minuten waren gespielt, als der Ball ein erstes Mal nur knapp am rechten Pfosten des von Valerie Münderlein gehüteten Fürther Gehäuses vorbei flog. Ein Weckruf war dies für das Kleeblatt aber noch nicht, denn in der 8. Minute stand es schließlich bereits 0:1. Wieder einmal war es Hofs Torjägerin Pui San Yau – die von Isabell Kastner mit einem präzisen Pass durch die Nahtstelle der Abwehr bedient – Münderlein keine Chance ließ und die frühe Hofer Führung markierte.

Nach einer guten Viertelstunde fand die SpVgg besser in die Partie, die Gäste waren aber stets präsenter, ballsicherer und legten besonders bei den Spielzügen eine weitaus größere Präzision und Geschwindigkeit an den Tag. Dennoch bekam die SpVgg die große Chance zum Ausgleich, als ein Torschuss durch Lara Schmidt von einer Abwehrspielerin zur Ecke abgelenkt wurde. Francesca Hau trat diese anschließend in den Strafraum, wo am langen Pfosten Nina Kohout den Ball verfehlte und Lara Schmidt zwar die Kugel erreichte, aber nur an den Pfosten köpfte, von wo aus sie ins Toraus prallte (21.).

Vier Minuten später war es Sabrina Walter, die den Ball nach vorne schlug. Eine Verteidigerin ließ das Spielgerät direkt zu Carina Nastvogel abprallen, die in den Strafraum eindrang. Ihren Abschuss konnte Torhüterin Mühlstädt aber noch zur Ecke klären. Diese brachte nichts ein und beinahe im Gegenzug hätten die Gäste aus Oberfranken erhöhen können. San Yau war schön in Position gelaufen, der Pass geriet diesmal aber nicht genau genug, so dass die Stürmerin nicht an den Ball kam.

 

Besser lief es in der 32. Minute, als Hof durch die Mitte vorstieß. Kastner schnappte sich die Kugel und drang von der linken Seite her in den Strafraum ein. Wieder konnte sich Münderlein der Angreiferin nur vergeblich entgegen werfen und musste den Ball ein zweites Mal aus dem Netz holen. Vier Minuten vor dem Ende der Halbzeit gelang Michelle Kessler sogar noch ein dritter Treffer. Sie hatte einen langen Ball sauber herunter gestoppt, sich gegen eine Fürther Abwehrspielerin durchgesetzt und konnte anschließend an Münderlein vorbei zum 0:3 einspitzeln.

Beinahe wäre sogar noch das 0:4 gefallen, als sich Fürst auf der linken Seite durchsetzen konnte und auf die rechte Seite flankte, wo erneut Kastner lauerte. Ihr Abschluss landete allerdings nur auf dem Fürther Tornetz.

„Ich fand nicht, dass uns Hof an die Wand gespielt hat, aber sie haben jeden unserer Fehler eiskalt ausgenutzt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Wir haben unsere zwei Riesenchancen nicht genutzt und damit den Ausgleich verpasst.“, bilanzierte Trainer Schmidt in der Pause. Allerdings hat er auch gesehen, dass seine Mannschaft nicht wirklich mit den Köpfen auf dem Platz gewesen war. „Wir waren zu spät in den Zweikämpfen, haben zu langsam agiert und es haben sich viele Fehler eingeschlichen.“

Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht ändern. Fünf Minuten nach dem Wiederanstoß musste Valerie Münderlein ihr Können unter Beweis stellen und einen Schrägschuss von San Yau parieren. Nur wenige Augenblicke später war Kastner durchgebrochen und verfehlte das Tor mit ihrem Schrägschuss knapp. Erst jetzt wurde die SpVgg sichtbar stärker und gefestigter. Francesca Hau gab ein erstes Lebenszeichen ihrer Mannschaft ab, ihr Schuss aus 18 Metern flog allerdings noch fünf Meter am Gästetor vorbei (53.).

Drei Minuten später die Möglichkeit für Katharina Vornehm. Die Außenverteidigerin hatte einen schönen Doppelpass mit Lara Schmidt gespielt und kam zum Abschluss, Mühlstädt packte zu und vereitelte auch diesen Versuch. Von den Gästen war offensiv nun nicht mehr viel zu sehen, es spielte nur noch das Kleeblatt. Andrea Walter schickte Lara Schmidt steil, doch die Keeperin war um den entscheidenden Augenblick schneller am Ball (62.). Unmittelbar darauf wechselte Kevin Schmidt gleich dreimal, was dem Spiel noch mehr Rückenwind verleihen sollte.

Sabrina Schroll, Laura Felbinger und die nach Verletzung wieder zurückgekehrte Christina Maier verstärkten die Offensive, was sich auch in mehreren Möglichkeiten auszahlen sollte. Allerdings sollte es bis zur 78. Minute dauern, ehe Fürth etwas Zählbares gelang. Die eingewechselte Maier hatte sich an der rechten Seitenlinie durchgesetzt, den Kopf gehoben und auf den Elfmeterpunkt geflankt. Laura Felbinger sprang in den Ball und ließ ihn für Daniela Held abtropfen, die Maß nahm und die Kugel mit Brachialgewalt in das Netz hämmerte. Claudia Mühlstädt war zwar noch mit beiden Händen am Ball, konnte das Geschoss aber nicht abwehren.

Nun spielten nur noch die Fürtherinnen. Beinahe im Minutentakt kamen sie zu Torchancen. Vornehm hatte sich in den Strafraum gedribbelt, lief sich aber fest. Der Ball kam auf Felbinger, die ihn sich zurecht legte und abschloss, aber einen Meter über den Querbalken gezielt hatte. In der Schlussphase hatten Katharina Vornehm – deren Flanke auf die Latte knallte – und noch einmal Daniela Held Chancen, ihre Farben noch einmal heran zu bringen, doch letztlich blieb es bei diesem 1:3 aus Kleeblatt-Sicht.

„Es hat mir gefallen, wie wir nach dieser ersten Halbzeit zurück gekommen sind. Das spricht für den Willen und die mannschaftliche Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft und auch, dass wir in der Lage sind, Spiele für uns zu entscheiden. Man merkt es uns aber an, dass die Mädels auf dem Zahnfleisch gehen und wir sind nun erst einmal froh, dass wir in die Winterpause gehen und neue Kräfte sammeln können“, so der Trainer.

„Wir haben am Ende alles versucht, doch leider war die Zeit dann zu kurz“, befand Laura Felbinger nach dem Spiel. „Wir sind jetzt froh, dass wir mal runter kommen können. In der Rückrunde geht es für uns wieder bei Null los.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Münderlein – Vornehm, Held, S. Walter (63. Schroll), Delatron (72. Pfann) – A. Walter (63. Felbinger), Faßold – Schmidt, Hau (63. Maier), Nastvogel – Kohout - Trainer: Kevin Schmidt
1. FFC Hof: Mühlstädt – Fürst (59. Eller), Sattler, Safra (80. Bahmann), Krämer (90. Moos) – Matetschk, Weiß – Kolb, Kastner – Kessler, San Yau - Trainer: Marco Knirsch
Tore: 0:1 San Yau (8.), 0:2 Kastner (32.), 0:3 Kessler (40.), 1:3 Held (78.)
Schiedsrichter: David Wagner
Zuschauer: 50
Gelbe Karten: Hau
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