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Saison 2015/2016
Freundschaftsspiel - So., 28.02.2016, 13:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - 1. FFV Erfurt
3:2 (0:2)
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Am frühen Sonntagnachmittag testeten die Frauen der SpVgg Greuther Fürth auf dem Kunstrasenplatz des Nachwuchsleistungszentrums gegen die Regionalligamannschaft des 1. FFV Erfurt. Für die Erfurterinnen war es der letzte Test vor dem Pflichtspielauftakt und dem Wiederbeginn des Kampfes gegen den Abstieg. Das Kleeblatt hat noch etwas Zeit, bevor es darum geht, die Saison zu einem versöhnlichen Ende zu bringen und testet noch mindestens einmal beim Karlsruher SC.
Die Heimelf versuchte gleich das Geschehen an sich zu reißen und die Gäste waren um eine gute Aufteilung im Mittelfeld bemüht. Da in dieser Phase beide Abwehrreihen jeweils den letzten Pass des Gegners abfangen konnten, passierte vor den Toren wenig. Den ersten Warnschuss der Partie gab Sabrina Schroll ab. Nach einem verunglückten Pass der Erfurter Torhüterin konnte sie dazwischen gehen und den Ball abfangen. Ihr Abschluss geriet jedoch zu ungenau und ging am linken Pfosten vorbei.
Diese erste Annäherung gab der Heimmannschaft noch mehr Selbstvertrauen und man versuchte sich nun häufiger mit schnellem Kombinationsspiel durch die Reihen der Thüringer zu spielen. In der 20. Minute ging es Schlag auf Schlag. Erst konnte ein Torschuss von Anna Buckel geblockt werden, dann kam Christina Maier nicht mehr richtig an den Ball und Lena Bieber versprang der Ball aus sechs Meter Torentfernung. Nur eine Minute später hatte Katharina Vornehm die Gelegenheit ihre Farben in Führung zu bringen, doch auch sie zielte nicht genau genug und der Ball ging über das Gehäuse des FFV.
Wie so oft in den letzten Begegnungen der SpVgg machte die Kleeblatt-Elf die Tore nicht und zeigte sich hinten zu anfällig. Nach einem schönen Pass in die Schnittstelle der Fürther Deckung war sich die Hintermannschaft nicht einig. Die Erfurter Stürmerin hob die Kugel über Torhüterin Valerie Münderlein. Die versuchte den Ball noch über die Latte zu lenken, doch das gelang ihr nicht und so landete die Kugel zum 0:1 im Fürther Netz.
Fürth versuchte zwar zu antworten, in der Mitte der ersten Halbzeit war es aber zunächst mit der Spielfreude vorbei und es schlichen sich mehr und mehr Fehler im Spielaufbau ein. Immer hektischer und ungenauer wurde die Schmidt-Truppe. Außer einem guten Freistoß durch Schroll kam nicht mehr viel zu Stande. Die Gäste nutzten diese Schwächephase und investierten nun ihrerseits mehr. Beinahe wurden das auch belohnt, denn nach einem Konter stand Münderlein zu weit vor ihrem Tor. Der Lupfer der Stürmerin landete jedoch knapp neben dem Tor.
„Wir haben nach 20 Minuten plötzlich einen Wurm in unserem Spiel gehabt.“, so Kevin Schmidt nach der Partie. „In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit haben wir zu wenig für das Spiel getan und jeder war mit sich selbst beschäftigt. Kurz vor dem Seitenwechsel haben wir dann noch ein unnötiges Tor zum 2:0 kassiert. Da war ich überhaupt nicht zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“
Mit Beginn des zweiten Durchganges schickte Schmidt mit Sandra Klug, Lara Schmidt, Francesca Hau, Vanessa Faßold und Neuzugang Stephanie Schropp fünf neue Akteure auf das Feld. Seit Wiederanstoß waren gerade zwei Minuten vergangen, da hatten die Zuschauer und die Fürther Spielerinnen endlich Grund zum Jubeln. Nach einem Pass von Stephanie Schropp konnte sich Anna Buckel im Eins-gegen-Eins durchsetzen und flach ins rechte Toreck abschließen.
Dieser Anschlusstreffer gab dem Team um Spielführerin Andrea Walter wieder Auftrieb und in der Folge drückte die SpVgg die Erfurterinnen enorm tief in deren Hälfte. Dank einer deutlich verbesserten Abwehrleistung gelang es Fürth den Ball immer wieder frühzeitig zu erobern und das eigene Spiel aufzuziehen. Nach einem Diagonalball stand Christina Maier frei vor der Gästetorhüterin, doch der Schiedsrichter pfiff die Fürther Stürmerin zurecht wegen Abseits zurück.
Der Ausgleich gelang nach einer guten Stunde. Ein Schuss von Lara Schmidt konnte nur zur Ecke geklärt werden. Schmidt spielte den Ball kurz auf Katharina Vornehm. Zwar kam die Torhüterin noch an den Ball, konnte das Leder aber nicht festhalten. Andrea Walter stand goldrichtig und schob die Kugel zum verdienten 2:2-Ausgleich in das leere Tor (62.). Nur wenige Minuten vorher hätte Walter bereits ausgleichen können, ja müssen, doch da hatte sie mit ihrem Kopfball aus Kurzdistanz noch das Ziel verfehlt.
Acht Zeigerumdrehungen später ging das Kleeblatt schließlich in Führung. Laura Felbiger konnte Anna Buckel mit einem herrlichen Pass über die Gästeabwehr hinweg in Szene setzen. Buckel legte den Ball direkt aus der Luft quer zu Christina Maier und die Stürmerin ließ sich nicht zweimal bitten. Sie ließ der Keeperin keine Chance und brachte ihre Farben in Front. So stand es nach dem 0:2-Halbzeitstand plötzlich 3:2 für das Kleeblatt. Von den Gästen war bis dahin in der zweiten Halbzeit nichts zu sehen gewesen, so dass diese Führung auch absolut in Ordnung war.
Erfurt blieb im Spiel, weil die SpVgg nicht nachlegte. Eine Chance sollte sich den Thüringern noch bieten, doch als eine Stürmerin sich durchgesetzt hatte, behielt Klug die Nerven und blieb lange stehen. Die Torhüterin blieb Siegerin und konnte den Ball parieren. Diese Aktion sollte aber auch die einzig nennenswerte Möglichkeit der Gäste bleiben.
Trainer Kevin Schmidt, zur Pause noch unzufrieden, zeigte sich nach den 90 Minuten versöhnt: „Wir haben über weite Strecken guten Fußball gespielt. Die 15 Minuten Schwächephase in Halbzeit eins müssen wir uns ankreiden und näher analysieren. Im zweiten Durchgang sind wir dann schnell zum Anschluss gekommen und das hat uns wieder in die Partie gebracht. Wir waren deutlich besser gestanden und haben nichts mehr zugelassen. Es zeugt von der Moral meiner Mannschaft, dass wir das Spiel nach diesem 0:2 noch gedreht haben. Das haben sich alle verdient, nach der Leidenszeit zum Ende der Hinrunde.“

 

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug (Münderlein) - Vornehm, Kohut, Hau (Delatron) - Felbinger, A. Walter - Schmidt (Bieber), Buckel, Schropp (Gulden) - Faßold (Schroll), Maier - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 0:1 (24.), 0:2 (41.), 1:2 Buckel (47.), 2:2 A. Walter (62.), 3:2 Maier (74.)
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