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Saison 2016/2017
6. Spieltag - So., 09.10.2016, 15:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FFC Wacker München II
3:0 (1:0)
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Als letzte Mannschaft in der Bayernliga hat die SpVgg Greuther Fürth eine weiße Weste. Alle sechs Spiele wurden bisher gewonnen, wobei die Abwehr zu den besten der Liga gehört, der Angriff sogar der bislang erfolgreichste der gesamten Liga ist. Gerissen ist lediglich die Serie von Spielführerin Andrea Walter, die zum ersten Mal in der Saison nicht getroffen hat. Solang aber andere für sie in die Bresche springen, dürfte diese „Krise“ verkraftbar sein.

Die Gegebenheiten vor dem Spiel waren klar: Die heimische Spielvereinigung war Tabellenführer, Wacker München steckte im Tabellenkeller. Genau dieses Verhältnis wollte die SpVgg auch auf dem Feld klar machen und begann gleich druckvoll, auch wenn der erste Torabschluss den Gästen gelang. Nach zwei Minuten war es ein Freistoß, der allerdings harmlos blieb.
 
Fürth zog ein beeindruckendes Pressing auf und setzte den Gegner bereits an dessen eigenem Strafraum unter Druck. So erzwang die Schmidt-Elf viele Ballverluste der Münchnerinnen und verhinderte ziemlich wirksam, dass der FFC in das Spiel kam. Allerdings wusste die Mannschaft um Spielführerin Andrea Walter mit dem Ball zunächst wenig anzufangen und kam auch kaum zu Tormöglichkeiten. Erstmals tauchte das Kleeblatt nach 15 Minuten vor dem Tor auf, als Sabrina Schroll und Andrea Walter unter einer Freistoßflanke hindurch segelten.
 
Wacker nutzte die Gunst und konterte. Allerdings war Sandra Klug vor Leonie Lehner am Ball und konnte ebenso entschärfen, wie ihre Kollegin Kathrin Waldher auf der anderen Seite, die ebenfalls rechtzeitig vor Anna Buckel an den Ball kam. Langsam beruhigte sich das doch teilweise sehr hektische Spiel. Das Kleeblatt wurde etwas konzentrierter und zielstrebiger. So flankte Laura Felbinger von rechts in den Strafraum. Den etwas zu weit geratenen Ball hob Stephanie Schropp von der anderen Seite des Sechzehners noch einmal in die Mitte und Waldher konnte gerade noch vor Christina Maier klären (28.).
 
Drei Minuten später lag der Ball erstmals im Münchner Tor, allerdings hatte Sabrina Schroll beim Abspiel von Maier einen guten Meter im Abseits gestanden, so dass der Treffer nicht zählte. Freuen konnte sich die Heimelf aber nur 120 Sekunden später. Nach einem Angriff über die linke Mittelfeldseite und einem schönen Doppelpass zwischen Sabrina Schroll und Anna Buckel ging letztere noch ein paar Schritte auf das Tor zu und hob den Ball von der Strafraumkante an den rechten Innenpfosten. Von dort aus prallte die Kugel in die Maschen und Buckel konnte sich feiern lassen (33.). 
 
Fürth erhöhte die Schlagzahl. Zunächst scheiterte Felbinger – die bei einem durch die Abwehr rutschenden Ball schneller reagiert hatte, als die Verteidigerin neben ihr – per Drehschuss an Waldher (34.), dann konnte Anne Roll im letzten Moment noch vor Buckel klären (37.). Die wohl größte Möglichkeit vergab anschließend Christina Maier. Sie hatte sich gegen Leisching durchgesetzt. Zwar kam sie dabei ins Straucheln, doch fing sie sich rechtzeitig, um auch im 1-gegen-1 gegen Waldher vorbei zu gehen. Wieder stolperte sie beinahe und wieder fing sie sich. Bis sie allerdings dann noch ernsthaft abschließen konnte, war Baus zur Stelle und störte so effektiv, dass die Fürther Stürmerin am leeren Tor vorbei schoss (42.).
 
Mit fortschreitendem Spiel zahlte sich die Überlegenheit mehr und mehr aus. So nahmen die Chancen im zweiten Durchgang zu. In schneller Folge scheiterten Buckel (51.), zweimal Schropp (57., 58.), Faßold (59.) und zweimal Schroll. In der 63. Minute war es dann wieder Anna Buckel, die mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eindrang und von Franziska Lamm nur per Foul gebremst werden konnte. Christina Maier trat zum Strafstoß an, setzte die Kugel aber deutlich über und neben das Tor.
 
Zwei Minuten später musste Waldher einen Schuss von Vanessa Faßold im Nachfassen sichern, ehe Wacker per Konter die Chance zum Ausgleich hatte. Nach Zuspiel von Julia Hampl zielte Stefanie Pfeuffer aber am Tor von Sandra Klug vorbei. Die SpVgg ließ sich davon nicht beeindrucken und griff weiter munter an. Nach einem Freistoß zwang Anne Roll die eigene Keeperin zu einer Parade. Den Abpraller setzte Anna Buckel neben das Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter da längst auf Abseits entschieden gehabt (70.).
 
Es dauerte bis zur 83. Minute, ehe die Partie sicher gewonnen war. Anna Buckel schlug einen Diagonalball auf die gestartete Christina Maier. Diese umkurvte die aus dem Tor geeilte Keeperin und schob den Ball aus spitzem Winkel ins Tor. Das 2:0 bedeutete den Todesstoß für Wacker und entschied das Spiel.
 
Zwei Minuten später hätte Maier beinahe noch erhöhen können, diesmal konnte Waldher den Ball aber vor der Stürmerin erreichen und unter sich begraben. Den Schlusspunkt setzte schließlich Sophie Lang, die nach einem schönen Sololauf über das halbe Feld zwei Gegnerinnen abschüttelte und zum 3:0 vollendete.
 
Anna Buckel bedankte sich nach dem Spiel bei ihrem „persönlichen Fanclub“. Die E-Jugend des TSV Altenberg war gekommen um Buckel, die dort in ihrer Freizeit als Trainerin aushilft, zu unterstützen. „Wenn die schon extra kommen um zuzusehen, dann musste ich doch ein Tor schießen“, freute sich Buckel über ihren Treffer und den Besuch „ihrer“ Jungs, die sie immer wieder angefeuert hatten und beim Einlauf zur zweiten Halbzeit Spalier für die Kleeblatt-Kickerinnen gestanden waren.
 
„In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut Fußball gespielt“, fand Trainer Kevin Schmidt. „Wir haben zwar frühzeitig den Gegner gestört und Druck ausgeübt, konnten aber mit dem gewonnen Ball nicht viel anfangen.“ Im zweiten Durchgang sei dies besser gelungen und folgerichtig war seine Mannschaft so auch zu mehr Chancen gekommen. „Allerdings musst du da früher den Deckel drauf machen“, kritisierte der Trainer.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Held, Walter, Felbinger (60. Gulden), Schroll (71. S. Lang), Buckel, Maier, Vornehm, Schropp (77. Langer), Faßold (81. Kohl), Hau - Trainer: Kevin Schmidt
FFC Wacker München: Waldher – K. Lamm, F. Lamm, Roll, Leisching (54. Hampl), Leber, Lehner, Pfeuffer, Baus (69. Brandl), Stieglmeier, Axthammer - Trainer: Peter Zrenner
Tore: 1:0 Buckel (33.), 2:0 Maier (83.), 3:0 S. Lang (90.)
Schiedsrichter: Simon Winkler
Zuschauer: 80
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