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Saison 2016/2017
9. Spieltag - Sa., 29.10.2016, 15:00 Uhr
SpVg Eicha - SpVgg Greuther Fürth
1:3 (0:1)
Nach dem Erfolg gegen den FC Forstern und mit der ausgebauten Tabellenführung im Rücken, schien das Spiel gegen den Tabellenzehnten SpVg Eicha eine Pflichtaufgabe zu werden. Am Ende triumphierte das Kleeblatt erwartungsgemäß, hatte aber zum 3:1-Erfolg eine Menge Arbeit investieren müssen. Auch wenn Eicha in den letzten beiden Spielzeiten gute Spielerinnen verloren hatte, hatte Trainer Kevin Schmidt seine Mannschaft im Vorfeld davor gewarnt, Eicha zu unterschätzen.
 
Von Anfang an versuchten die Gastgeberinnen immer wieder ihre schnelle Stürmerin Anna Illmer einzusetzen. Die Fürtherinnen aber waren genau darauf vorbereitet und konnten die Torjägerin weitestgehend aus dem Spiel nehmen. Im Gegensatz dazu versuchte sich die SpVgg durch die Reihen der Gastgeberinnen zu kombinieren. Dies gelang immer besser und so konnte Sophie Lang einen ersten Warnschuss auf das Tor von Marcella Hoch abfeuern – zu ungenau.
 
Spielführerin Lisa Sommer versuchte ihre Mitspielerinnen nach vorne zu treiben, um das Kleeblatt besser vom Tor weg zu halten, was aber nicht gelang. Zu stark war der Druck der Fürtherinnen. Sabrina Schroll und Tina Gulden kamen zu Einschussmöglichkeiten, der Torerfolg blieb beiden aber noch verwehrt.
 
In der 17. Minute war es dann Vanessa Faßold, die sich von Schroll bedient, im Strafraum fand. Torhüterin Hoch brachte Faßold zu Fall und Schiedsrichter Mirko Morgener konnte nur auf den Punkt zeigen. Die Verantwortung übernahm Andrea Walter, die Hoch keine Chance ließ. Die Führung machte die Gäste noch stärker und kurze Zeit später hätte es erneut Elfmeter geben müssen. Wieder war Faßold im Strafraum gefoult worden, diesmal aber pfiff Morgener – zur Überraschung der Fürtherinnen – nicht.
 
Im Anschluss daran nahm sich das Kleeblatt eine kleine Auszeit. Fehlpässe und einige Fehler schlichen sich ein, die Eicha aber nicht für sich ausnutzen konnte. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Weiß-Grünen wieder zu ihrem Spiel, konnten das Tor aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen.
 
Die Körpersprache nach der Rückkehr auf den Platz machte deutlich, dass die SpVgg diese Partie nun entscheiden wollte. Deutlich konzentrierter ging die Schmidt-Elf zu Werke und übernahm wieder die Kontrolle über das Spiel. Tina Gulden trieb den Ball nach vorne, wo Schroll und Sophie Lang gestartet waren. Gulden bediente Lang – Schroll stand dabei in Abseitsposition – und die flitzte auf das Tor zu. Dort angekommen legte sie auf Schroll quer und die hatte keine Mühe, die neue Spielsituation geschickt ausnutzend, auf 2:0 zu erhöhen (50.).
 
Eicha zeigte sich geschockt, die SpVgg verpasste es aber, den Sack in dieser Situation zuzumachen. Zunächst vergab Stephanie Schropp in aussichtsreicher Position, dann scheiterte Lang an Keeperin Hoch. Besser machte es die SpVg Eicha: Julia Fellisch setzte sich auf dem Flügel durch und bediente Anne Illmer, die den Ball – allerdings leicht im Abseits stehend – an Klug vorbei ins Fürther Tor bugsierte.
 
Nun erwachte auch der Anhang der Gastgeberinnen und griff unsportlich in das Spiel ein. Die Fürtherinnen mussten sich mehrmals wüst beschimpfen und beleidigen lassen. Nicht zitierfähige Ausdrücke flogen pausenlos auf den Platz und Schiedsrichter Morgener konnte nicht anders, als zwei Zuschauer des Platzes zu verweisen. Diese Unruhe übertrug sich auch auf das Feld, wo die Heimelf mehrfach rüde einstieg. In dieser Phase gab es dann noch sechs gelbe Karten, was von der Intensität des Spiels zeugte.
 
Die SpVgg hielt erfreulicherweise dagegen und hätte den alten Abstand wieder herstellen können. Lena Bieber versuchte Nadine Lang – die ihr Debüt in der Bayernliga-Mannschaft gab – zu bedienen, blieb aber an einer Verteidigerin hängen. Damit war die Chance zunichte gemacht.
 
Kurios wurde es in der Schlussminute. Tina Gulden versuchte ihr Glück und schlenzte das Leder auf das Tor von Marcella Hoch. Der Ball traf jedoch nur das Lattenkreuz und trudelte von dort ins Aus. Dem Abstoß folgte der Gegenangriff und auf der anderen Seite war es Fellisch, die in die Mitte flankte. Diese Flanke aber rutschte ihr über den Spann und landete schließlich auf der Fürther Torlatte.
 
Die Entscheidung war dann Lena Bieber vorbehalten. Nach einer kurz ausgeführten Ecke zog Bieber in die Mitte und schloss ab. Der Rettungsversuch einer Gegenspielerin kam zu spät und so stand es in der dritten Minute der Nachspielzeit 3:1 für die Fürtherinnen. Das Spiel war entschieden und die Tabellenführung erneut behauptet.
 
Trainer Kevin Schmidt war jedoch nicht ganz zufrieden: „Wir haben in diesem Spiel deutlich zu viele Fehler gemacht.“, hielt er fest. „Mit der kämpferischen Einstellung war ich aber zufrieden. Alles andere muss sich über die kommende Woche bessern, damit wir auch gegen Hof bestehen können.“

Andreas Goldmann

SpVg Eicha: Hoch – Kocksch, Sollmann (65. Bätz), Sommer, Häublein (86. Raithel), Zeitler, Hümmer, Fellisch, Ittner, Illmer, Leitzinger - Trainer: Fidaim Kodra
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl (65. Kohout), Held, Walter, Felbinger, Schroll (77. N. Lang), Vornehm, S. Lang (65. Bieber), Faßold, Gulden, Langer (55. Schropp) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 0:1 Walter (17., Foulelfmeter), 0:2 Schroll (50.), 1:2 Illmer (68.), 1:3 Bieber (90.)
Schiedsrichter: Mirko Morgener
Zuschauer: 120
Gelbe Karten: Leitzinger, Fellisch, Häublein
Gelbe Karten (Gast): Faßold, Klug, Bieber, Held, Walter
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