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Saison 2016/2017
10. Spieltag - So., 06.11.2016, 14:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - 1. FFC Hof
4:3 (2:1)
Ein packendes Spiel sah am Ende die SpVgg Greuther Fürth als Sieger über den Verfolger 1. FFC Hof. Nach dem 4:3-(2:1)-Heimsieg baut die SpVgg ihren Vorsprung in der Bayernligatabelle auf fünf Punkte aus und sicherte sich damit einen Spieltag vor der Winterpause den Herbstmeistertitel.
 
Die Hoferinnen hatten vor der Saison als Ziel den Aufstieg ausgegeben und so wollte die SpVgg den Gästen und Verfolgern zunächst einmal die Favoritenrolle überlassen. Auf dem Platz zeigten sich zunächst zwei nahezu gleichstarke Teams. Minimale Vorteile lagen aber bei der Heimelf, denn diese näherte sich dem Gästestrafraum doch hin und wieder an, ohne aber zunächst wirklich für Gefahr sorgen zu können.
 
Zum ersten Mal mussten die Zuschauer in der 17. Minute die Luft anhalten, als Daniela Held einen Rückpass zu Sandra Klug spielte. Dieser geriet viel zu kurz, so dass Yau an den Ball kam. Die ließ die Einladung aber ungenutzt. Zwei Minuten später war es ein schön ausgespielter Angriff auf der anderen Seite, der die Zuschauer erfreute. Ausgehend von Katharina Vornehm kam der Ball über Tina Gulden und Vanessa Faßold zu Alicia Kohl, die in Richtung Tor startete. Aus etwa 20 Metern hämmerte sie die Kugel auf das Gehäuse. Sandra Titze reagierte glänzend und lenkte das Geschoss noch an die Querlatte. Allerdings reagierte Anna Buckel schneller als die Hofer Defensive und versenkte den abprallenden Ball zur Führung im Tor (19.).
 
Der Treffer gab den Fürtherinnen noch mehr Sicherheit, bis sich Tina Gulden verletzte. Plötzlich war der Tabellenzweite da und kam mit dem ersten echten Angriff zum Ausgleich. Nach einem Fürther Vorstoß schlug die Abwehr den Ball zu Yau, die Marusha Knarr bediente. Die Stürmerin spitzelte anschließend zum 1:1 ein (33.).
 
Zwei Minuten später Glück für die SpVgg: Hof hatte einen Freistoß in den Strafraum getreten, Andrea Walter köpfte ihn heraus, aber direkt auf Yau. Diese fackelte nicht lange und zog ab. Der Ball streifte den rechten Außenpfosten und ging ins Toraus.
 
Die letzten Minuten in der ersten Hälfte gehörten dann aber wieder den Fürtherinnen. Beinahe an der gegnerischen Eckfahne eroberte die SpVgg den Ball und nach einem Foul gab es Freistoß für die Kleeblatt-Elf. Diesen brachte Daniela Held direkt auf das Tor. Titze streckte sich und kam mit der rechten Klebe noch an die Kugel, konnte aber nicht verhindern, dass diese im langen Eck einschlug (45.).
 
Nach der Pause waren es die Oberfranken, die besser aus der Kabine kamen. Einen Stellungsfehler in der Abwehr nutzte Knarr um durchzubrechen. Sandra Klug warf sich ihr entgegen, doch Knarr hatte Denise Kolb gesehen, die auf der linken Seite mitgelaufen war. Sie legte quer und Kolb konnte mühelos zum Ausgleich einschieben (49.).
 
Es wäre typisch gewesen, wäre die Partie an dieser Stelle zugunsten der Gäste gekippt. Dem war aber nicht so und der erneute Ausgleich wirkte eher wie ein Weckruf. Von da an spielten nur noch die Weiß-Grünen. Unmittelbar nach dem Wiederanstoß ging Anna Buckel auf der linken Seite durch, zog nach innen, ließ an der Strafraumkante eine Gegenspielerin ins Leere grätschen und bediente Andrea Walter. Deren Schuss aus 25 Metern ging aber rechts über das Tor.
 
Vier Minuten später gab es – nach Foul an Walter an exakt der gleichen Position wie eben – einen Freistoß für das Kleeblatt. Stephanie Schropp übernahm diese Aufgabe und hob den Ball in mäßigem Tempo, aber höchster Präzision auf einer ballistischen Flugbahn – landläufig nennt man dies „Bogenlampe“ – genau in den kleinen Zwischenraum zwischen den hochgereckten Händen der Keeperin und der Querlatte. Wieder führte der Tabellenführer (54.).
 
Munter griff Fürth auch danach weiter an. Eine Flanke von Buckel ließ Schropp von der Brust abtropfen, ihr Schuss landete jedoch knapp rechts neben dem Gehäuse (62.). Einen Moment später musste sich DFB-Bundesliga-Schiedsrichterin Franziska Haider an der Fürther Bank behandeln lassen. Kaum lief die Partie wieder, war es die eingewechselte Christina Maier, die nach Schroll-Zuspiel alleine auf Sandra Titze zustürmte. Die Torhüterin zeigte sich nervenstark, blieb lange stehen und konnte schließlich klären (66.).
 
Zwei Minuten später machte Maier es besser. Zunächst hatte sich Vanessa Faßold gegen Josephine Laufer durchgesetzt und von der rechten Seitenlinie in die Mitte geflankt. Maier lief ein, streckte das linke Füßchen aus und beförderte den Ball damit zum 4:2 in die Maschen des Hofer Tores (68.).
 
Die Freude darüber wurde allerdings zwei Minuten später wieder getrübt. Wieder brach eine Angreiferin auf der halbrechten Seite durch und bediente Denise Kolb am linken Strafraumeck. Ihrem wuchtigen Schuss hatte Sandra Klug im Fürther Tor nichts entgegen zu setzen und so war Hof wieder „dran“.
 
Auch wenn Hof jetzt noch einmal hoffte und der Trainer durch wildes und hektisches Antreiben versuchte, seiner Mannschaft noch einmal nach vorne zu peitschen, waren es die Fürtherinnen, die souverän blieben und nach einigen Minuten resoluten Rausschlagens der langen Hofer Bälle sogar wieder anfingen offensiv zu kombinieren.
 
Christina Maier spielte einen Ball in die Schnittstelle der Abwehr, präzise in den Lauf von Sabrina Schroll. Plötzlich flog Sabine Sattler heran, grätschte in die Flugbahn des Balles und konnte diesen klären, bevor er bei Schroll ankam. Die Stürmerin hatte schon ausgeholt und schlug verdutzt ins Leere.
 
Sattler sollte auch bei der nächsten Situation im Brennpunkt stehen. Ein Einwurf landete ihr und sie schlug einen langen Ball in Richtung Spitze. Auf Höhe der Mittellinie köpfte aber Anna Buckel das Leder postwendend wieder nach vorne zu Christina Maier. Die Stürmerin zog dynamisch in Richtung Strafraum und wurde von Sattler nur wenige Zentimeter vor dem Sechzehner zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Haider erkannte auf Notbremse und zeigte folglich die rote Karte.
 
Hof musste in Unterzahl weiter spielen – es lief bereits die Nachspielzeit – und setzte alles auf eine Karte. Der letzte Angriff endete im Fürther Strafraum und bei Mareike Langer. Diese schnappte sich die Kugel und stürmte diagonal über das ganze Feld. Im Hofer Strafraum angekommen hatten ihre Kräfte nachgelassen, so dass ihr Schussversuch zur Ecke geklärt werden konnte. Das war die letzte Szene des Spiels, das die SpVgg Greuther Fürth am Ende verdient gewann.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl (78. Wolfram), Held, Walter, Felbinger (64. Schroll), Buckel, Vornehm, Schropp, Faßold, Gulden (36. Langer), Bieber (52. Maier) - Trainer: Kevin Schmidt
1. FFC Hof: Titze – Kastner, Kolb, Meier, Müller (70. Rose), Yau, M. Knarr (65. Th. Knarr), Fürst (46. Laufer), Fichtner, Sattler, Kessler (70. Knörnschild) - Trainer: Siegfried Penka
Tore: 1:0 Buckel (19.), 1:1 M. Knarr (33.), 2:1 Held (45.), 2:2 Kolb (49.), 3:2 Schropp (54.), 4:2 Maier (68.), 4:3 Kolb (70.)
Schiedsrichter: Franziska Haider
Zuschauer: 120
Gelbe Karten: Schropp, Faßold
Rote Karten (Gast): Sattler (90.+3)
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