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Saison 2016/2017
18. Spieltag - So., 07.05.2017, 15:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV Thenried
1:1 (0:0)
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Beim SV Thenried endete die erste Serie der SpVgg Greuther Fürth in der diesjährigen Bayernligasaison, als sich die Schmidt-Elf mit 0:1 geschlagen geben musste, und auch in der Rückrunde war es wieder das Spiel gegen den SV Thenried, der die Serie aus zuletzt zehn Siegen in Folge beendete. Immerhin sprang diesmal ein Punkt dabei heraus.

Auch wenn es bei den Oberpfälzern in der Rückrunde bisher nicht so lief, wie erhofft, war es der Anspruch des SV Thenried wieder zu punkten und die eigene Durststrecke zu beenden. Die Fürtherinnen versuchten den Gästen von Anfang an ihr Spiel aufzuzwingen und störte den SV bereits im Mittelfeld. Mehrfach gewann die SpVgg auf diesem Wege den Ball, schaltete schnell um und spielte nach vorne. Die Führung hatte zuerst Stephanie Schropp auf dem Fuß. Von Christina Maier perfekt in Szene gesetzt, ging sie in den Strafraum und schloss aus kurzer Distanz ab. Thenrieds Torhüterin Hirschmann aber reagierte glänzend und verhinderte so den Rückstand.

Diese Szene gab dem Kleeblatt aber noch mehr Aufwind und so spielte die Schmidt-Elf weiter munter nach vorne. Oft gelang es den Damen aus Thenried jedoch immer wieder einen Fuß in den Weg zu stellen und so rechtzeitig die Abschlüsse der Fürtherinnen zu verhindern oder zu unterbinden. Gleichzeitig zeigte der SV in der Offensive wenig bis nichts. Zwar versuchte man immer wieder Franziska Hutter einzusetzen, sie stand jedoch immer alleine gegen die Fürther Abwehr und konnte sich nicht in Szene setzen.

Torszenen gab es ausschließlich im SV-Strafraum zu sehen. Zunächst war es erneut Schropp, die aus spitzem Winkel das Leder nicht im Tor unterbringen konnte, kurz darauf verpasste Sabrina Schroll mittels Lupfer den Torerfolg nur knapp.

Mitte der ersten Hälfte gab es dann einen kleinen Bruch im Spiel der Fürtherinnen. Glücklicherweise konnte der Gegner aus dieser Phase, in der die SpVgg zunehmende Hektik und abnehmendes Laufspiel zeigte, kein Kapital schlagen. So ging es ohne Tore in die Kabinen.

Mit Wiederbeginn zeigten sich die Fürtherinnen wieder konzentrierter und nach nicht einmal drei Minuten war es Ann-Kathrin Wolfram, die beinahe die Führung besorgt hätte. Nach einem zu kurz geklärten Eckball von Felbinger schloss Wolfram ab, der Ball ging aber knapp über den Querbalken. Sieben Minuten später bekam Wolfram die nächste Möglichkeit, doch wieder zielte sie zu hoch. Beim dritten Versuch stimmten Höhe und Richtung, diesmal war aber Hirschmann zur Stelle und konnte Wolframs Schuss entschärfen.

Der Führungstreffer lag also längst in der Luft und schließlich fiel er auch, allerdings – aus Fürther Sicht – auf der falschen Seite. Thenried suchte erneut Torjägerin Hutter und die drang in den Strafraum ein. Mit Nina Kohout und Stephanie Schropp stellten sich ihr gleich zwei Abwehrspielerinnen in den Weg. Hutter legte den Ball an Kohout vorbei und lief dann auf die Verteidigerin auf, ging zu Boden und Schiedsrichter Doneff zeigte auf den Punkt. Alexandra Rank übernahm die Verantwortung und ließ Kleeblatt-Keeperin Sandra Klug keine Chance, es stand 0:1 (73.). „Eine harte Entscheidung gegen uns“, kommentierte Kevin Schmidt diesen Strafstoß. „Schropp war auch noch da, Hutter hätte also wohl gar nichts ausrichten können. So gehen die mit dem ersten Torschuss in Führung“, schüttelte der Trainer den Kopf.

Seine Mannschaft ließ die Köpfe aber nicht hängen und legte sofort wieder den Hebel um. Keine fünf Minuten später hatte Nina Kohout die Chance auf den Ausgleich, köpfte aber knapp am Tor vorbei. Langsam wurde die Zeit knapp und als Andrea Walter und Christina Maier eine Freistoßflanke von Held verpassten, wähnte sich Thenried wohl insgeheim schon als Sieger.

In der 86. Minute folgte aber doch noch der mehr als verdiente Ausgleich: Christina Maier hatte sich auf dem Flügel durchgesetzt und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Wieder trat Held den Freistoß in den Strafraum, wo Laura Felbinger zur Stelle war und das Leder mit dem Kopf ins Tor verlängerte. „Ich hab einfach meine Birne hingehalten“, freute sich die Torschützin anschließend. „Das Gefühl dabei war der Hammer! Ich glaube das war eine Erlösung für alle.“

Fürth versuchte anschließend auch noch den Sieg klar zu machen. Beinahe wäre dies auch gelungen. Die erstmals seit September wieder auf dem Bayernliga-Rasen stehende Lara Schmidt – tags zuvor bereits bei der U23 im Einsatz – kam zum Comeback und hätte beinahe noch den „Dreier“ eingetütet. Mareike Langer hatte Schmidt bedient, deren Schuss grätschte eine Verteidigerin aber noch zur Ecke. Zum Sieg reichte es damit nicht mehr und so kann der SV Thenried – als bisher einzige Mannschaft – zweimal gegen die SpVgg Greuther Fürth punkten.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit selbst aus dem Konzept gebracht und zu wenig aus den Möglichkeiten gemacht. Die zweite Halbzeit haben wir gut nach vorne gespielt und nach der kalten Dusche eine gute Reaktion gezeigt.“, resümierte Trainer Schmidt. „Ich habe heute wieder einige Ansätze gesehen, woran wir noch arbeiten müssen um uns weiterzuentwickeln. Aber das ist ja das Schöne an unserem Job. Auch wenn der Punkt für die Thenrieder mehr als schmeichelhaft ist, nehmen wir den mit und sehen somit noch eine kleine Belohnung in unserer Arbeit.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Wolfram, Kohl (72. Langer), Kohout (86. Schmidt), Walter, Felbinger, Schroll (66. Lang), Maier, Vornehm, Schropp, Held - Trainer: Kevin Schmidt
SV Thenried: Hirschmann – Buhl (90. Heindl), O. Köppl, Berzl, J. Köppl, Rank, Jaich, Hutter, Heigl, Schreiner, Schmied - Trainer: Florian Maurer
Tore: 0:1 Rank (73., Foulelfmeter), 1:1 Felbinger (86.)
Schiedsrichter: Manuel Doneff
Zuschauer: 70
Gelbe Karten: Kohl
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