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Saison 1990/1991
1. Spieltag - Mi., 08.08.1990, 18:30 Uhr
SpVgg Fürth - ASV Neumarkt
2:1 (2:1)
Zum Punktspielauftakt der Landesliga Mitte ist im Ronhof der Alltag wieder eingekehrt. Zwar war der Meisterschaftsanwärter gestern abend gegen den Aufsteiger ASV Neumarkt zeitweilig haushoch überlegen, tat sich jedoch überaus schwer, den 2:1-Sieg über die Zeit zu retten. Vom Glanz der DFB-Pokalbegegnung des vergangenen Samstags, wo der Bundesligist Borussia Dortmund in einem begeisternden Spiel mit 3:1 geschlagen wurde, ist nicht mehr viel übriggeblieben. Gewiss waren die Kleeblättler die eindeutig stärkere Mannschaft, holten 14:0 Eckbälle heraus, kombinierten teilweise elegant, kamen immer wieder zum Schuss, doch die Trefferausbeute blieb äußerst dürftig. Andererseits muss man dem etwas klein geratenen ASV-Schlussmann Andreas Speer, der übrigens aus der Jugend der SpVgg Fürth hervorgegangen ist, ein dickes Kompliment machen. Nachdem ihn die Kleeblättler warm geschossen hatten, wuchs er über sich hinaus und hielt vor allem nach dem Seitenwechsel einfach alles, was auf sein Tor kam. Dabei muss man allerdings einschränken, daß die Fürther zwar häufig auf das Neumarkter Tor schossen, doch die Schüsse waren entweder zu schwach oder zu schlecht platziert.
Oliver Zettl, hochgelobt und mit Jubelarien bedacht, hatte soviel Wirbel um seine Person wohl noch nicht verkraftet. Nach verheißungsvollem Beginn baute er doch im Lauf der Zeit mehr und mehr ab, wie übrigens fast die gesamte Fürther Mannschaft. Es war unverkennbar: ganz hatten sie die Bravourleistung des vergangenen Samstags noch nicht verdaut. Im Bestreben, es besonders gut zu machen, den fast 2000 Zuschauern etwas zu bieten, übertrieben sie das Kurzpassspiel. Es sah zwar recht gefällig aus, wie sich die Einheimischen den Ball zureichten, doch ging dieses übertriebene Ballgeschiebe auf zu engem Raum auf Kosten der Effektivität. Zwangsläufig wurde dadurch das Flügelspiel vernachlässigt.
Im übrigen waren die Neumarkter geschickt auf ihren Gegner eingestellt, überließen den Kleeblättern das Mittelfeld und bauten vor dem eigenen Strafraum einen Abwehrwall auf. So tat sich eine Viertelstunde lang herzlich wenig. In der 19. Minute hatten die Einheimischen Glück, als der aufgerückte Neumarkter Libero Hamann ein Zuspiel von Mittelstürmer Hempfling, dem besten Neumarkter Spieler, knapp verfehlte. Es war die erste Torchance des Spiels. Ebner und Zettl scheiterten anschließend an Schlussmann Speer. In der 34. Minute zog Holmeide aus 22 Metern beherzt ab, und der Ball zischte unter der Latte zum 1:0 ins Tor. Als drei Minuten später Ebner eine Flanke Hermanns per Kopfball zum 2:0 einlenkte, schien es doch noch zu einer Torflut zu kommen. Nachdem Glintschert knapp daneben gezielt hatte, gab unmittelbar vor der Pause ein krasser Fehler von Pieczyk dem kleinen Tahvili Gelegenheit zum Torschuss, die dieser dankbar zum 2:1 nutzte.
Nach der Pause wurde die Begegnung zu einem fast dauernden Anrennen der Fürther auf das Neumarkter Gehäuse. Speer wartete mit Glanztaten auf. Was die Platzherren auch anstellten, ein weiteres Tor wollte nicht fallen. Schließlich resignierten sie, bauten in den letzten zehn Minuten stark ab, verloren Beierlorzer durch Zeitstrafe und waren am Ende froh, dass die neunzig Minuten vorbei waren.
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert - Lunz (54. Sendner), Förster - Beierlorzer, Wenzl (75. Hütter), Pieczyk, Holmeide, Hermann - Ebner, Zettl - Trainer: Günter Gerling
ASV Neumarkt: Speer - Hamann - Kollmann, Gottschalk - Eimer (64. Jaksche), Wiessmeier, Barth, Tahvili, Breitfelder - Eckersberger (58. Hofbeck) - Hempfling - Trainer: Alois Haunschild
Tore: 1:0 Holmeide (34.), 2:0 Ebner (37.), 2:1 Tahvili (45.)
Schiedsrichter: Demeter (Unterthürheim)
Zuschauer: 1950
Zeitstrafen: Beierlorzer (87.)
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