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Saison 1976/1977
3. Spieltag - Mi., 25.08.1976, 17:30 Uhr
SpVgg Fürth - Waldhof Mannheim
3:1 (0:0)
Mit einer prächtigen Leistungssteigerung nach der Pause schlug gestern Abend im Ronhof die SpVgg Fürth den SV Chio Waldhof mit 3:1 Toren, nachdem es zur Pause bei bis dahin keineswegs berauschenden Leistungen noch 0:0 gestanden hatte.
Ausgerechnet der Mann, der gar nicht spielen sollte, Gerd Schäfer, wurde mit zwei prächtigen Treffern zum Match-Winner. Beim Warmlaufen hatte sich herausgestellt, daß Grabmeier nicht spielen konnte. So kam für ihn Schäfer praktisch erst fünf Minuten vor dem Anpfiff in die Mannschaft.
Waldhof begann wie erwartet: mit massierter Deckung, wobei der Mittelfeldspieler Schneider neben Sebert als eine Art zweiter Libero fungierte. Mit Geschick und auch etwas Glück versuchten die Waldhöfer, den Spielrhythmus der Kleeblättler zu stören, was ihnen bis zur Pause immer wieder gelang. Vorne allerdings hatten die Mannheimer Vorstädter mit Heck und dem etwas ungelenk wirkenden, jedoch brandgefährlichen Ex-Gütersloher Rudloff, mit dem Lausen viel Schwierigkeiten hatte, zwei eminent gefährliche Angriffsspitzen. Gegen Heck wirkte Schäfer anfangs ziemlich harmlos, erst als Klump dessen Bewachung übernahm, verlor Heck beträchtlich an Gefährlichkeit. So berannten die Fürther wohl meist das von Pradt fehlerlos gehütete Waldhof-Tor, doch kamen sie bis zum Wechsel nur vereinzelt zum Torschuss. Wirkliche Gefahr drohte dem Waldhof-Gehäuse lediglich von Fritz Heubeck, der sich nach der Pause zum überragenden Spieler steigerte. Auf seinem angestammten Rechtsaußen-Posten  - zuletzt hatte er auf der anderen Seite stürmen müssen  - lebte er so richtig auf.
Neuerwerbung Klaus Rütten begann recht zaghaft. Offenbar hatten ihn die Vorschusslorbeeren doch etwas verunsichert. Erst später taute er auf, wurde selbstbewusster. Dann gelangen ihm auch einige gute Aktionen.
Das mit Spannung erwartete Duell der Liberos Bergmann - Sebert gewann der Fürther um Längen, obwohl er bereits vor der Pause verletzt worden war. Als er in der 79. Minute Geyer Platz machen mußte, brachte ihm das Publikum eine Ovation dar.
Mitentscheidend war auch, daß der sich wieder seiner Bestform nähernde Heinlein Waldhofs Spielmacher Böhni nur wenig gestattete. Mit einem prächtigen 20-Meter-Schuss brachte Heinlein die Kleeblättler in der 56. Minute in Führung. Als Waldhof daraufhin gezwungen war, die „Betontaktik" aufzugeben, hatte der unwiderstehlich abziehende Heubeck Raum für seine Spurts. Nach zweien seiner Sololäufe mit jeweils überlegtem Pass zu dem mitgelaufenen Schäfer fielen das zweite und das dritte Fürther Tor (75. und 83. Minute). Damit hatte Schäfer nicht nur das Vertrauen gerechtfertigt, sondern sich auch für seinen unbegreiflichen Fehlschuss von Schwenningen voll rehabilitiert.
Sigi Grimm nutzte die ihm gewährte Freiheit - solange Schneider meist neben Libero Sebert zu finden war - weidlich aus und schlug prächtige Pässe. Allerdings versagte er zweimal vor dem Waldhof-Tor in bester Schussposition.
Hilkes kämpfte unverdrossen gegen den robusten Steiner und Sebert an. Mit seinen Kopfbällen lag er diesmal etwas zu hoch. Auch Unger, von Gölz unerbittlich bewacht, wartete mit einigen Kabinettstückchen auf.
Einen kleinen Schönheitsfehler aus Fürther Sicht gab es zum Schluss. Nach der vierten Waldhofecke (14 für Fürth) brachte die Abwehr den Ball nicht weg und Hilkes mußte einen Rudloff-Schuss in höchster Not auf der Linie mit der Hand retten. Gegen Seberts Strafstoßgeschoss war auch der reaktionsschnelle Löwer machtlos.

Konrad Vogelsang

SpVgg Fürth: Löwer - Schäfer, Lausen, Bergmann (80. Geyer), Klump - Heinlein, Grimm, Unger - Heubeck, Hilkes, Rütten - Trainer: Hans Cieslarczyk
Waldhof Mannheim: Pradt - Bauer, Steiner, Sebert, Mießmer - Schneider, Gölz, Böhni - Harm, Rudloff, Heck - Trainer: Anton Rudinski
Tore: 1:0 Heinlein (56.), 2:0 Schäfer (75.), 3:0 Schäfer (83.), 3:1 Sebert (85., Handelfmeter)
Schiedsrichter: Steigele (Frickenhausen)
Zuschauer: 9000
Gelbe Karten (Gast): Rudloff, Böhni
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