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Saison 1976/1977
7. Spieltag - Sa., 11.09.1976, 15:30 Uhr
SpVgg Fürth - SV Röchling Völklingen 06
4:1 (2:1)
Mit einem klaren 4:1-Sieg über den bisherigen Tabellendritten SV Röchling Völklingen dokumentierte die SpVgg Fürth eindrucksvoll ihren Willen, weiterhin im oberen Tabellendrittel zu bleiben.

Je zwei Treffer von Hilkes (7., 47.) und Unger (9., 74.) bei einem Gegentor des früheren Mainzers Hohenwarter (22.) ergaben den auch in dieser Höhe verdienten Sieg, wobei die Kleeblättler ihre bisher beste Leistung boten.

Diese Begegnung wurde gleichzeitig zu einer von Trainer Hans Cieslarczyk nachdrücklich geforderten „Rehabilitation von Homburg". Tatsächlich hatte die wie die Feuerwehr loslegende Fürther Elf mit jener übernervösen, viel zu ängstlich agierenden Mannschaft beim Gastspiel im Saarland nur noch von den Namen her etwas gemein. Es war ein kluger Schachzug Cieslarczyks, das 45 Minuten lang in Homburg beinahe restlos versagende Team unverändert zu lassen.

Die Fürther wiesen keinen schwachen Punkt auf. Dennoch gebührt diesmal Vorstopper Wolfgang Lausen ein Sonderlob. Er stellte nicht nur den zwischen Saar und Berlin hin- und hergerissenen Granitza kalt, sondern ließ nach einer Stunde auch Neuzugang Pleyer keinen Stich. Für den von Preußen Münster gekommenen Pleyer hatte sich die SpVgg lange Zeit interessiert. Darüber hinaus nutzte Lausen jede Gelegenheit, das eigene Angriffsspiel zu beleben.

Werder Bremens Manager Assauer wird möglicherweise bereuen, Klaus Rütten abgegeben zu haben. Er ist in Fürth bereits voll integriert. Allerdings gab es gegen Völklingen drei kleine Einschränkungen: beim Gegentor hatte er seine Deckungsaufgabe völlig vernachlässigt, kurz danach vergab er nach einer gefühlvollen Unger-Flanke mit verkorkstem Kopfball eine der klarsten Torchancen des gesamten Spiels und schließlich wollte er mit Gewalt sein erstes Tor für Fürth erzielen, wo ein Abspiel mitunter erfolgversprechender gewesen wäre. „Klasse" sein Paß zu Ungers 2:0, eine Parallele zu Grimms Ausgleichstreffer in Augsburg.

Im Angriff der Fürther war im Gegensatz zu Homburg „Musik drin". Neben dem in prächtiger Form befindlichen Heubeck (Hommrich konnte ihn mit legalen Mitteln nicht halten) wies Hilkes diesmal seine Tor Jägerqualitäten eindrucksvoll nach. Schade, daß er sich bisweilen in unfruchtbarem Ballhalten ergeht. Und Schäfer, dem in Cieslarczyks taktischem Konzept eine Sonderrolle zukommt, wies nach, daß er am linken Flügel mehr als nur eine Notlösung ist. Seine Sprints „aus der Tiefe" bringen Gefahr für des Gegners Tor.

Als Heinlein merkte, daß der am Ball zwar immer noch brillante, hohem Tempo auf die Dauer jedoch kaum noch gewachsene Schauß ihm nicht mehr folgen konnte, schaltete er bedingungslos auf Offensive. Nach zwei knappen Fehlschüssen (49., 53.) glückte ihm nach prächtiger Vorarbeit von Heubeck ein glanzvoller Treffer, dem jedoch Schiedsrichter Kettenbach die Anerkennung versagte. Zu Recht, denn beim Torschuss befand sich Unger im Abseits.

Kettenbach war übrigens besser als es viele Zuschauer wahrhaben wollten. Allerdings schienen die beiden Verwarnungen für Unger und Warken in der Anfangsphase übertrieben. Unerfindlich jedoch, weshalb er kurz vor der Pause beim dritten Fürther Eckball, als Torhüter Stars mit beiden Händen Unger wegstieß, auf Freistoß für Völklingen und nicht auf Strafstoß für Fürth erkannte.

Als Bergmann, wieder eindrucksvoller Libero, der allerdings beim Gegentor auch nicht gut aussah, bei einem Vorstoß im Strafraum von Martin gesperrt wurde (69.), verhängte Kettenbach - für viele überraschend - einen Strafstoß, doch scheiterte Hilkes auch im Nachschuss an dem ausgezeichneten Stars. Bedenklich, dass Fürth daheim bereits zwei Strafstöße vergab (zuvor Unger gegen Darmstadt).

Grimms solide Mittelfeldpartie verdient ebenso Anerkennung wie Klumps zähe Abwehrarbeit zunächst gegen den trickreichen Spohr und später als unerbittlicher Bewacher Hohenwarters.

Nachdem der kurz nach der Pause angeschlagene Heubeck und später Heinlein ausgewechselt worden waren, wiesen Grabmeier und Popp nach, daß sie wie eh und je dazugehören.

Konrad Vogelsang

SpVgg Fürth: Löwer - Rütten, Lausen, Bergmann, Klump - Grimm, Heinlein (80. Popp), Unger - Heubeck (77. Grabmeier), Hilkes, Schäfer - Trainer: Hans Cieslarczyk
SV Röchling Völklingen 06: Stars - Paulus, Janz, Martin, Hommrich - Scheermann, Warken, Schauß - Hohenwarter (74. Piroth), Granitza (60. Pleyer), Spohr - Trainer: Herbert Binkert
Tore: 1:0 Hilkes (7.), 2:0 Unger (9.), 2:1 Hohenwarter (22.), 3:1 Hilkes (47.), 4:1 Unger (74.)
Schiedsrichter: Kettenbach (Landau)
Zuschauer: 8000
Gelbe Karten: Unger
Gelbe Karten (Gast): Warken, Hommrich
Besondere Vorkommnisse: Stars hält Foulelfmeter von Hilkes (69.)
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