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Saison 1976/1977
11. Spieltag - So., 10.10.1976, 14:30 Uhr
SpVgg Fürth - FV 04 Würzburg
2:0 (2:0)
Die Begeisterung im Ronhof hielt sich gestern in überaus engen Grenzen, denn man konnte sich beim 2:0-Sieg über den Aufsteiger FV Würzburg 04 lediglich der Punkte wegen freuen. Ansonsten sollte man diese Begegnung möglichst bald vergessen.
Schade, daß ausgerechnet zum Höhepunkt der Fürther Kirchweih und vor einer 10000 köpfigen Zuschauer-Kulisse der Kleeblattmannschaft nicht eine jener Vorstellungen wie in den vergangenen Wochen gelang.
Die Würzburger kamen offenbar mit der Devise nach Fürth, eine Niederlage in möglichst engen Grenzen zu halten. Entsprechend war die Mannschaft eingestellt. Als Angreifer konnte man lediglich den mit der Nummer 12 erschienenen Emmerich bezeichnen. Der Exnürnberger Hiestermann, auf dessen Erscheinen man gespannt war, mußte bereits nach fünf Minuten ins Krankenhaus gebracht werden, als er von Klump gefoult worden war. Bertel, die zweite Angriffsspitze, versuchte ebenso unermüdlich wie vergeblich, Gefahr für das Fürther Tor heraufzubeschwören. Und bei „Emma" läßt sich nicht länger mehr verheimlichen: das Ende seiner Karriere ist in Sicht. Gegenspieler Lausen verlebte einen angenehmen Nachmittag.
Ansonsten orientierten sich alle Würzburger nach hinten, bildeten einen nur sehr schwer zu
durchdringenden Wall vor dem eigenen Strafraum, gegen den die Fürther immer wieder vergeblich anrannten. Kamen die Würzburger in Ballbesitz, versuchten sie mit Breitwandfußball das Tempo zu verlangsamen, die Fürther aus dem Rhythmus zu bringen, was ihnen weitgehend auch gelang. Für gelegentliche Vorstöße sorgten nur Heribert Müller und Szaule, der sich mit Rütten verbissene Duelle lieferte. Auch Sigi Grimm und Max Müller faßten sich nicht gerade mit Glasshandschuhen an.
Pech hatte Torhüter Schur. Beim 1:0 in der 12. Minute reagierte er bei einem Kopfball Hilkes" zu spät. In der 27. Minute knallte ihm Rütten aus kurzer Entfernung den Ball auf den Leib, so daß ihm eine Zeitlang die Luft wegblieb. Während der Pause klagte Schur über Schmerzen in der Nierengegend, Trainer Herbert Wenz nahm ihn deshalb aus dem Spiel.
Bei der SpVgg Fürth fehlten diesmal Frische und Schwung. Mühsam quälten sich die Spieler über die Zeit. Mag sein, daß der plötzliche Witterungsumschwung negative Auswirkungen zeitigt. Das darf allerdings nicht als Entschuldigung für die letztlich enttäuschende Gesamtleistung gelten. Nur selten gelangen Kombinationen über mehrere Stationen. Mißverständnisse schlichen sich ein. Und als dann nach einer guten halben Stunde gar die ersten Pfiffe laut wurden, wurden die Kleeblättler zusehends nervöser; es gelang dann noch weniger als zuvor.
Überaus schwer hatten es die Angriffsspitzen. Hilkes konnte sich wenigstens dann und wann von seinem routinierten Bewacher Groppe lösen. Gegen Eckert sah Heubeck auch zu Zeiten nicht gut aus, als dieser noch bei Jahn Regensburg spielte.
Kein Glück hatte diesmal Bergmann mit seinen Vorstößen. Meist blieb er hängen. Lausen konnte es sich leisten, neben der Bewachung von Emmerich wiederholt mit nach vorne zu stoßen. Sein Treffer unmittelbar vor der Pause war eine Glanzleistung, ließ er doch drei Gegenspieler aussteigen, täuschte noch den Torwart, ehe er überlegt einschoss.
Vor einem Jahr noch wäre man im Ronhof heilfroh gewesen, schlecht gespielt, aber dennoch gewonnen zu haben. Jetzt muss sich allerdings die Mannschaft im klaren sein, daß mit dem über Erwarten günstigen Tabellenplatz auch die Erwartungen der im Vergleich zum Vorjahr beträchtlich gestiegenen Zuschauer auch auf spielerischem Gebiet größer geworden sind.
Nicht zu übersehen war, daß die SpVgg Fürth derzeit etwas überfordert ist. Die Leichtigkeit, mit der sich die Spieler bewegten, und die schnellen Ballstafetten wurden gestern weitgehend vermisst. Vielleicht kommt die Pause am kommenden Wochenende gerade zur rechten Zeit, etwas verlorengegangene Substanz zurückzugewinnen.

Konrad Vogelsang

SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Lausen, Bergmann, Rütten - Grimm, Heinlein, Jensen (67. Geyer) - Heubeck, Hilkes, Schäfer - Trainer: Hans Cieslarczyk
FV 04 Würzburg: Schur (46. Scherzer) - Göbel, Endres, Groppe, Eckert - Max Müller, Szaule, Heribert Müller - Sterz, Emmerich, Hiestermann (6. Bertel) - Trainer: Herbert Wenz
Tore: 1:0 Hilkes (12.), 2:0 Lausen (45.)
Schiedsrichter: Langhans (München)
Zuschauer: 10000
Gelbe Karten: Hilkes
Gelbe Karten (Gast): Max Müller, Göbel
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