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Saison 1990/1991
11. Spieltag - Sa., 06.10.1990, 15:00 Uhr
SpVgg Landshut - SpVgg Fürth
0:0

Mit einem torlosen Unentschieden mussten sich die Fußballer der SpVgg Fürth im Auswärtstreffen beim ehemaligen Bayernliga-Rivalen SpVgg Landshut begnügen. Am Ende verloren die Fürther nicht nur einen wichtigen Zähler, sondern auch Norbert Hütter, der in der 78. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Rote Karte zu sehen bekam. Um es vorweg zu sagen: die Kleeblättler hatten bei dem einseitig leitenden Referee Michl aus Emmering alles andere als einen leichten Stand. Der Mann in Schwarz verhängte vor dem Platzverweis gegen Hütter bereits drei Zehnminutenstrafen gegen Holmeide, Sendner und Hütter, wobei Trainer Günter Gerling von teils „dummen Fouls" sprach.
Schon in der zehnten Minute kassierte Holmeide nach der ersten Attacke überhaupt eine Zeitstrafe. „Entsprechend verunsichert gingen wir dann zu Werke", entschuldigte Gerling seine Schützlinge. Am Ende bezeichnete der Kleeblatt-Coach das Ergebnis sogar als Punktgewinn: „Wenn man bedenkt, dass wir praktisch 45 Minuten lang nur mit zehn Mann spielten, muss ich mit dem 0:0 zufrieden sein." Unterdessen präsentierten sich die Franken im Landshuter Hammerbachstadion beileibe nicht als Spitzenmannschaft und blieben einiges schuldig. Während die Abwehr um den gewohnt sicheren Torhüter Roland Kastner den zuletzt doch erfolgreichen gegnerischen Angriff in Schach hielt, vermochten Mittelfeld und Sturmspitzen nicht den nötigen Druck zu entwickeln.
Freilich waren die Fürther Offensivkräfte nach den laufenden Dezimierungen immer wieder in der Abwehr beschäftigt. Neben Keeper Kastner verdienten sich David Schneider (gegen Landshuts Torjäger Grimm) und Norbert Hütter die besten Noten im Gästeaufgebot. „Diese Fürther wären heute zu packen gewesen", lautete der allgemeine Tenor im Lager der Landshuter. Spielertrainer Sepp Weiß, als Libero einer der stärksten Landshuter, trauerte zu Recht einigen überhastet vergebenen Chancen nach: „In entscheidenden Situationen fehlt uns vorne die Durchschlagskraft", bemängelte der Ex-Profi des FC Bayern München und betonte, dass er sich von den Fürthern vor allem in spielerischer Hinsicht mehr erwartet hatte. Es dauerte einige Zeit, ehe die Fürther einigermaßen ihren Rhythmus fanden. Stattdessen musste man aufpassen, um bei Möglichkeiten von Löffler und Grimm nicht in Rückstand zu geraten. In der 17. Minute allerdings bot sich den Gerling-Schützlingen eine dicke Chance, als Sendner nach einer Flanke von Hütter nur knapp am Landshuter Tor vorbeiköpfte. Wenig später riskierte Kastner gegen Warmuth Kopf und Kragen, ehe Doblinger mit einem Kopfstoß verfehlte. Kurz vor dem Pausenpfiff fand Norbert Hütter in Torwart Schmalhofer seinen Meister.
Nur wenige Glanzpunkte brachte die zweite Hälfte. Stimmung kam nur einmal auf, als plötzlich ein Rauhhaardackel über den Rasen fegte und einen rasanten Spurt hinlegte. Glück hatte später die SpVgg Fürth bei einem Kopfball von Warmuth, der nur knapp am Pfosten vorbeistrich. Kastner lag bereits geschlagen am Boden. Kurz darauf parierte Kastner einen Freistoss von Exprofi Weiß. Aussichtsreich setzte sich nochmals Oliver Zettl für die Fürther in Szene: nach einem Solo scheiterte er aber am reaktionsschnellen Landshuter Torhüter Schmalhofer. Landshut setzte nun alles auf eine Karte, zumal Hütter bei Fürth bereits endgültig des Feldes verwiesen war. Der Jugoslawe Dacic verpasste mit einem Schrägschuss, Sekunden vor dem Abpfiff kam Thomas frei vor Kastner in Schussposition und verzog.
Nach Spielende konnten sich die Gemüter im Fürther Lager nur wenig beruhigen, denn drei Zeitstrafen und fünf Gelbe Karten gegen Fürth stand nur eine einzige Gelbe Karte gegen Landshut gegenüber und es schien verständlich, dass der Schiedsrichter in die Schusslinie geriet. Trotz aller Ungereimtheiten muss sich Fürth dennoch im Angriff wieder steigern, um im Meisterschaftsrennen weitere Lorbeeren zu ernten. Oliver Zettl befand sich bei Stanglmayr in besten Händen, und auch der bislang erfolgreichste Torschütze Andreas Sendner sah kaum Land. „Wir agierten vorne zu brav, um die Landshuter Hinterreihe entscheidend aus den Angeln zu heben", resümierte auch Gerling in der Pressekonferenz. Am Ende sprachen beide Trainer von einem Duell, das die Erwartungen nicht erfüllte und in dem vornehmlich der Kampf das Geschehen prägte.

SpVgg Landshut: Schmalhofer - Scheftner, Jaeger, Stanglmayr, Weiß, Warmuth, Hof, Treimer, Grimm, Doblinger (81. Thomas), Löffler (65. Dacic) - Trainer: Sepp Weiß
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert, Lunz, Förster, Beierlorzer, Hütter, Sendner, Holmeide (23. Schneider), Hermann, Wenzl (52. Pieczyk), Zettl - Trainer: Günter Gerling
Schiedsrichter: Michl (Emmering)
Zuschauer: 500
Rote Karten (Gast): Hütter (78.)
Zeitstrafen (Gast): Holmeide (10.), Sendner, Hütter
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