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Saison 1990/1991
15. Spieltag (Nachholspiel) - Sa., 09.03.1991, 15:00 Uhr
SG Quelle Fürth - SpVgg Fürth
0:2 (0:2)
Die SpVgg Fürth ist Herbstmeister der Landesliga Mitte. Drei Monate nach Ende der Vorrunde wurde diese Tatsache beim 2:0 im Fürther Stadtderby bei der SG Quelle festgeschrieben. Erst am Samstag wurde nämlich das letzte Vorrundenspiel in Dambach nachgeholt. In der aktuellen Tabelle hat allerdings der 1. FC Nürnberg mit 32:8 Punkten die Nase vorne. Das Kleeblatt folgt auf Rang zwei (30:8) vor Post/Süd Regensburg (29:11) und dem FC Passau (27:11). Die SG Quelle folgt auf einem Mittelplatz. In der Kleeblattstadt bleiben die alten Fußballordnungen zumindest vorerst bestehen. Das wurde im Derby vor knapp 2000 Zuschauern deutlich. Die Ronhofer, deren Anhang dazu beigetragen hat, dass die Dambacher einen Zuschauer-Saisonrekord melden konnten, verfügen über die eindeutig bessere Mannschaft. Sie haben die besseren Einzelspieler und sind spielerisch und taktisch stärker.
Nicht zu übersehen ist aber, daß die SG Quelle in spielerischer Hinsicht Boden gut gemacht hat. Sie hatte sogar mehr Torchancen, konnte Schlussmann Roland Kastner aber nie ernsthaft in Verlegenheit bringen. Die alte Abschlussschwäche der Stürmer wurde wieder einmal überdeutlich. Dennoch wurde der Ausfall der verletzten Stammspieler Joachim Müller und Georg Höfler gut verkraftet. Beim Kleeblatt fehlte Verteidiger Bernd Lunz. Schon nach acht Spielminuten fiel die Vorentscheidung. Stefan Maluga, der zur Pause ausgewechselt wurde, leistete sich vor dem eigenen Strafraum einen Fehlpass. SpVgg-Mittelstürmer Oliver Zettl ließ sich dieses Geschenk nicht entgehen und schoss unhaltbar für Ersatztorwart Uwe Neunsinger ein. Entschieden war die Partie in der 39. Minute, als ein einstudierter Spielzug den 2:0-Endstand brachte. Martin Hermann zog einen Eckball von der rechten Seite zum kurzen Pfosten. Der lange Achim Beierlorzer war zur Stelle und köpfte ein.
Mit diesem Treffer waren die spielerischen Akzente beendet. Die Gäste nahmen etwas Tempo aus dem Spiel, während sich die Platzherren vor allem in der Schlussphase mit der Niederlage abgefunden haben. Einen unrühmlichen Einstand feierte beim Kleeblatt übrigens Michael Stolz, der Neuzugang aus Jena. In seinem ersten Punktspiel für die Ronhof er bekam er in der 31. Minute nach einem Foul die Gelbe Karte zu sehen. Zwei Minuten später folgte nach einem weiteren Vergehen eine Zeitstrafe. Damit war sein Einsatz beendet. Trainer Günter Gerling vermied jedes Risiko und wechselte den Mittelfeldspieler für Oldie Norbert Hütter in der 43. Minute aus. Die Mehrzahl der Zuschauer konnte zwar den Sieg ihrer Mannschaft bejubeln, optisch kamen sie aber nicht auf ihre Kosten. Ein Spielfluss kam auf beiden Seiten nie auf. Kämpferische Elemente standen im Vordergrund. Vor allem die zweite Spielhälfte bot eine einfallslose Fußball-Diät.
Trainer Günter Gerling sprach nach dem Abpfiff nicht zu Unrecht von „Übermotivation" seiner Fußballer. Nach der langen Winterpause war ein Sieg für seine Elf Pflicht. Dabei konnte niemand so recht voraussehen, zu welchen Leistungen die Spieler fähig sind. Das gilt übrigens auch für die SG Quelle. Vor der Pause hatten die Dambacher vier Torszenen, die Kleeblättler drei. Bei der SG Quelle scheiterten Knapp (2. und 15. Minute) und Prem (37. und 38.) je zweimal. Die Gäste machten es besser und nutzten ihre Möglichkeiten eiskalt aus. Nach der Pause wurde SpVgg-Torwart Kastner zweimal zu Glanzparaden gezwungen. In der 61. Minute lenkte er einen Freistoß von Frank Grimm zur Ecke. Vier Minuten später musste er sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball von Stephan Koppe unter Kontrolle zu bringen. Danach hätte der keineswegs überzeugende Schiedsrichter Georg Greipl die Begegnung getrost abpfeifen können. Nennenswerte Aktionen gab es auf beiden Seiten kaum noch. Für die „Fürther" scheiterten noch Hermann (80.) und Sendner (84.) knapp. Für die Dambacher hatte Neuzugang Bernd Hausmann Pech (85.), als er sich den Ball zu weit vorlegte. Das Ergebnis geht völlig in Ordnung, auch wenn die Tore unter Mithilfe des Gegners zustande kamen. Herausragender Mann bei den Ronhofern war Christof Pieczyk. Bei der SG Quelle wusste am ehesten Wolfgang Köhler zu gefallen. Trotz noch nicht ganz auskurierter Verletzung übernahm er die Rolle des Libero.
SG Quelle Fürth: Neunsinger - Köhler - Petermann (79. Gahlert), Thieme - Maluga (46. Hausmann), Knapp, Zessinger, Steinbinder, Grimm - Koppe, Prem - Trainer: Herbert Heidenreich
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert - Schneider, Förster - Beierlorzer, Stolz (43. Hütter), Sendner, Pieczyk (58. Auernhammer), Hermann - Ebner, Zettl - Trainer: Günter Gerling
Tore: 0:1 Zettl (8.), 0:2 Beierlorzer (39.)
Schiedsrichter: Greipl (Zwiesel)
Zuschauer: 2000
Zeitstrafen: Petermann (45.)
Zeitstrafen (Gast): Stolz (33.)
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