suche   |   kontakt  
  spieldetails   startseite » nachwuchs » frauen » regionalliga sd
Saison 2017/2018
1. Spieltag - So., 03.09.2017, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Ingolstadt 04
1:4 (0:2)

Punkte gab es für die ersatzgeschwächte Fürther Frauenmannschaft im ersten Spiel nach ihrem Aufstieg in die Regionalliga Süd nicht zu holen. Gegen den FC Ingolstadt musste sich die Elf von Trainer Schmidt mit 1:4 (0:2) geschlagen geben. Immerhin war Lara Schmidt das erste Tor in der neuen Liga gelungen.

Da die Gäste in einer sich nicht ganz überraschend auf der Autobahn befindlichen Baustelle hängen geblieben waren, begann die Partie zwischen der SpVgg und dem FC Ingolstadt mit Verspätung. „Das hat uns nicht beeinflusst“, erklärte Trainer Kevin Schmidt nach dem Spiel, der während der nicht enden wollenden Wartezeit aber nur Kopfschütteln übrig hatte, ob der Verspätung der Gäste.

Immerhin 110 Zuschauer hatten sich auf dem Trainingszentrum der Profis eingefunden, um die Premiere der SpVgg in der Regionalliga zu sehen. Es entwickelte sich zunächst eine sehr zerfahrene Partie, in der der Ball hektisch von einer Seite zur anderen sprang. Ingolstadt versuchte die Fürtherinnen zu überrennen und die wehrten sich nach Kräften und erfolgreich. Trotzdem kamen die Gäste in der 5. Minute erstmals vor das Fürther Tor und Katharina Schmittmann versuchte Torhüterin Sandra Klug zu tunneln. Mit etwas Glück setzte sich die Keeperin direkt auf den Ball und entschärfte damit die Gefahr.

Der FC blieb aktiver und zielstrebiger, Tormöglichkeiten waren jedoch – auch dank einer gut funktionierenden Fürther Abseitsfalle – Mangelware. Der erste Abschluss der weiß-grünen Fürtherinnen ließ 14 Minuten auf sich warten. Dann kam Neuzugang Nina Habenschaden erstmals zum Schuss, stellte Keeperin Maier aber vor keine Probleme. Auch eine Minute später – Lara Schmidt hatte einen langen Ball von Klug in den Lauf bekommen – blieb die Keeperin Siegerin, da sich Schmidt die Kugel zu weit vorgelegt hatte. Weitere zwei Minuten später waren es Mareike Langer und Christina Maier, die für Gefahr im Ingolstädter Strafraum sorgten, letztlich aber nicht zum Abschluss kamen.

Nach Freistößen kamen für Ingolstadt Julia Götz und für Fürth Christina Maier zum Abschluss, beide brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Der Druck der Ingolstädter nahm nun zu. Erst schlenzte Schmittmann die Kugel vorbei (27.), dann war es wieder Götz, die mit dem Ball am Fuß in den Strafraum ging. Klug, die dabei gefoult wurde, konnte die Gefahr aber einmal mehr bannen (28.). Die größte Fürther Gelegenheit hatte dann Lena Bieber, die den Ball im gegnerischen Strafraum bekam. Aus spitzem Winkel versuchte sie den Abschluss, doch Torhüterin Franziska Maier konnte in Zusammenarbeit mit Nadine Zenger den Ball gerade eben zur Ecke klären (33.).

Anschließend nutzte der FCI einen Freistoß, um in Führung zu gehen. Von kurz hinter der Mittellinie getreten, segelte die Kugel in den Fürther Strafraum, wo Ramona Maier völlig frei vor Klug stand und die Fürther Keeperin überwand (37.). Eine ähnliche Situation führte nur eine Minute später zum 0:2. Diesmal landete der lange Ball bei Vanessa Haim, die erneut alleine vor Klug stand. Die Torhüterin konnte den ersten Versuch noch parieren, war beim Nachschuss aber einmal mehr machtlos (38.).

„Ingolstadt war in vielen Punkten schneller“, merkte Trainer Kevin Schmidt an, „sie hatten schnellere Reaktionszeiten, waren schneller in den Zweikämpfen, waren robuster in den Zweikämpfen“, von einem Klassenunterschied aber, wie manch Zuschauer dies zur Pause bemerkte, wollte der Trainer zumindest spielerisch nichts wissen. „Die haben auch nur hoch und weit gespielt.“

Nach der Pause waren es erneut die Gäste, die – wenn nicht besser – so aber effektiver aus der Kabine kamen. In der 50. Minute brannte es erneut im Fürther Strafraum. Die Abwehr hatte Mühe den Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen und kaum war er etwas weiter vom Tor weg, nahm sich Zenger ein Herz und feuerte die Kugel auf das Fürther Tor. Sandra Klug reagierte und riss die Hände nach oben, konnte das Geschoss aber nicht mehr über die Latte lenken und so stand es 0:3.

Das Kleeblatt aber gab sich nicht auf. Christina Maier spielte den Ball einen Tick zu nah vor das Gästetor, so dass statt der gestarteten Nina Habenschaden die Keeperin zuerst da war und zupacken konnte. In der 65. Minute war es die eingewechselte Lena Franke, die den Ball von der rechten Seite in die Mitte zu Ann-Kathrin Wolfram legte. Diese sah, dass auf der linken Seite Lara Schmidt gestartet war und leitete die Kugel sofort weiter. Schmidt drang in den Strafraum ein und schob zum 1:3 ein. Großer Jubel beim Kleeblatt, das sich nun – auch aufgrund der vorangegangenen Minuten – jetzt im Oberwasser wähnte.

Nur zwei Minuten später verpasste es Nina Kohout gar den Anschlusstreffer zu erzielen. Daniela Held hatte einen Freistoß in den Strafraum getreten, Kohout war zum Kopfball hoch gestiegen, zielte aber um Haaresbreite am Tor vorbei. Auch die auffällige Lena Franke versuchte sich, scheiterte aber aus 25 Metern an der Keeperin (70.).

Ingolstadt verlegte sich auf das Kontern. In der 74. Minute blieb Sandra Klug gegen Katharina Schmittmann noch Siegerin, vier Minuten später hatte Klug dann wieder das Nachsehen. Diesmal hatte sich Schmittmann im Laufduell gegen Mareike Langer durchgesetzt und den Ball anschließend zum 1:4 einschießen können. Weiter versuchte die SpVgg alles, doch weder Lara Schmidt, noch Christina Maier mittels indirektem Freistoß im Strafraum konnten noch einmal am Ergebnis arbeiten.

Angesprochen auf das erste Regionalliga-Tor antwortete Schützin Lara Schmidt: „Ich kann mich schon ein bisschen darüber freuen, aber über einen Sieg hätte ich mich mehr gefreut.“ Auch sie fand aber „Wir haben gut dagegen gehalten und waren in keiner Minute unterlegen.“

Etwas freuen konnte sich auch Lena Franke, die ihren ersten Einsatz bei den Frauen in der Regionalliga absolvierte: „Es war eine gute Erfahrung zum ersten Mal in der Regionalliga zu spielen, zu sehen wie das Niveau ist und die Zweikampfhärte und ich denke ich konnte ganz gut mithalten.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl (53. Wolfram), Kohout, Held, Schmidt, Felbinger, Maier, Lang (77. Wölfel), Langer (85. Balda), Habenschaden, Bieber (63. Franke) - Trainer: Kevin Schmidt
FC Ingolstadt 04: F. Maier – Stiglmair, Rippberger (61. Reiß), Mailbeck, Götz (76. Prawda), Haim (86. Richter), Westermeier (86. Böck), Zenger, Petz, R. Maier, Schmittmann - Trainer: Florian Ächter
Tore: 0:1 R. Maier (37.), 0:2 Haim (38.), 0:3 Zenger (50.), 1:3 Schmidt (65.), 1:4 Schmittmann (78.)
Schiedsrichter: Marie-Theres Mühlbauer
Zuschauer: 110
Gelbe Karten: Kohout, Langer, Bieber
Gelbe Karten (Gast): Schmittmann
Ist uns ein Fehler unterlaufen oder könnt Ihr weitere Informationen geben?
Dann schreibt uns bitte eine E-Mail!
« zurück