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Saison 2017/2018
8. Spieltag - Sa., 28.10.2017, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FFC Wacker München
1:5 (0:1)
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Die Siege der Fürtherinnen beim SC Regensburg und dem 1. FC Nürnberg hatten der Spielvereinigung zuletzt Auftrieb gegeben und so hätte das Team von Trainer Kevin Schmidt auch selbstsicher gegen den FFC Wacker München auftreten können, der zudem auswärts noch kein einziges Tor hatte erzielen können. Doch auch die Gäste hatten einen Sieg über Löchgau „im Kreuz“ und konnten so locker aufspielen.
Nachdem die Münchnerinnen teilweise im Stau gestanden waren, hatte die Partie mit leichter Verspätung angefangen. Beide Seiten begannen etwas hektisch und so ergaben sich weder auf der einen Seite, noch auf der anderen wirkliche Torchancen. Wacker versuchte es zwar immer wieder über die linke Flanke, blieb aber stets in der Fürther Hintermannschaft stecken. Erst nach einer knappen Viertelstunde hatte sich Anja Katharina Kömpel auf der linken Seite durch kombiniert und zog aus spitzem Winkel ab. Ihr Versuch aber wurde sichere Beute von Fürths Keeperin Sandra Klug.
Hatte die SpVgg in dieser Phase das Spiel einigermaßen im Griff, erspielten sich nun die Gäste eine leichte Feldüberlegenheit. Und aus dieser schlugen sie schließlich Kapital. Bernadette Angstwurm hatte den Ball von der rechten Seite herein gebracht, wo ihn Paula Ulreich auf Lisa Flötzner ablegte. Die fackelte nicht lange und schoss aus der Drehung heraus auf das Tor. Der Ball segelte über Sandra Klug hinweg ins Netz und so stand es 0:1, der FFC Wacker München hatte sein erstes Auswärtstor erzielt (25.).   
Dieser Treffer gab den Gästen Aufwind, allerdings riskierte die Mannschaft von Trainer Stefan Schubert nicht zu viel. Da aber auch der Spielvereinigung vorne nicht viel einzufallen schien, war das Tor von Veronika Gratz zu keiner Zeit ernsthaft gefährdet. Stattdessen versuchte sich Wacker noch mit ein paar Angriffen, scheiterte aber entweder an der fehlenden Zielstrebigkeit oder der letztlich klärenden Kleeblatt-Abwehr. So plätscherte das Spiel ohne große Torraumszenen vor sich hin, bis Schiedsrichterin Davina Haupt zur Pause pfiff.
Nach dem Seitenwechsel machten die Fürtherinnen etwas mehr Betrieb. Doch bereits nach wenigen Minuten schlichen sich wieder Fehlpässe und einzelne Nachlässigkeiten ein, so dass ein geordnetes Angriffsspiel nicht entstehen konnte. Diese Fehler nutzten die Gäste schließlich dankbar aus. Bereits eine Minute nach ihrer Einwechselung war es Verena Pfeifer, die nach Kopfballweiterleitung auf das Tor von Klug zustürmte und der Keeperin keine Chance ließ.   
Nur sieben Minuten später ließ Pfeifer ihren zweiten Treffer folgen. Diesmal hatte sie einen Pass aus dem Mittelfeld bekommen und wieder konnte sie mit einem unwiderstehlichen Antritt auf Klug zustürmen. Die Keeperin kam ihr entgegen, Pfeifer spielte sie gekonnt aus und schob aus spitzem Winkel ein (73.). Damit nicht genug, legte Pfeifer noch einen drauf und schnürte neun Minuten vor dem Ende einen lupenreinen Hattrick. Wieder war Klug machtlos, als Pfeifer zum 4:0 einschoss (81.).
Lara Schmidt, die in der 65. Minute für Nadine Lang eingewechselt wurde, setzte dann immerhin noch ein kleines Zeichen. Mit einem schönen Solo hatte sich Schmidt auf der linken Seite durchgesetzt und war nach innen gezogen. Sehenswert hob sie die Kugel in das lange Eck und sorgte mit dem einzigen ernsthaften Torschuss der Fürtherinnen für den Ehrentreffer (90.).   
Die letzte Aktion gehörte dann noch einmal den Gästen. Etike Selmani war noch einmal durchgebrochen und in den Fürther Strafraum eingedrungen. Beim Versuch Sandra Klug zu umspielen holte die Keeperin Selmani von den Füßen und den fälligen Strafstoß verwandelte Sonja Kolb zum 1:5-Endstand.
Harald Schroll, der Koordinator für Frauen- und Mädchenfußball bei der SpVgg Greuther Fürth gab sich ernüchtert: „Nach den starken Leistungen in der vergangenen Woche und den Siegen in Regensburg und Nürnberg hatte ich uns schon auf dem aufsteigenden Ast gesehen, dann wieder so ein gewaltiger Rückschlag.“ Allerdings bleibt Schroll weiter ruhig: „Vom Leistungsstand her sind wir nicht weit weg von den anderen. Außerdem sind die letzten sechs, sieben Mannschaften in der Tabelle auf drei Punkte zusammen. Der Zug ist also noch lange nicht abgefahren.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl, Held, Walter, Felbinger, Schroll, Buckel (82. Wolfram), Habenschaden, Lang (65. Schmidt), Faßold (46. Langer), Bieber (75. Gulden) - Trainer: Kevin Schmidt
FFC Wacker München: Gratz – Ford, Sedlmeier, Widemann, Kömpel, Ulreich, Kolb, Flötzner (65. Pfeifer), Capoccia, Angstwurm (77. Axthammer), Schaible - Trainer: Stefan Schubert
Tore: 0:1 Flötzner (25.), 0:2 Pfeifer (66.), 0:3 Pfeifer (73.), 0:4 Pfeifer (81.), 1:4 Schmidt (90.), 1:5 Kolb (90.+2, Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Davina Haupt
Zuschauer: 50
Gelbe Karten: Buckel, Schroll, Klug
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