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Saison 2017/2018
12. Spieltag - So., 19.11.2017, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - Schwaben Augsburg
3:1 (1:0)

Noch einmal muss der Ausspruch von Stürmerin Lena Bieber zitiert werden: „gegen die Machbaren müssen wir die Punkte holen“, hatte sie gefordert und dies gelang ihrer Mannschaft am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Schwaben Augsburg. Mit 3:1 holte die SpVgg Greuther Fürth nicht nur den ersten Heimsieg, sondern auch einen wichtigen „Dreier“ im Bemühen die Klasse zu halten.
Aus Witterungsgründen fand das Spiel gegen den TSV Schwaben Augsburg auf dem Kunstrasenplatz am Sportzentrum Kleeblatt statt, auf dem zuvor die U17-Juniorinnen bereits die Klingen gekreuzt hatten. Dabei waren die Fürtherinnen als Sieger hervorgegangen. Dass die Frauen den Mädchen in nichts nachstehen wollten, machten sie von Anfang an klar. Vom Anstoß weg spielte das Kleeblatt nach vorne und die Gäste kamen kaum zum Durchatmen.
Die erste gute Gelegenheit bot sich Lena Bieber, die in der 5. Minute nach Flanke von Tina Gulden nur über das Tor zielte. Zwei Minuten später war es Katharina Vornehm, die einen Angriffsversuch der Gäste unterband und die Kugel an Nina Habenschaden weiter leitete. Diese sah die am rechten Flügel startende Gulden und servierte ihr das Leder präzise in den Lauf. Gulden brach durch. „Ich habe gesehen, dass der Ball zu mir durchrutscht, laufe dann 1-gegen-1 gegen den Keeper und versuche ihn ins lange Eck zu schlenzen. Hat dann ja auch geklappt, auch wenn es knapp war.“, beschrieb Tina Gulden das von ihr erzielte Führungstor. Knapp, weil der Innenpfosten helfen musste, um die Kugel ins Netz zu befördern. „Dann ist einfach eine Riesenlast von mir abgefallen, als ich realisiert habe, dass er wirklich drin ist“, so die Schützin weiter.
Kurz darauf hätte Lara Schmidt sogar erhöhen können, als sie sich von der Strafraumkante versuchte. Der Ball aber war nur schwer zu kontrollieren und wurde so schließlich sichere Beute von Vanessa Griebel im Augsburger Tor (11.). Nun wachten auch die Schwäbinnen langsam auf. Immer besser kamen sie ins Spiel und unterbanden die Angriffe der Fürtherinnen zunehmend. Dafür ergaben sich hin und wieder Gelegenheiten auf der anderen Seite. Erstmals zeigte sich Augsburg in der 23. Minute, als Deutscher von links auf Fischer legte, deren Schuss aber ging weit über das von Sandra Klug gehütete Tor.
Drei Minuten später musste Andrea Walter eingreifen. Wieder war es Deutscher, die den Ball in die Mitte brachte. Diesmal landete er bei Nicole Demel. Bevor diese aber abschließen konnte, war Walter mit dem langen Bein zur Stelle und konnte die Kugel zur Ecke lenken. Weitere Chancen gab es nicht. In der Folge verlagerte sich die Partie mehr und mehr ins Mittelfeld. Bis zu den Strafräumen kamen hier und da noch vielversprechende Angriffe, wirklich brenzlig wurde es aber für keine der beiden Mannschaften. In Ansätzen wirkten die Gäste dabei etwas gefälliger, doch letztlich war die SpVgg immer auf dem Posten und ließ nichts anbrennen.
Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nichts. Die Fürther verteidigten und Augsburg nutzte sich an der Kleeblatt-Defensive ab. Einen großen Aufreger gab es dann in der 52. Minute: Ann-Katrin Wolfram hatte den Ball auf Gulden gespielt und die versuchte erneut Griebel zu überwinden. Die Keeperin konnte den Schuss nicht festhalten und Gulden setzte nach. Als sie beinahe um die Torhüterin herum war, kam es zum Kontakt und die Fürtherin ging zu Boden. Doch auch heftiges Reklamieren half nichts, die Pfeife von Schiedsrichterin Lisa Manner blieb stumm.
Kurz darauf reagierte Kevin Schmidt und brachte mit Anna Buckel eine dribbelstarke Offensivkraft, was sich auch schnell bezahlt machen sollte. Kaum war Buckel auf dem Feld, gelang es der SpVgg neue Akzente zu setzen. Schon bei ihrer ersten Gelegenheit wurde es gefährlich: Andrea Walter hatte einen Ball in den Strafraum geschlagen, Buckel legte per Kopf zu Nina Habenschaden und die zog von der Strafraumkante ab. Leider aber landete ihr Ball nur auf dem Tornetz (58.).
Nun gab die Spielvereinigung aber wieder den Ton an. Tina Gulden setzte sich erneut auf der rechten Seite durch und spielte nach innen. Griebel klärte nach vorne, doch zu kurz. Der Ball landete bei Anna Buckel, die nicht lange fackelte und mit dem linken Fuß abschloss. Eine Verteidigerin blockte den Ball ab, der erneut bei Buckel landete. Sie nahm erneut Maß und versuchte es diesmal mit rechts. Erfolgreich, denn die Kugel schlug genau im rechten Torwinkel ein (60.). „Ich habe den Ball kurz angenommen und dann wohl perfekt erwischt. War ein bisschen wie im Training irgendwie. Hat einfach gepasst. War wohl auch ein bisschen Glück dabei.“, beschrieb Buckel die Szene aus ihrer Sicht.
Doppeltes Unglück für die Gäste, denn beim Versuch den Ball aus dem Winkel zu fischen knallte Torhüterin Griebel gegen den Torpfosten und musste verletzt ausgewechselt werden.
Nun lief es wieder bei den Fürtherinnen. Und erneut war es die quirlige Anna Buckel, die sich halblinks durchsetzen konnte. Mit großer Übersicht legte sie das Leder an der Torhüterin vorbei, quer zur mitgelaufenen Nadine Lang. Die Stürmerin hatte keine große Mühe und musste nur den Fuß hinhalten, um die perfekte Vorarbeit zu nutzen (71.). Unmittelbar darauf lag sogar das 4:0 in der Luft. Mareike Langer gewann durch Nachsetzen den Ball an der Seitenlinie, flankte auf Anne Buckel, deren Versuch zur Ecke gelenkt wurde. Diese kam in den Strafraum und Katharina Vornehm versuchte sich per Kopf, zielte aber knapp zu hoch.
Augsburg versuchte nun noch einmal das Unmögliche und suchte sein Heil im Angriff. In der 77. Minute war es der Innenpfosten, der für die bereits geschlagene Sandra Klug rettete, nachdem Barbara Rauch abgeschlossen hatte. Drei Minuten später aber durften die Gäste sich freuen. Die Abwehr zog diesmal gegen Demel den Kürzeren. Die Angreiferin legte vor dem Tor quer und diesmal drückte Rauch die Kugel über die Linie. Dieses Tor taugte jedoch nur zur Ergebniskosmetik, den ersten Heimsieg der Fürtherinnen konnte es nicht mehr gefährden. In der Schlussphase hatte das Kleeblatt durch Lara Schmidt, Nadine Lang und Tina Gulden sogar noch Möglichkeiten wieder davon zu ziehen, es blieb aber letztlich bei diesem 3:1-Endstand.
„Heute haben wir eine geschlossene Teamleistung gezeigt“, fand Spielführerin Sandra Klug, „und wir haben gezeigt, zu was wir als Team im Stande sind. Jede hat geschrien was das Zeug hält und ist gelaufen bis es nicht mehr ging. Dieser Erfolg sollte uns Auftrieb für das kommende Derby geben.“ Und in der Tat, die Vorzeichen sind wie vor dem Pokal-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Auch da wurde das Spiel in der Vorwoche gewonnen.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Wolfram, Kohl (57. Buckel), Held, Walter, Schmidt (83. Treuheit), Vornehm, Gulden, Langer (73. Faßold), Habenschaden, Bieber (68. Lang) - Trainer: Kevin Schmidt
Schwaben Augsburg: Griebel (62. Reißner) – Maier, Rauch, Demel, Ritz, Steppich (62. Kaufmann), Seidler, Eder (62. Schweiger), Fischer, Deutscher (71. Sahan), Knestel - Trainer: Günter Beyrle
Tore: 1:0 Gulden (7.), 2:0 Buckel (60.), 3:0 Lang (71.), 3:1 Rauch (80.)
Schiedsrichter: Lisa Manner
Zuschauer: 50
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