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Saison 2017/2018
13. Spieltag - So., 26.11.2017, 14:00 Uhr
1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth
2:0 (1:0)

Der letzte Spieltag der Regionalliga-Hinrunde führte die Frauen der SpVgg Greuther Fürth in die Nachbarstadt zum Duell gegen den 1. FC Nürnberg. Nachdem das Kleeblatt im BFV-Verbandspokal vor einigen Wochen in Nürnberg hatte gewinnen können, wollte das Team von Trainer Kevin Schmidt auch aus dem zweiten Aufeinandertreffen wieder etwas mit nach Hause nehmen. Am Ende aber mussten sich die Fürtherinnen mit 0:2 (0:1) geschlagen geben und die Heimfahrt mit leeren Händen antreten.
Die Fürtherinnen hatten damit gerechnet, dass die Gastgeberinnen – nach der Pokalniederlage – mit Wut im Bauch auf den Platz kommen würden und sofort versuchen würden, die SpVgg unter Druck zu setzen. Doch dies war zunächst nicht der Fall. Beide Mannschaften begegneten sich mit gegenseitigem Respekt und auf Augenhöhe, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte.
Den besseren Start erwischten dann tatsächlich die Gäste. Immer wieder schaffte es die Hintermannschaft den Ball zu erobern und ermöglichte dem Angriff ein mutiges Spiel nach vorne. Ein erster Abschluss von Lena Bieber aber verfehlte das Tor von Lea Paulick weit. Dann kamen auch die Nürnbergerinnen zum ersten abgeschlossenen Angriff und der geriet gleich zwingender, als der der SpVgg zuvor: Luisa Richert versuchte sich aus dem Gewühl heraus und zog ab. Ihr 25-Meter-Schuss knallte an die Oberkante der Latte und so blieb es beim 0:0.
Einschüchtern ließ sich der Tabellenletzte davon aber nicht und immer wieder gelang es den Fürtherinnen, sich durch die Deckung der Gastgeberinnen zu kombinieren und Torchancen zu kreieren. So eroberte Alicia Kohl den Ball von Richert und leitete einen Konter über Lara Schmidt und Anna Buckel ein. Buckel bediente Nina Habenschaden, deren Schuss aber die nötige Power fehlte, um Paulick von der Strafraumgrenze aus überwinden zu können. Kurz darauf verzog Kohl nach einer von Lena Bieber herausgeholten Ecke.
Die Gastgeberinnen taten sich in der Folge schwer in gute Abschlusspositionen zu kommen. Mit großer Disziplin und starker Laufbereitschaft gelang es den in Weiß und Grün spielenden Fürtherinnen immer wieder den Gegner vom Tor fern zu halten. Fernschüsse von Anna Wachal und Nastassja Lein waren alles, was die gut sortierte Abwehr zuließ.
So spielte sich das Geschehen größtenteils zwischen den Strafräumen ab, bis sich Lara Schmidt wieder durchtanken konnte. Frei im gegnerischen Strafraum schloss sie jedoch zu früh ab und so war der Winkel noch zu spitz, um die Torhüterin zu überwinden und ihr Team jubeln zu lassen.
Jubeln konnte kurz darauf der Gegner. In Unterzahl – Tina Gulden wurde gerade wegen einer Verletzung behandelt – leistete sich die SpVgg einen folgenschweren Ballverlust. Der Ball landete bei Anna Wachal und die Stürmerin jagte die Kugel aus der Drehung unhaltbar in den linken Winkel. „Der Gegentreffer war sehr bitter für uns. Eigentlich haben wir dem Gegner keine gute Aktion zugelassen, dann treffen die mit einem Traumtor zum 1:0.“, so Kevin Schmidt nach dem Spiel.
Dieses Gegentor gab den Gastgeberinnen etwas Oberwasser, das Kleeblatt hielt aber dagegen und so ging es mit diesem 1:0 in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am bisherigen Spielverlauf. Beide Teams spielten mit offenem Visier, kamen aber kaum zu klaren Torchancen. Eine aber gab es in der 52. Minute: Nach einem Foul brachte Richert den Ball in die Mitte und fand in Anna Madl eine Abnehmerin. Die Verteidigerin drückte den Ball zum 2:0 über die Linie. Bitter war dieser Gegentreffer für die SpVgg, wie Trainer Schmidt anmerkte, weil die Aktion aus einer Fehlentscheidung entstanden sei.
Wie schon nach dem ersten Tor gab auch dieser Treffer dem Gegner Rückenwind. Die Gastgeberinnen versuchten den Ball nun durch die eigenen Reihen laufen zu lassen und damit die Fürther weder in Ballbesitz, noch in Tornähe kommen zu lassen. Dieser Plan ging zunächst auch auf und das Kleeblatt tat sich schwer, sich Möglichkeiten zu erspielen. „In dieser Phase merkte man uns ein wenig an, dass die Kräfte nachgelassen haben. Aber wir haben uns noch einmal aufgerafft und mit unseren Wechseln frischen Schwung ins Spiel gebracht“, erklärte der Trainer diesen Spielabschnitt.
Auch die Nürnbergerinnen mussten ihrem Tempo mehr und mehr Tribut zollen und so suchte die SpVgg nochmals den Weg nach vorne. Nach einer Ecke von Lara Schmidt hatte die Abwehr zunächst klären können, doch die eingewechselte Laura Felbinger setzte nach und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Da dieses im Nürnberger Strafraum stattfand, zeigte Schiedsrichterin Müller auf den Punkt.
Anna Buckel legte sich die Kugel zurecht und lief an. Allerdings zielte sie eine Winzigkeit zu hoch. Der Ball prallte an die Latte und landete von dort auf dem Tornetz, anstatt darin. Folglich blieb es beim 2:0. Schmidt kommentierte diesen Fehlschuss: „Schade, dass der Ball nicht rein ging. Ich denke mit dem Anschlusstreffer wäre noch einmal mehr drin gewesen. Nürnberg war müde. Aber so ist das. Anna schießt den eigentlich gut, nur geht er eben nicht rein.“
Die SpVgg versuchte es nun mit der Brechstange und warf alles nach vorne. Dadurch ergaben sich natürlich Räume für den Gegner. So hätte das Ergebnis auch noch höher ausfallen können, denn Richert nagelte die Kugel noch ein weiteres Mal an den Querbalken und zweimal spielten die Gastgeberinnen aussichtsreiche Kontermöglichkeiten nicht konsequent aus.
Am Ende blieb es bei diesem 2:0 und der erste Regionalliga-Vergleich ging an die Nürnbergerinnen. „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und alles reingeworfen. Vor ein paar Wochen hatten wir das Abschlussglück, heute die Nürnberger.“, hielt Schmidt nach der Partie fest. „Wir mobilisieren nun alle Kräfte für die beiden letzten Spiele vor der Winterpause. Dann bin ich mir sicher, dass wir noch etwas Zählbares mitnehmen werden.“

Andreas Goldmann

1. FC Nürnberg: Paulick – Grimm, Steck, Lederer (44. Groitl), Wachal (90. Exner), Richert, Nischler, Madl, Mai, Sauer (35. Tietz), Lein - Trainer: Osman Canyaka
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl, Held, Walter (66. Felbinger), Schmidt, Buckel, Vornehm, Gulden (42. Lang), Langer (80. Schroll), Habenschaden, Bieber (66. Wolfram) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 1:0 Wachal (36.), 2:0 Madl (52.)
Schiedsrichter: Martina Müller
Zuschauer: 200
Gelbe Karten: Richert
Gelbe Karten (Gast): Vornehm
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