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Saison 2017/2018
17. Spieltag - So., 04.03.2018, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV 67 Weinberg
2:3 (1:2)
Eingeplant waren die Punkte gegen den Aufstiegsaspiranten SV Weinberg zwar nicht, nach dessen Niederlage gegen den FV Löchgau in der Vorwoche und ihrer zuletzt starken eigenen Leistung hatten die Kleeblatt-Frauen aber sicherlich insgeheim auf einen oder sogar drei Punkte gehofft. Am Ende erfüllte sich diese Hoffnung aber nicht und der Favorit setzte sich – etwas glücklich – mit 2:3 (1:2) durch.
Mit einer Änderung – Ann-Katrin Wolfram spielte für Lena Franke – ging das Kleeblatt im Vergleich zum Spiel beim TSV Crailsheim auf das Feld. Die Gäste hingegen hatten nach ihrer Heimpleite zwei Wechsel vorgenommen: Für Spielertrainerin Christina Schellenberg und Annika Kömm spielten Mara Grimm und Meike Kellermann.
Die erste Hälfte begann unruhig. Auf beiden Seiten gab es Fehlpässe und Unsicherheiten. Die ersten aber, die sich aus dieser Unsicherheit befreiten, waren dann die favorisierten Gäste. Nina Heisel hatte sich bis zur Fürther Grundlinie durchgespielt und den Ball druckvoll nach innen gelegt, wo Angelika Rößler mitgelaufen war. Unbedrängt hatte sie keine Mühe, um zur Führung einzuschieben (11.).
Auch danach beruhigte sich das Spiel nicht merklich, die Fürtherinnen aber kämpften sich mehr und mehr in die Partie. Die Folge waren wenige Torraumszenen, dafür eine von Kampfeswillen und Einsatz geprägte, intensive Begegnung. Kämpferisch nahmen die Fürtherinnen die Duelle an und hielten entschlossen dagegen. Dafür sollten sie sich auch belohnen.
Nach einer guten halben Stunde gab es Einwurf für Weinberg. Die SpVgg stellte die Gegenspielerinnen zu und machte Druck. Auch wenn es keine geplante Aktion war, landete ein Querschläger in der Mitte bei Ann-Katrin Wolfram. Die schnappte sich die Kugel, machte noch ein, zwei Schritte und schob das Leder anschließend zum nicht unverdienten Ausgleich vorbei an Torhüterin Anja Treiber in die Maschen (32.).
Es fehlte nicht viel, dann wäre dies auch der Halbzeitstand gewesen. Kurz vor dem Pausenpfiff aber gab es noch eine Einzelaktion der Gäste. Eine Angreiferin war durchgebrochen und stürmte auf das Fürther Tor zu. Torhüterin Sandra Klug musste Kopf und Kragen riskieren um zu retten was zu retten war. „Ich hatte die Möglichkeiten, entweder treffe ich dabei den Ball oder die Gegnerin“, beschrieb Klug die Szene nach dem Spiel. „In diesem Fall habe ich leider beides getroffen – leider erst Spielerin und dann den Ball.“ Gelbe Karte und Strafstoß waren die Folge und Torjägerin Nina Heisel vollstreckte anschließend zur Halbzeitführung (44.).
Nach der Pause kamen beide Teams zunächst unverändert auf das Feld zurück. Dabei waren es wieder die Gäste, die den besseren Start erwischten. Nach einem nur durch Foul zu bremsenden Vorstoß einer Weinberger Spielerin gab es Freistoß von der rechten Fürther Abwehrseite aus, ein Stück weit vor dem Strafraumeck. Meike Kellermann legte sich das Leder parat und zirkelte es in die lange Ecke. Sandra Klug sah den Ball wohl etwas spät, möglicherweise durch die Sonne geblendet, und so schlug die Kugel zum dritten Mal im Fürther Tor ein (49.).
Trainer Kevin Schmidt brachte nun mit Nadine Lang eine frische Kraft für die Offensive, zunächst war die SpVgg aber wieder hinten gefordert. Nach einer schönen Kombination durch das Mittelfeld war es Ellen Riess, die an der Strafraumkante zum Abschluss kam. Ihren Schuss aber pflückte sich Sandra Klug ohne Mühe herunter (60.). Zwei Minuten später war dann Anja Treiber im Weinberger Tor gefragt. Lara Schmidt hatte vom linken Flügel auf Nadine Lang gespielt und die vom Strafraum abgezogen. Treiber konnte die Kugel aber im Nachfassen letztlich sichern (62.).
Das Kleeblatt war jetzt am Drücker. Weinberg ließ die Fürtherinnen spielen und ruhte sich etwas auf seinem 2-Tore-Vorsprung aus. Beinahe hätte sich das in der 65. Minute gerächt. Nach einem aus der eigenen Hälfte geschlagenen Freistoß klärte die Weinberger Abwehr zu kurz. Ann-Kathrin Wolfram nahm Maß, traf aber nur den Pfosten. Von dort prallte das Leder zur gerade eingewechselten Anna Buckel, die auf Lara Schmidt durchsteckte. Die Flügelflitzerin beförderte die Kugel auch ins Tor, wurde aber wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.
Nur zwei Minuten später aber durften sich die Weiß-grünen freuen. Einen langen Ball hatte Anna Buckel auf dem linken Flügel angenommen. Über Wolfram gelangte die Kugel zu Nadine Lang, die halbrechts aus gut 16 Metern schoss. Von der Unterkante der Latte prallte der Ball zum 2:3 ins Tor und so war die Spielvereinigung wieder dran (67.).
Dies nötigte die Gäste dazu wieder etwas mehr zu tun. Mit einem Freistoß scheiterte Heisel aus gut 20 Metern an der Fürther Torhüterin (70.), die sich kurz danach noch einmal auszeichnen konnte. Wieder war es Ellen Riess, die von der rechten Seite aus in den Strafraum zog. Ihren Schuss konnte Sandra Klug mittels Fußabwehr parieren. Allerdings landete der Ball bei einer weiteren Weinbergerin, die umgehend erneut zu Riess spielte. Die versuchte es noch einmal, doch auch diesmal blieb Klug Siegerin, indem sie den Ball mit der rechten Klebe um den Pfosten lenkte (72.).
Das Kleeblatt gab sich aber weiterhin nicht auf und versuchte noch zum Anschluss zu kommen. Zunächst hatte Mareike Langer einen Ball schön auf Lara Schmidt gespielt, die das Laufduell gegen Anna Hofrichter gewann und anschließend nach innen zog. Treiber kam ihr entgegen, machte sich breit und konnte am Strafraumeck in höchster Not klären (76.). Fünf Minuten später hatte Anna Buckel eine Ecke von der rechten Seite hereingeschlagen. Die Abwehr hatte die Kugel nur mit Mühe aus der unmittelbaren Gefahrenzone gebracht, doch Buckel sicherte sich das Leder erneut. Noch einmal flankte sie in die Mitte, wo Treiber mit den Fäusten nur knapp vor der heranfliegenden Katharina Vornehm klären konnte (81.).
In der Schlussphase war es dann noch einmal Andrea Walter, die für Gefahr sorgte. Sie erlief einen langen Ball und war gerade dabei Treiber zu umkurven, als – sehr spät – die Fahne der Assistentin nach oben ging und der Abseitspfiff folgte. So blieb es bei diesem etwas unbefriedigenden 2:3 aus Sicht der Fürtherinnen. „Ich finde wir haben uns so gut wie nix vorzuwerfen. Vor allem in der zweiten Halbzeit hätten wir uns einen Punkt verdient gehabt, aber da hat dann einfach das Quäntchen Glück für uns gefehlt.“, sagte Nina Habenschaden nach dem Spiel, „Wir haben uns geärgert, dass es nicht zu mehr gereicht hat, weil wir jeden Punkt gebrauchen können, aber trotzdem haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Wolfram, Kohl, Held, Walter, Schmidt, Schroll (65. Buckel), Vornehm, Treuheit (53. Lang), Langer (85. Balda), Habenschaden - Trainer: Kevin Schmidt
SV 67 Weinberg: Treiber – A. Grimm, M. Grimm, Kellermann (67. Rabe), Brückner, Rößler (67. M. Haberäcker), Hofrichter (84. Schumann), Riess (79. Danowski), Heisel, L. Haberäcker - Trainer: Christina Schellenberg
Tore: 0:1 Rößler (11.), 1:1 Wolfram (32.), 1:2 Heisel (44., Foulelfmeter), 1:3 Kellermann (49.), 2:3 Lang (67.)
Schiedsrichter: Miriam Bloß
Zuschauer: 75
Gelbe Karten: Klug, Kohl
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