suche   |   kontakt  
  spieldetails   startseite » nachwuchs » frauen » regionalliga sd
Saison 2017/2018
18. Spieltag - So., 11.03.2018, 15:00 Uhr
Eintracht Frankfurt - SpVgg Greuther Fürth
4:0 (2:0)
Für das Auswärtsspiel beim Tabellenführer SG Eintracht Frankfurt hatte sich das Kleeblatt viel vorgenommen. Auch wenn man als Tabellenletzter im Auswärtsspiel beim Ersten nicht unbedingt die Favoritenrolle innehat, eine Außenseiterchance hatten die SpVgg-Kickerinnen in jedem Fall gesehen. Auch weil sie in der Vorwoche gegen Weinberg einen Punkt eigentlich verdient gehabt hätten. Am Ende aber mussten sich die Fürtherinnen mit einem doch recht deutlichen 0:4 (0:2) geschlagen geben.
Die Fürtherinnen stellten sich zunächst auch nicht ungeschickt an. Frankfurt versuchte zwar die SpVgg immer wieder unter Druck zu setzen, die aber wehrte sich ihrer Haut und stand sehr kompakt, was die Eintracht immer wieder vor Probleme stellte. Es sollte bis zur 10. Minute dauern, ehe Frankfurt durch Fushiki zum ersten Torschuss kommen sollte. Erst weitere zehn Minuten später war es Julia Beuth, deren Versuch zur sicheren Beute von Sandra Klug wurde.
Auf der anderen Seite war das Kleeblatt auch nicht ungefährlich. Vornehmlich waren es allerdings Standardsituationen, die die Frankfurter Abwehr herausforderten. Ein Freistoß wurde dabei besonders gefährlich, doch Nina Habenschaden und Andrea Walter behinderten sich beim Versuch die Kugel ins Tor zu befördern gegenseitig und so kullerte der Ball doch wieder nur ins Toraus.
Langsam aber steigerten sich die Gastgeberinnen und Annika Leber war alleine auf Daniela Held zugelaufen, versuchte die Verteidigerin mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen zu lassen. Als Leber im Begriff war vorbeizugehen, wurde sie von Held getroffen und kam zu Fall. Da dies im Strafraum passierte, war die Folge ein Strafstoß den Spielführerin Rosalie Sirna sicher zur Führung verwandelte (22.).
Dieser Treffer verunsicherte die Spielvereinigung ein wenig und gab dem Tabellenführer gleichzeitig mehr Sicherheit. Dennoch waren es die Fürtherinnen, die eine weitere Torchance hatten, den Ball aber nicht verwerten konnten (27.). Auch Sandra Klug im Fürther Tor vereitelte noch einmal eine gute Möglichkeit der Hessinnen. Nach zwei Freistößen, die Daniela Held in den Eintracht-Strafraum gebracht hatte, war es dann wieder die emsige Annika Leber, die sich die Kugel schnappte und einen Konter einleitete. Sie stürmte mit Tempo auf das Tor von Klug zu und diesmal hatte die Keeperin keine Chance, zu präzise platzierte Leber den Ball im Winkel. Es gab nichts zu halten und so stand es 2:0 für die Favoritinnen (34.).
Auch für den Rest der Halbzeit blieb die Eintracht die beherrschende Mannschaft und hätte kurz vor der Pause sogar noch einmal erhöhen können. Jill Fournier hatte sich gut durchgesetzt und den Ball am Fünfmeterraum quer auf Sirna gelegt, deren Schuss aber Zentimeter über den Querbalken ging (42.). Die Fürtherinnen boten zwar eine engagierte Leistung und stemmten sich gegen die starken Gastgeberinnen, die Führung zu diesem Zeitpunkt ging aber wohl in Ordnung.
Im Hinspiel hatte es ähnlich ausgesehen. Auch da war Frankfurt zur Pause mit 2:0 in Führung gelegen und hatte das Spiel weitgehend dominiert. Damals war das Kleeblatt nach dem Seitenwechsel zurückgekommen und hatte am Ende noch ein 2:2 geschafft. Warum also nicht auch diesmal? So ähnlich dürfte auch die Halbzeitansprache gelautet haben und die Mannschaft von Kevin Schmidt versuchte noch einmal zu Zählbarem zu kommen.
Aus einer bissigen und aufopferungsvoll kämpfenden Defensive heraus versuchte das Kleeblatt zum Anschluss zu kommen, und näherte sich dabei zweimal dem Tor (51. und 56. Minute). Allerdings landete keiner der beiden Versuche im Netz.
„Frankfurt hat das clever gemacht und nichts zugelassen“, lobte SpVgg-Trainer Schmidt den Gegner. „Wenn sie dann mal spielten, machten sie es überragend und zeigten, warum sie definitiv Erster sind.“ Auch wenn die Angreiferinnen der Gastgeber reihenweise in die Fürther Abseitsfalle tappten, gelang es ihnen am Ende doch die Vorentscheidung zu erzielen. Wieder war es Annika Leber, die sich im Zentrum durchsetzen und zum 3:0 vollstrecken konnte (58.). „Das war gefühlt dann ein wenig der Genickbruch was einen möglichen Punktgewinn anging“, so Schmidt, dessen Mannschaft sich aber trotzdem weiter nicht aufgab.
In der 75. Minute wären die Fürtherinnen beinahe belohnt worden. Nach einem Rückpass auf Elena Bläser, den die Keeperin mit den Händen aufnahm, gab es einen indirekten Freistoß im Strafraum. Lara Schmidt übernahm die Verantwortung, die sehr früh herausrückende Abwehr aber konnte ihren Schuss abblocken. Weiter versuchte die SpVgg zu einem Erfolg zu kommen, doch die Abschlüsse von Anna Buckel, Lara Schmidt und der eingewechselten Annasophie Jørgensen waren sichere Beute von Bläser.
Auf der anderen Seite zeigte die Eintracht dann noch einmal wie man ein Tor erzielt. Nach einigen weiteren Abseitsstellungen war es schließlich eine schöne Kombination, die zum vierten Treffer führte. Fabienne Würtele bediente Kim Ohleiser und die traf zum Endstand (87.), allerdings stand auch sie dabei wohl leicht im Abseits. Frankfurt hätte in der Nachspielzeit sogar noch auf 5:0 stellen können, doch der Schuss von Klich landete nur an der Torlatte.
Die Köpfe lassen die Fürtherinnen trotzdem noch nicht hängen. Auch wenn die Tabelle nicht wirklich gut aussieht, antwortet Stürmerin Sabrina Schroll auf die Frage, ob sie noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt habe: „Klar, die wichtigen Spieler gegen die direkten Gegner kommen jetzt. Frankfurt hat sehr gut gespielt, meiner Meinung nach die beste Mannschaft der Liga, die den Aufstieg schaffen wird, denke ich. Es war schwierig da etwas zu holen.“

Andreas Goldmann

Eintracht Frankfurt: Bläser – Würtele, Staffa, Müller, Förster – Fuse (71. Seufert), Beuth, Fushiki (61. Weber), Sirna, Fournier (46. Klich) – Leber (67. Ohlheiser)
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Wolfram (75. Franke), Kohl (62. Jørgensen), Held, Walter, Schmidt, Buckel, Vornehm, Treuheit (46. Lang), Langer, Habenschaden (82. Balda) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 1:0 Sirna (22., Foulelfmeter), 2:0 Leber (34.), 3:0 Leber (58.), 4:0 Ohlheiser (87.)
Schiedsrichter: Julia Boike
Zuschauer: 50
Ist uns ein Fehler unterlaufen oder könnt Ihr weitere Informationen geben?
Dann schreibt uns bitte eine E-Mail!
« zurück