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Saison 2017/2018
20. Spieltag - So., 25.03.2018, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SC Regensburg
1:2 (1:1)
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Im Kampf um den Klassenerhalt musste unsere 1. Frauenmannschaft einen empfindlichen und schmerzlichen Rückschlag hinnehmen. Trotz erneut bärenstarker Leistung musste sich das Team um Spielführerin Lara Schmidt gegen den SC Regensburg am Ende mit 1:2 (1:0) geschlagen geben.
Bis auf eine Position setzte Trainer Kevin Schmidt bei seiner Aufstellung auf die Elf, die gegen den FV Löchgau vor Wochenfrist einen starken und wichtigen Sieg eingefahren hatte. Und auch der eine Wechsel war unfreiwillig, denn gegen Löchgau verletzte sich Torhüterin Sandra Klug, so dass sie nicht auflaufen konnte. Für sie hütete Anne Engler das Tor.
Engler bekam zu Beginn auch gleich einiges zu tun, denn in den ersten Minuten gab es eine Serie aus gleich drei Eckbällen in Folge, die die Fürther Torhüterin und ihre Abwehrkolleginnen beschäftigten. Langsam aber befreite sich die SpVgg aus dem anfänglichen Würgegriff der Regensburgerinnen und fanden selbst ins Spiel. In der 10. Minute tauchte Anna Buckel erstmals vor dem Gästetor auf, allerdings hatte Keeperin Katja Hubeny aufgepasst und war rechtzeitig zur Stelle.
Trotzdem gehörte die erste halbe Stunde eher dem Gegner. In der 12. und 15. Minute musste Engler eingreifen um Möglichkeiten zu unterbinden, allerdings waren diese Abschlüsse auch nicht so gefährlich, dass die Keeperin ernsthaft in Schwierigkeiten gekommen wäre. Durchatmen dann aber in der 19. Minute als sich Toni Tewes gegen Lena Franke durchsetzen hatte können. Von der Grundlinie legte sie auf die mitgelaufene Lisa Beer ab, doch die schoss freistehend über das Fürther Tor.
Zehn Minuten später vergaben die Regensburgerinnen erneut eher kläglich, als diesmal Katharina Markl freistehend verzog. Kurz zuvor wäre allerdings fast die SpVgg in Führung gegangen. Sabrina Schroll hatte den Ball im Mittelfeld erobert und zu Lara Schmidt auf den linken Flügel gespielt. Schmidt ging bis zur Grundlinie durch und legte auf Nadine Lang zurück. Deren Schuss konnte eine Abwehrspielerin blocken, der Ball landete aber direkt bei Katharina Vornehm, die ihn postwendend von der rechten Seite wieder in den Strafraum flankte. Dort war inzwischen auch Sabrina Schroll angekommen, doch die Stürmerin verpasste den Ball um wenige Zentimeter.
Nach 30 Minuten vergab Marina Keilholz noch eine Möglichkeit, ehe der SC dann doch in Führung ging. Ina Schlosser hatte einen langen Ball auf den rechten Flügel geschlagen. Tewes bediente Sarah Edelbauer und die musste nur noch einschieben. Dieser Treffer hätte aber niemals zählen dürfen, denn Tewes war beim Zuspiel buchstäblich meterweit abseits gestanden.
Fürth ließ sich durch den Gegentreffer aber nicht beeindrucken und es dauerte nur wenige Minuten bis das Kleeblatt ausgleichen konnte. Alicia Kohl hatte Nadine Lang in Szene gesetzt, die von rechts in den Strafraum ging und das Leder cool an Hubeny vorbei ins lange Eck setzte (34.). Beinahe wäre das Kleeblatt sogar mit einer Führung in die Pause gegangen, doch zunächst konnte die Abwehr einen Schuss von Lara Schmidt zur Ecke klären (41.) und nach einer weiteren Ecke war es Andrea Walter, die per Kopfball knapp am langen Pfosten vorbei köpfte (43.).
Wie auch schon im ersten Durchgang gehörten die ersten Minuten der zweiten Halbzeit dem SC Regensburg und diesmal konnte der SC daraus auch Kapital schlagen. Kaum wieder auf dem Feld war es Tewes, die den Ball von der rechten Seite in den Fürther Strafraum gespielt hatte. Dort flipperte die Kugel unkontrolliert umher, ehe die gerade eingewechselte Susanne Waitz den Ball irgendwie über die Linie bugsierte (47.).
Zwei Minuten später war es der Innenpfosten, der beim Schuss von Keilholz einen höheren Rückstand verhinderte. Gleichzeitig war dies aber auch die Szene, die die gute Phase der Regensburgerinnen beendete. Nur eine Minute später hatte Buckel Lang bedient, doch Hubeny hatte aufgepasst und klaute der Stürmerin den Ball noch vom Fuß. In der 58. Minute hatte Vornehm in den Strafraum geflankt. Schroll ließ durch, doch wieder war es die Regensburger Torhüterin, die einen Tick vor der einschussbereiten Lara Schmidt am Ball war.
Trainer Schmidt wollte nun eine frische Angreiferin bringen und Annasophie Jørgensen betrat den Platz. Schiedsrichterin Adelsberger schickte den „Dänischen Pfeil“ aber gleich postwenden wieder auf die Bank, wo sie sich ihr weißes Unterziehhemd ausziehen musste, da dies nicht zur grünen Trikotfarbe passte. Delikate Randnotiz: Bei gleichen Maßstäben hätte sich der größte Teil der Regensburger Mannschaft ebenfalls umziehen müssen, denn deren weiße und schwarze Unterhemden passten ebenfalls nicht zum Rot ihrer Trikots.
Auch ein paar Minuten später war Adelsberger wieder Ziel des Fürther Unmuts, denn ein Foulspiel von Kathrin Fink an Anna Buckel hatte sie nicht abgepfiffen, eine ähnliche Aktion auf der anderen Seite aber sofort mit Freistoß geahndet. Besonders ärgerlich, Buckel wäre in dieser Situation durch gewesen und hätte alleine auf das Tor zugehen können. Das Kleeblatt aber zeigte große Moral und gab sich nicht auf. Immer wieder spielte die Schmidt-Elf nach vorne und wäre die stark spielende und omnipräsente Kathrin Fink nicht gewesen – sie hatte ja selbst eine Zeit das Kleeblatt-Trikot getragen – wäre die SpVgg wohl längst zum Ausgleich gekommen.
Zwar versuchte der SC noch mittels Kontern zu Entlastung zu kommen, das Spiel lief aber längst nur noch auf ein Tor: das der Regensburgerinnen. In der 81. Minute kamen nach einer Ecke gleich vier Spielerinnen im SC-Strafraum zum Abschluss, doch immer wieder war irgendein Körperteil im Weg, so dass hier und auch zwei Minuten später beim Versuch von Mareike Langer kein Tor fallen wollte.
In den Schlussminuten riskierten die Fürtherinnen alles. Torhüterin Anne Engler hatte ihre Mütze weggeworfen und war nach vorne geeilt. Der Druck wäre beinahe noch belohnt worden: In der 89. Minute hatte Kohl auf den Flügel zu Schmidt gelegt. Die flankte in die Mitte, Buckel verlängerte per Kopf auf den zweiten Pfosten wo Lara Treuheit nicht lange fackelnd abzog. Katja Hubeny zeigte aber eine Glanzparade und lenkte den Ball mit den Fingerkuppen über die Latte.
„Das Tor war wie zugemauert“, sagte Lara Schmidt nach dem Spiel. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht ganz da, nicht konsequent genug und haben zu wenig Fußball gespielt, in der zweiten dann die ersten Minuten verschlafen. Danach hat uns das Glück gefehlt.“
Ihr Trainer stieß in das gleiche Horn: „Ich finde, wir haben das schon gut gemacht. Natürlich waren das megabittere Gegentore. Beim ersten, bei allem Respekt, erwarte ich einfach, dass man eine Abseitsstellung von fünf Metern erkennt. Selbst hatten wir dann zahlreiche Möglichkeiten um den Ausgleich zu machen. Macht man sie nicht rein, gewinnt man nicht.“ Sein Blick richtet sich allerdings schon wieder nach vorne: „Mund abwischen und dann bei Wacker München gewinnen, da haben wir eh was gut zu machen.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Engler – Kohl, Walter, Schmidt, Wolfram, Schroll (76. Treuheit), Buckel, Vornehm, Langer, Franke (56. Held), Lang (62. Jørgensen) - Trainer: Kevin Schmidt
SC Regensburg: Hubeny – Falter (46. Egner), Edlbauer (46. Waitz), Beer (81. Schelter), Schlosser, Tewes, Fink, Dietl (66. Brunner), Keilholz, Markl, Claus - Trainer: Birgit Fellner
Tore: 0:1 Edlbauer (31.), 1:1 Lang (34.), 1:2 Waitz (47.)
Schiedsrichter: Silke Adelsberger
Zuschauer: 80
Gelbe Karten: Schroll
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