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Saison 2017/2018
21. Spieltag - So., 08.04.2018, 15:15 Uhr
FFC Wacker München - SpVgg Greuther Fürth
3:2 (1:0)

„Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch das Pech dazu“, dieses geflügelte Wort fasst die Niederlage der SpVgg Greuther Fürth beim FFC Wacker München wohl ganz gut zusammen. Trotz erneut guter Leistung muss sich das Kleeblatt erneut knapp geschlagen geben und hatte nach den 90 Minuten allen Grund zu hadern. Am 3:2-Endstand aber konnte dies alles nichts ändern.

Zwar begannen die Gastgeberinnen etwas munterer als das Kleeblatt, es dauerte aber nur wenige Minuten, ehe auch die SpVgg in der Partie angekommen war. Bis dahin hatte Wacker zwar mehr von der Begegnung, konnte diesen Vorteil aber nicht nutzen. Die erste Möglichkeit bot sich dann auch den Gästen: Anna Buckel hatte den Ball im Mittelfeld erobert und quer zu Sabrina Schroll gelegt. Deren Abschluss konnte Veronika Grat parieren, den Nachschuss setzte Lara Treuheit anschließend knapp über das Gebälk (9.).

Die Münchnerinnen versuchten sich immer wieder mit langen Bällen in die Spitze, wirklich brenzlig wurde es für das von der wieder genesenen Sandra Klug gehütete Fürther Tor aber nicht. Auf der anderen Seite sah das schon anders aus. Nach einem schönen Doppelpass mit Alicia Kohl war es Anna Buckel, die freistehend vor Gratz vergab (17.). Das Bild blieb so: Wacker hatte mehr vom Spiel, das Kleeblatt die besseren Chancen.

Sechs Minuten später war es wieder Anna Buckel, die die Chance zur Führung hatte, diesmal hatte eine Verteidigerin noch den Fuß am Ball und konnte diesen knapp am Tor vorbei zur Ecke lenken. Diese kam in den Strafraum auf Ann-Kathrin Wolfram, deren Kopfball erneut knapp am Ziel vorbei ging.

Einen großen Aufreger gab es nach einer halben Stunde: „Lara Schmidt geht mit Tempo in den Strafraum, von der Mitte kommt die Gegenspielerin und trifft nur die Lara die frei vorm Tor stand.“, beschrieb Sabrina Schroll die Szene und kommentierte: „Warum die Schiedsrichterin da nicht gepfiffen hat verstehe ich nicht“. Damit ist bereits gesagt, dass Schiedsrichterin Melissa Joos das klare Foulspiel nicht ahndete und dem Kleeblatt damit die Möglichkeit nahm, in Führung zu gehen.

Fünf Minuten später war Joos wieder im Mittelpunkt des Fürther Ärgers. Diesmal übersah sie ein klares Handspiel von Lisa Flötzner. Die Pfeife blieb erneut stumm und das anschließende Durcheinander im Fürther Strafraum nutzte schließlich Verena Pfeifer um freistehend zum 1:0 einzuschießen (35.). Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Kabinen.

Kaum wieder auf dem Platz folgte der nächste Nackenschlag für die Schmidt-Elf. Von der linken Seite flankte Sarah Axthammer in die Mitte. Diese Flanke aber verunglückte so, dass sie zur Überraschung aller ins Tor ging. „Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht gemacht. Dann bekommst du ein Gegentor dem ein Handspiel voraus geht, bekommst einen Elfmeter nicht und dann bekommst du als 2:0 eine verunglückte Flanke die direkt ins Tor geht“, klagte Andrea Walter nach dem Spiel über diese Phase der Partie.

Doch aufgeben kam nicht in Frage. Beinahe im Gegenzug war es Sabrina Schroll, die die SpVgg wieder zurück ins Spiel brachte. Anna Buckel hatte sich durchgesetzt und von der Grundlinie präzise nach innen geflankt. Am Fünfmeterraum musste die Stürmerin nur noch den Kopf hinhalten und konnte zum 2:1 vollstrecken (49.). Beide Teams hatten im Anschluss gute Möglichkeiten, doch sowohl Wacker als auch das Kleeblatt vergaben zunächst.

Erst in der Schlussphase gelangen noch einmal Tore. Nadine Lang flankte in der 80. Minute in den Strafraum. Dort konnte die Verteidigung nicht klären und Anna Buckel nutzte die Gelegenheit um vom Elfmeterpunkt abzuziehen. Der Ball ging ins Tor und der Ausgleich war geschafft.

Die Fürtherinnen versuchten nun alles, um das Momentum zu nutzen und doch noch einen – nicht unverdienten – Sieg zu holen. Der Schuss aber ging letztlich buchstäblich nach hinten los. In der 89. Minute geriet ein Freistoß aus der eigenen Hälfte zu kurz, Wacker konnte sich den Ball sichern und den Konter starten. Sandra Klug stand am Ende als letztes Bollwerk gegen zwei Gegenspielerinnen und war machtlos, als Lisa Flötzner zum entscheidenden 3:2 vollstreckte.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben ein tolles Fußballspiel gemacht, immer gekämpft und nie aufgegeben.“, hielt Trainer Kevin Schmidt nach dem Spiel fest. Doch auch er ließ seinen Emotionen freien Lauf: „Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir haben den besseren Fußball gespielt und müssen - und die Betonung hier liegt wirklich auf müssen - mit 3:0 führen. Wir haben eigentlich nichts zugelassen und dann kriegen wir ein Tor was nicht zustande kommen darf wegen Handspiels. Das 2:0 - ein Glückstreffer! Dann kommen wir aber mit tollem Kampf und einer Riesenmoral wieder zurück und gleichen aus. Zum Schluss haben wir dann aufgemacht um unbedingt zu gewinnen.“

Andreas Goldmann

FFC Wacker München: Gratz – Sedlmeier (53. Ford), Gahr, Widemann, Dietsch (61. Mayer), Pfeifer (57. Kömpel), Kolb, Flötzner, Axthammer, Schaible, Selmani - Trainer: Stefan Schubert
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl (69. Lang), Held, Walter, Schmidt, Wolfram, Schroll, Buckel, Treuheit (75. Vornehm), Langer, Franke (75. Balda) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 1:0 Pfeifer (33.), 2:0 Axthammer (48.), 2:1 Schroll (49.), 2:2 Buckel (80.), 3:2 Flötzner (89.)
Schiedsrichter: Melissa Joos
Zuschauer: 60
Gelbe Karten: Sedlmeir
Gelbe Karten (Gast): Kohl
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