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Saison 2017/2018
22. Spieltag - So., 15.04.2018, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV Frauenbiburg
3:2 (1:2)
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Mit dem 3:2 (1:2)-Heimsieg über den SV Frauenbiburg wahrt die SpVgg Greuther Fürth ihre Chancen auf den Klassenerhalt in der Regionalliga. Zweimal musste die Schmidt-Elf einen Rückstand verdauen, ehe Ann-Kathrin Wolfram der entscheidende Treffer gelang. Damit beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz noch sieben Punkte.

Es waren aber eindeutig die Gäste, die bei herrlichem Fußballwetter auf dem Hans-Lohnert-Sportplatz besser in die Partie starteten. Das Kleeblatt agierte nervös und hektisch, leistete sich in der Anfangsphase den ein oder anderen Fehler und wurde dafür beinahe früh bestraft. Eine dieser Schwächen nutzte Frauenbiburg nämlich um den Ball erstmals im Fürther Tor unterzubringen, doch die Assistentin hatte die Fahne oben und eine Abseitsstellung erkannt.

Kurz danach erneutes Durchatmen, als Sandra Klug unter einer Ecke hindurch segelte. Den Schuss einer Gästespielerin konnte Lara Schmidt aber blocken. Danach klappte es hinten etwas besser, nach vorne aber gelang es der Spielvereinigung kaum für Entlastung zu sorgen. Immerhin ließ die Zielstrebigkeit nun auch bei den Gästen nach, so dass sie in den ersten Minuten zwar feldüberlegen waren, aber auch nicht zu klaren Chancen kamen.

Dies änderte sich in der 16. Minute: Laura Wagenhuber hatte die rechte Abwehrseite vernascht und geflankt. Eine Stürmerin schoss auf das rechte untere Eck, doch Klug war schnell genug unten um schlimmeres zu verhindern. Drei Minuten später hatte die Keeperin dann aber das Nachsehen. Wieder hatte Wagenhuber nach innen geflankt. Anja Riebesecker war plötzlich frei vor Klug aufgetaucht und konnte die Kugel durch Klugs Beine ins Tor befördern (19.).

Dieses Tor zeigte Wirkung – allerdings nicht die, die sich die Gäste vermutlich erhofft hatten: Nahezu im direkten Gegenzug gab es unweit der Seitenlinie Freistoß für die SpVgg nach einem Foul an Nadine Lang. Daniela Held zog die Kugel direkt auf das Tor, wo Teresa Oberendfellner sie nicht festhalten konnte. Anna Buckel war zur Stelle und drückte den Ball zum Ausgleich über die Linie (20.). Dieser Treffer tat dem Kleeblatt gut, denn langsam kam die Schmidt-Elf nun besser ins Spiel.

Nach einer guten halben Stunde hatte sich Lara Schmidt links durchgewuselt und auf Schroll abgelegt. Das Geschoss der Stürmerin konnte Oberendfellner gerade noch um den Pfosten drehen. Auch zwei Minuten später war die SV-Torhüterin gefordert um den Drehschuss von Ann-Kathrin Wolfram zu halten. Die Fürtherinnen schienen das Spiel nun im Griff zu haben, allerdings sollte dieser Eindruck täuschen, denn ohne große Not brachte sich die SpVgg selbst wieder in Schwierigkeiten. Ein Fehlpass in der Abwehr, direkt auf Riebesecker brachte die Stürmerin in eine hervorragende Abschlussposition. Nach ein paar Schritten zog sie ab. Klug war zwar noch dran, streckte sich aber vergeblich und so musste die Spielvereinigung erneut einem Rückstand hinterher laufen.

Wie schon beim ersten Mal steckte die Heimelf diesen Rückstand aber erstaunlich gut weg. Die Belohnung folgte schon kurz nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Ann-Kathrin Wolfram hob den Ball im Steilfeuer über die gegnerische Viererkette. Lara Treuheit und Nadine Lang waren parallel gestartet, durchbrachen die Abwehrreihe und Lang bugsierte die Kugel schließlich mit dem linken Fuß über die herauslaufende Keeperin hinweg ins Tor (49.).

Auch danach spielte fast nur die SpVgg. Nur einmal feuerte Yvonne Dengscherz einen Schuss auf das Kleeblatt-Tor ab, der Ball wurde jedoch zur Ecke abgefälscht (56.). Auf der anderen Seite vergaben Schmidt und Wolfram Gelegenheiten und auch Nadine Lang gelang es nicht die Führung zu erzielen, als sie einen erneut von der Keeperin abprallenden Ball nicht ins Tor bringen konnte (62.).

Erfolgreicher war anschließend Ann-Kathrin Wolfram. Nach einem Eckball klärte die am linken Pfosten stehende Lea Hochholzer noch auf der Linie einen Kopfball von Andrea Walter. Die Kugel aber prallte aus dem Strafraum direkt zu der in zweiter Reihe lauernden Wolfram. Die legte sich das Leder zurecht und schlenzte es aus 18 Metern zielgenau ins linke „Gamberla“ (70.). Plötzlich führte das Kleeblatt – und das nicht unverdient.

Nun aber machten die Gäste gehörig Dampf. Sieben Minuten nach der Führung musste die eingewechselte Katharina Vornehm klären und wehrte per Kopf eine Flanke von Viola Leibold auf Anja Riebesecker ab. Sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit fälschte die Abwehr einen Schuss zur Ecke ab, drei weitere Zeigerumdrehungen später war es ein langer Ball, der die SpVgg in Bedrängnis brachte. Dieser ging zwar nicht auf das Tor, aber Riebesecker hätte ihn beinahe erlaufen. Klug warf sich in den Ball und fischte ihn vor der Stürmerin herunter. Die aber konnte nicht mehr bremsen und traf die Torhüterin mit dem Fuß am Brustkorb, so dass Klug behandelt werden musste. Wieder einmal – derartige Zusammenstöße haben bei Sandra Klug ja beinahe schon Tradition – zeigte die Torhüterin Nehmerqualitäten, biss auf die Zähne und spielte die Partie zu Ende.

Auch die letzte Möglichkeit gehörte den Gästen, als Martina Hofmann nach einer Ecke links am Tor vorbei schoss. Nach dem Abpfiff konnten sich die Fürtherinnen über einen hart erarbeiteten und verdienten Sieg freuen. So auch Spielführerin Sandra Klug: „Wir haben uns für die letzten Wochen endlich belohnt und auch den Zuschauern gezeigt, dass wir es können.“

„Das Siegtor gestern schießen zu dürfen, war einfach megaschön. Das war aber im Grunde genommen die Krönung für das richtig gute Training, das wir in den letzten Wochen hatten.“, freute sich Ann-Kathrin Wolfram am Tag nach dem Sieg. „Für unser Team war der Erfolg total wichtig. Wir haben uns noch nicht abgeschrieben, glauben trotz der Rückschläge in den letzten Spielen noch an den Klassenerhalt. Und gestern das Spiel hat mal wieder gezeigt, dass wir in diese Liga passen. Und das gibt natürlich nochmal neuen Aufschwung.“

Trainer Kevin Schmidt war ebenfalls glücklich und sieht es ganz ähnlich wie seine Spielerinnen: „Die Mannschaft betreibt Woche für Woche einen enormen Aufwand. Die letzten Wochen haben wir viele gute Spiele gemacht, konnten uns dafür aber nicht belohnen. Heute haben wir nicht den besten Fußball gespielt, aber jede Einzelne ist an ihre Grenzen gegangen und mit Willen, unheimlicher Kampfleistung und Entschlossenheit haben wir uns den Sieg erarbeitet. Jeder Rückschlag der uns trifft, macht die Mannschaft im Moment nur noch stärker. Auch heute sind mit Alicia Kohl und Lena Franke wieder zwei Spielerinnen kurzfristig ausgefallen, so dass Steffi aus der U17 einspringen muss - und sie hat ihren Job richtig gut gemacht. Wir lassen uns nicht unterkriegen und machen immer weiter. Das macht mich sehr stolz.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Held, Walter, Schmidt, Wolfram, Schroll (88. Hau), Buckel, Treuheit (75. Büttner), Balda (64. Vornehm), Langer, Lang - Trainer: Kevin Schmidt
SV Frauenbiburg: Oberendfellner – Kammermayer (75. Leibold), Wutz, Hochholzer, Wagenhuber, Hofmann, Höllrigl, Riebesecker, Zimmermann, Wimmer, Dengscherz - Trainer: Nina Mittrop
Tore: 0:1 Riebesecker (19.), 1:1 Buckel (20.), 1:2 Riebesecker (40.), 2:2 Lang (49.), 3:2 Wolfram (70.)
Schiedsrichter: Friederike Straub
Zuschauer: 120
Gelbe Karten: Schroll
Gelbe Karten (Gast): Wimmer, Dengscherz
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