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Saison 2017/2018
24. Spieltag - So., 29.04.2018, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SC Sand II
2:1 (0:1)

Bei sommerlichen Temperaturen gelang der SpVgg Greuther Fürth ein 2:1-Heimsieg über den SC Sand II. Tat sich das Kleeblatt im ersten Durchgang noch schwer ins Spiel zu finden, geht der Sieg aufgrund einer deutlich verbesserten zweiten Hälfte durchaus in Ordnung. Allerdings ändert dieser Erfolg nichts mehr daran, dass die SpVgg Greuther Fürth an diesem Wochenende in die Bayernliga abgestiegen ist.

Den ersten Akzent setzten die Gegner. Schon in der zweiten Minute gab es Freistoß für den SC Sand auf halblinker Position, kurz vor dem Fürther Strafraum. Die Gästespielerin setzte diesen krachend an den linken Pfosten, von wo aus das Leder ins Toraus sprang. Glück für die SpVgg, die aber schnell zu einer Antwort kam. Anna Buckel hatte Mareike Langer auf der linken Seite steil geschickt und die drang in den Sander Strafraum ein. Bei ihrem Abschluss stand ihr allerdings Keeperin Baum im Weg, die den Schuss abwehren konnte.

Ab da spielte aber fast nur noch der Gast. Marine Campos hatte in der 10. Minute eine Flanke scharf in den Strafraum gezogen, die Sandra Klug aber sichern konnte. Nur eine Minute später die nächste gute Chance für den SC Sand: Einen Diagonalschuss von der linken Angriffsseite konnte Sandra Klug noch berühren und dem Ball damit viel an Energie rauben. Francesca Hau war zur Hilfe geeilt und konnte den Ball dann endgültig klären.

Die SpVgg kam nur selten zu Entlastungen. Ein Angriff von Buckel blieb harmlos und schon ging es wieder in die andere Richtung. Sabrina Schroll und Francesca Hau konnten einen Angriff über die linke Abwehrseite nicht stoppen und in der Mitte konnte eine Fürtherin die Flanke gerade noch vor einer heranfliegenden Gästespielerin zur Ecke klären (24.). Nur mit Mühe gelang es den Fürtherinnen die Gäste vom eigenen Tor fern zu halten, denn besonders im Mittelfeld waren doch einige Lücken, die es dem Gegner ermöglichten immer wieder in Ballbesitz zu kommen.

Die Zahl der Angriffe nahm aber etwas ab, nicht jedoch die Wirksamkeit. In der 42. Minute war es ein weiter Einwurf, der bei Melina Stocks landete. Diese konnte bis zur Grundlinie durchgehen und in die Mitte flanken. Diesmal war am zweiten Pfosten Laurene Marjorie Leopoldes zur Stelle und köpfte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen. Beinahe hätte Christine Veth kurz vor dem Pausenpfiff noch erhöht, doch Sandra Klug bewies Nervenstärke und am Ende dieses Duells schob Veth den Ball rechts an Klug und Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Fürtherinnen stärker aus der Pause auf den Platz zurück. Mareike Langer hatte sich rechts durchgesetzt und auf die mitgelaufene Anna Buckel abgelegt. Diese flankte vom Strafraumeck auf das Tor, wo sich Lara Treuheit in die Flugkurve warf. Mit dem Kopf kam sie an den Ball, doch die Keeperin bekam noch die Hand an den Ball und konnte diesen zur Ecke lenken (49.).

Beinahe hätte es sich gerächt, dass Treuheit diese Chance zum Ausgleich liegen gelassen hatte, denn vier Minuten später scheiterte Veth noch einmal an Klug. Die Angreiferin war von rechts in Klugs Strafraum eingedrungen, die Keeperin blieb wieder lange stehen und konnte Veth den Ball schließlich vom Fuß klauen (53.).

Letztlich kam die SpVgg aber doch zum inzwischen durchaus nicht unverdienten Treffer, denn im zweiten Durchgang war man dem SC Sand doch zumindest ebenbürtig. Anna Buckel hatte einen langen Ball von Katharina Vornehm aufgenommen und war in den Strafraum gelaufen. Dort packte sie eine Verteidigerin und setzte zuviel Körper ein. Die Fürtherin ging zu Boden und Schiedsrichterin Weidenhiller erkannte zurecht auf Strafstoß. Die Verantwortung dafür übernahm Sabrina Schroll und die ließ sich nicht zweimal bitten. Mit dem rechten Fuß hob sie das Leder rechts oben ins Ziel und konnte  sich als Torschützin feiern lassen (59.).

Dieser Treffer schockte Sand und beflügelte die Fürtherinnen. Auch wenn Leopoldes noch einen Torschuss abgab, der neben das Gehäuse ging, war den Gästen anzumerken, dass Kraft und Zielstrebigkeit stark nachließen. Nach einer guten Stunde bediente Sabrina Schroll aus dem rechten Halbfeld Anna Buckel. Die nahm die Kugel an, ging mittig noch ein paar Schritte auf das Tor zu und schob das Leder an der herauskommenden Baum vorbei zur Führung ein (66.).

Noch etwas verhalten war der Jubel, noch zu viel Zeit war auf der Uhr. Weiter aber blieb die SpVgg spielbestimmend. Die Gäste verzweifelten mehr und mehr an der leidenschaftlich kämpfenden Fürther Mannschaft und der eigenen Fehler. Zweimal war es Veth, die den Ball nicht unterbringen konnte (71., 72.), einmal konnte Leopoldes den Ball von ihrer Brust nur in die Handschuhe von Sandra Klug abtropfen lassen (78.).

Beinahe hätte die SpVgg sogar noch erhöht, doch der Kopfball von U17-Spielerin Leonie Schramm nach einer Buckel-Ecke landete in den Händen von Baum (83.). In der Schlussminute und der Nachspielzeit hatten dann noch einmal Andrea Walter, die weit über das Tor schoss, Anne Engler und Katharina Auer die Möglichkeit zu erhöhen, am Ende blieb es aber bei diesem unter dem Strich nicht unverdienten 2:1-Heimsieg.

„Wir haben heute die erste Halbzeit echt schlecht gespielt – zuwenig Bewegung, Angst gehabt die Bälle mutig zu spielen.“, befand Trainer Kevin nach dem Sieg. „Das haben wir in der Pause angesprochen und in der zweiten Halbzeit besser gemacht.“ Der Elfmeter sei dann der endgültige Türöffner gewesen. „Ich weiß nicht mal, ob das ein Elfmeter war. Foul ganz klar, aber ich dachte das wäre außerhalb gewesen“ - „Nein, ganz klar im Strafraum. Die hat mich da runter gezogen. Ganz klar drin“, half ihm Anna Buckel umgehend aus.

Etwas bitter ist, dass die SpVgg trotz des Sieges jetzt definitiv als Absteiger feststeht, da der FV Löchgau gegen Schwaben Augsburg mit 7:1 gewann und der Abstand damit zu groß ist, als dass er auch rechnerisch noch aufholbar wäre. Damit gerechnet den Klassenerhalt zu schaffen hatte wohl schon länger niemand mehr beim Kleeblatt, und das obwohl die Leistung in den letzten Wochen – auch im Hinblick auf das gigantische Verletzungspech – immer aller Ehren wert war.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl, Schramm, Held, Walter, Schroll (86. Engler), Buckel, Vornehm, Treuheit (80. Auer), Langer, Hau (63. Arnold) - Trainer: Kevin Schmidt
SC Sand: Baum – Hertenstein (78. Hurst), Ebner (55. Streif), Veth, Huenerfauth, Stocks, Leopoldes, Campos, Schneider, Kurek, Angel
Tore: 0:1 Leopoldes (42.), 1:1 Schroll (59., Foulelfmeter), 2:1 Buckel (66.)
Schiedsrichter: Sigrid Wild
Zuschauer: 40
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