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Saison 2017/2018
25. Spieltag - So., 06.05.2018, 14:00 Uhr
Schwaben Augsburg - SpVgg Greuther Fürth
1:5 (0:3)

Ein letztes Mal ging es am vergangenen Wochenende für die SpVgg Greuther Fürth in der Regionalliga auf Reisen. Beim Mitabsteiger TSV Schwaben Augsburg im Ernst-Lehner-Stadion zeigte das Kleeblatt, dass es sich mit wehenden Fahnen aus der Liga verabschieden möchte und gewann verdient mit 5:1 (3:0). Dabei konnte sich Anna Buckel gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen.

Trainer Kevin Schmidt setzte in diesem Spiel voll auf den Charakter seiner bereits abgestiegenen Mannschaft und sein Team ließ ihn nicht im Stich: „Diesen Charaktertest haben wir bestanden“, so der Trainer nach dem Spiel. Seine Vorgabe war an die bisherige Rückrunde nahtlos anzuknüpfen und den Weg weiter zu gehen. Dies befolgend legte die SpVgg auch gleich los wie die Feuerwehr. Schon nach nur zwei Minuten hatte Lara Schmidt – beim Heimsieg gegen den SC Sand II wegen einer Rotsperre zum Zuschauen verdammt – einen ersten Abschluss, verzog diesen aber deutlich.

Diese Szene war aber schon ein erstes Anzeichen dafür, dass die Gäste deutlich besser ins Spiel fanden als die Heimelf. Zwar hatte Mona Budnick auf der anderen Seite ebenfalls die Möglichkeit in den Fürther Strafraum einzudringen, doch Katharina Vornehm hinderte sie noch daran und drängte sie zur Seite ab. Durch hohe Laufbereitschaft gelang es dem Kleeblatt sich immer wieder Räume zu erarbeiten und zu Abschlüssen zu kommen. Bis zur 15. Minute aber wollte es Sabrina Schroll, Lara Treuheit und Anna Buckel nicht gelingen, das Spielgerät im Tor unterzubringen.

Letztere aber änderte dies dann umgehend: In der 16. Spielminute bediente Mareike Langer ihre Teamkollegin und Buckel ging ins Laufduell mit der Augsburger Torhüterin. Diese schlug letztlich über den Ball, so dass Buckel nur noch zur 1:0-Führung einschieben musste.

Kaum war der Jubel verklungen, rissen die Fürtherinnen die Arme erneut in den Himmel: Diesmal war es Andrea Walter, die gesehen hatte, dass sich Buckel löste. Perfekt legte Walter den Ball in Buckels Lauf. Die Torhüterin kam heraus, Buckel legte den Ball cool an ihr vorbei und vollstreckte zum zweiten Mal (18.).

Von den Gastgeberinnen war bis dahin nicht viel zu sehen gewesen und so konnte sich auch Anne Engler im Fürther Tor nicht auszeichnen. Im Gegenteil, man hätte das Gefühl haben können, dass diese beiden Tore das Spiel bereits entschieden hatten. Kein Aufbäumen, kaum Gegenwehr der Augsburger und so lief das Spiel weiter nur in eine Richtung. Es sollte auch nicht lange dauern, bis sich die Fürtherinnen erneut belohnen durften. „Die Torhüterin hat einen Ball von uns abgewehrt, aber direkt zu mir“, beschrieb Sabrina Schroll die Szene später, „Ich stand so etwa 20 Meter vor dem Tor, habe gesehen, dass sie noch nicht wieder im Tor ist und habe den Ball dann über sie rein gehoben.“ – 3:0 (26.).

Nun hatte das Kleeblatt das Spiel endgültig in der Hand. Der Ball lief schön durch die eigenen Reihen und immer wieder kombinierten sich die Fürtherinnen in die gegnerische Hälfte. Kein Wunder, denn mit einem 3:0 im Rücken kann man ruhig mutig nach vorne spielen. Eine weitere gute Gelegenheit bot sich Alicia Kohl, doch sie brachte nicht genug Wucht hinter ihren Ball, so dass Sarah Reißner keine Mühe hatte, ihr Team vor einem noch höheren Rückstand zu bewahren. Trotz weiterer Torchancen blieb es dann bis zur Pause auch bei diesem Spielstand.

Nach dem Seitenwechsel waren es dann plötzlich die in lila gekleideten Augsburgerinnen, die etwas besser in die Partie fanden. Scheinbar wollten sie nun doch noch am Spielstand drehen und waren entschlossen, nach vorne zu spielen. Allerdings hatte die Fürther Hintermannschaft den Gegner weiter unter Kontrolle, so dass die Fuggerstädter nicht einen Ball gefährlich auf das Fürther Tor bringen konnten.

Diese vorsichtige Drangphase der Schwaben machte Lara Treuheit zunichte. Nach einem tollen Zuspiel von Alicia Kohl ging Treuheit noch ein paar Meter auf das Tor zu und versenkte den Ball unhaltbar für Reißner aus zehn Metern zum 0:4 (53.).

Der Treffer gab dem Kleeblatt wieder frischen Rückenwind und so wechselte die Angriffsrichtung wieder. Früh wurden die Gastgeberinnen attackiert, die Bälle erobert und umgehend der nächste Angriff eingeleitet. Lara Treuheit war es dann noch einmal, die das 5:0 auf dem Fuß hatte. Nach einem schönen Solo stand sie alleine vor der Torhüterin, allerdings schoss sie die Keeperin dabei an, so dass es nur Eckball gab.

Besser machte es Anna Buckel in der 72. Minute. Ausgangspunkt war einmal mehr Andrea Walter. Die eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte ihn mit dem Außenrist durch die Beine einer Verteidigerin hindurch zu Buckel. Die stand einmal mehr völlig frei vor der Augsburger Torhüterin und versuchte ihr Glück mit dem linken Fuß. Der Ball schlug rechts halbhoch ein und Buckel durfte sich für ihr drittes Tor in diesem Spiel feiern lassen. Besonders aber freute sich Andrea Walter über ihre zweite Torvorlage: „Das waren endlich wieder Erfolgserlebnisse für mich.“

Mit diesem 5:0 im Rücken ließ es das Kleeblatt etwas ruhiger angehen und schaltete nicht nur einen, sondern gleich zwei Gänge zurück. Augsburg nutzte die ihnen überlassenen Freiheiten und kam nun das ein oder andere Mal vor das Tor von Anne Engler. Die durfte sich dann noch gegen Schüsse von Nicole Demel und Sabrina Eder auszeichnen. Keine Chance hatte sie sieben Minuten vor dem Ende. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel hob Lisa Schweiger per Distanzschuss den Ball zum Ehrentreffer ins Tor. Kurz zuvor waren auf der anderen Seite Alicia Kohl – sie hatte zu hoch gezielt – und Katharina Vornehm – die nur den Pfosten traf – gescheitert.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht“, fand Andrea Walter, die in diesem Spiel die Spielführerbinde tragen durfte. „Wir sind hoch angelaufen und haben die kaum spielen lassen. Es gab zwar auch wieder Phasen in denen wir zu unsauber und hektisch waren und in denen Augsburg auch die eine oder andere Torchance hatten, aber im Großen und Ganzen hatten die keinen Auftrag.“

Auch Trainer Kevin Schmidt zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das Team macht einfach da weiter, wo sie gegen Sand aufgehört haben. Wir haben guten Fußball gespielt und uns den Abstiegsfrust ein wenig von der Seele geschossen. Trotz des bitteren Abstiegs muss man sich erstmal aufraffen und dann noch so ein Spiel hinlegen. Jetzt freuen wir uns auf einen schönen Abschluss im Derby gegen den Club.“

Andreas Goldmann

Schwaben Augsburg: Reißner – Kaufmann (69. Finze), Maier, Rauch, Demel, Budnick (21. Schweiger), Steppich (37. Ritz), Seidler, Demos, Brieger, Eder (60. Griebel) - Trainer: Roger Schlensog
SpVgg Greuther Fürth: Engler – Kohl, Held, Walter, Schmidt, Schroll, Buckel, Vornehm, Treuheit, Langer, Hau (66. Adlung) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 0:1 Buckel (16.), 0:2 Buckel (18.), 0:3 Schroll (26.), 0:4 Treuheit (53.), 0:5 Buckel (72.), 1:5 Schweiger (83.)
Schiedsrichter: Karin Weber
Zuschauer: 25
Gelbe Karten: Rauch
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