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Saison 1990/1991
27. Spieltag - Sa., 04.05.1991, 15:00 Uhr
TSV Kareth-Lappersdorf - SpVgg Fürth
1:4 (0:1)
Locker und lässig spazierte der Landesliga-Spitzenreiter SpVgg Fürth über „Kareths Höhen", knöpfte problemlos der Mannschaft des Regensburger Vorortvereins TSV Kareth-Lappersdorf mit 4:1 Toren beide Punkte ab. Das Kleeblatt konnte sich außerdem über einen Punktverlust der Amateure des 1. FC Nürnberg im Fernduell um die Meisterschaft freuen. Der Club kam über ein 0:0 gegen den FC Miltach nicht hinaus. Damit führen die Fürther die Tabelle nun mit einem Punkt Vorsprung an. Mühe hatte die Elf um Trainer Günter Gerling nicht. Sendner (36.) und Ebner mit einem Hattrick (68., 74. und 75.) besorgten vor 500 Zuschauern die Tore der Ronhofer. Der Ehrentreffer der Gastgeber, die erstmals vom Jugoslawen Dragan Djukic betreut wurden, gelang Kornek in der 83. Minute.
Nicht Kareth-Lappersdorfs Stürmer, sondern die der „Club"-Amateure gaben SpVgg-Trainer Günter Gerling Anlass zur Sorge: „Die machen garantiert in der letzten Minute noch das 1:0", orakelte er, als die einseitige Partie im Stadion von Kareth dem Ende entgegenplätscherte. Doch Miltachs Abwehr hielt dicht, im Gegensatz zu der des TSV Kareth-Lappersdorf. Daran konnte auch der landesligabewährte „Wundermann" Dragan Djukic nichts ändern, der sich aber bei seinem Einstand - in Wettberg-Manier auf und ab tigernd - ansehen musste, wie seine im Angriff harmlose, spielerisch unbedarfte Mannschaft gegen die auf allen Positionen besser besetzte Spielvereinigung weitgehend chancenlos war.
Von Beginn an mußte Kareth angesichts der druckvollen, dynamischen Gäste-Angriffe, die von den glänzend aufgelegten Sendner und Ebner meist über rechts inszeniert wurden, das Mittelfeld preisgeben, schlug sich aber in einer Abwehrschlacht im und am Strafraum lange wacker, ehe bei einem der wenigen zaghaften Vorstöße prompt das Gegentor fiel. Nach einem Abspielfehler des nach vorn stoßenden Liberos Wolfgang Zeilhofer schloss Andreas Sendner einen Flachschuss ins lange Eck ab. Immerhin ließ die Vorentscheidung bis zur 68. Minute auf sich warten, als Harald Ebner eine Zettl-Flanke per Kopf zum 2:0 verwertete. Ebner war es auch, der mit einem Doppelschlag (74./75.) das 3:0 und 4:0 folgen ließ. Zunächst schloss er eine schöne Einzelleistung mit einem unhaltbaren Flachschuss ab, kaum später nutzte er eine Tändelei in der Karether Abwehr entschlossen zum Hattrick. Ein Dorn im Auge war Gerling der Ehrentreffer der Einheimischen, als seine Abwehrreihe dem ansonsten völlig unauffälligen Andre Kornek durch „Passivität" im Anschluss an einen Eckball gestattete, unbedrängt einzunicken. Ansonsten hatte Gerling an der Leistung seines Teams nichts auszusetzen und konnte sich angesichts des von seinen Schützlingen klar diktierten Geschehens noch vor Abpfiff darum kümmern, den Reporter vom lokalen Radiosender um das Endergebnis vom Valznerweiher zu bemühen.
Und Dragan Djukic, Kareths graue Eminenz, machte nach seinem Comeback trotz des aufgezeigten Klassenunterschieds in Optimismus und fand einen Fürsprecher in Günter Gerling, der die Hausherren als „nicht schwächer als die meisten Vereine" einstufte. Hoffentlich hat er sich da nicht getäuscht. Zu einem unschönen Zwischenfall kam es nach dem Landesligaspiel zwischen Kareth-Lappersdorf und der SpVgg Fürth auf der Autobahnraststätte Jura bei Neumarkt. Etwa 25 randalierende Fans skandierten im Rasthaus Schlachtrufe. Dies belästigte den Wirt und die anderen Gäste. Da weitere Ausschreitungen zu befürchten waren, wurde die Polizei gerufen, die den Rädelsführer in Sicherheitsgewahrsam nahm. Einen weiteren „Unbelehrbaren" erwartet außerdem eine Anzeige wegen Beleidigung.
TSV Kareth-Lappersdorf: Gerl - Zeilhofer, Sterl, Fehr, Messerer, Altmann, Kornek, Höfler, Graf, Horsch, Rösl - Trainer: Dragan Djukic
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert, Lunz, Förster, Beierlorzer, Stolz, Sendner, Ebner, Hermann, Auernhammer (68. Pieczyk), Zettl - Trainer: Günter Gerling
Tore: 0:1 Sendner (36.), 0:2 Ebner (68.), 0:3 Ebner (74.), 0:4 Ebner (75.), 1:4 Kornek (83.)
Schiedsrichter: Retsch (Rotthalmünster)
Zuschauer: 500
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