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Saison 2017/2018
Nachholspiel 15. Spieltag - So., 18.02.2018, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - ETSV Würzburg
2:0 (0:0)
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Mit einer bockstarken Teamleistung meldeten sich die Regionalligafrauen der SpVgg Greuther Fürth im Jahr 2018 auf dem Feld zurück. Im Nachholspiel gegen den ETSV Würzburg ließ das Kleeblatt dem Gegner kaum etwas zu und belohnte sich in der zweiten Hälfte der Partie hochverdient mit zwei Toren zum 2:0-Heimerfolg.
In der Anfangsphase versuchten beide Mannschaften nach vorne zu spielen. In den ersten 15 Minuten kamen gelegentliche Angriffe sogar in die Nähe der Gefahrenzone. Auf Fürther Seite blieben die Versuche über Katharina Vornehm und Lara Schmidt in der Abwehr stecken, die Gäste kamen durch die ehemalige Fürtherin Helena Moratin immerhin zum Abschluss, ihr Schuss aber landete harmlos hinter dem Tor. Die erste richtige Torchance hatte dann Alicia Kohl, die sich nach einer guten Kombination über Franke, Schmidt und Schroll aus der zweiten Reihe versuchte. Aus gut 20 Metern zog Kohl ab und verfehlte das Tor nur noch um zwei Meter (16.).
Nadine Lang und noch einmal Kohl waren es, die sich versuchten, den Ball aber jeweils neben das von Melina Eckert gehütete Tor setzten. Beide Torhüterinnen verbrachten bis dato einen geruhsamen Arbeitstag, denn zu halten hatten sie noch nichts gehabt. Daran änderte sich auch in der Folge wenig. Zwar konnte Daniela Hofmann den Ball erobern und auf Moratin durchstecken, Andrea Walter aber hatte aufgepasst und die Stürmerin abgefangen, auf den Flügel abgedrängt und den Angriff somit humorlos beendet (39.).
Eben jene Walter war es schließlich auch, die die wohl größte Chance der ersten Halbzeit hatte. Nach einem Foul an Nadine Lang hatte Daniela Held den fälligen Freistoß in den Strafraum geschlagen. Am zweiten Pfosten lauerte Walter und kam zum Kopfball, doch auch ihr war kein Erfolg beschieden: die Kugel ging um etwa 30 Zentimeter am linken Pfosten vorbei ins Toraus. Auf der anderen Seite vergab der ETSV einen Freistoß kläglich und schließlich musste Eckert doch einmal zupacken, als nämlich Lara Schmidt den ersten Eckball des Spiels direkt auf die Torhüterin zirkelte, die damit aber keine Probleme hatte (41.).
Das Kleeblatt hatte sich im Duell der Kellerkinder als überlegen herausgestellt. Sowohl was die Zweikampfbilanz, als auch die Spielanteile und Torchancen anging, hatte die SpVgg die Nase vorne. Während Würzburg nur mittels langer Bälle versuchte für Gefahr zu sorgen, kombinierten sich die Gastgeberinnen immer wieder durch. Nur im Abschluss hatte das Glück, vielleicht auch die nötige Konsequenz gefehlt. Die Gäste hingegen hatten nicht einen einzigen Schuss auf das von Sandra Klug gehütete Tor abgegeben.
In der zweiten Halbzeit waren es die Würzburger, die plötzlich in Führung hätten gehen können. Ein einziges Mal hatte die Fürther Abwehr nicht aufgepasst und schon stand Marie-Christine Seeger alleine vor Sandra Klug. Die kam heraus und konnte im Herauslaufen den Ball noch touchieren, so dass der Schuss viel von seiner Energie einbüßte. Zwar trudelte er weiter auf das Tor zu, die herbeigeeilte Andrea Walter konnte aber per Kopf die Gefahr bannen (53.).
Dieses Hallo-Wach-Erlebnis beflügelte das Kleeblatt. Vier Minuten später war es Nina Habenschaden, die nach einer Ecke an der Keeperin scheiterte und nur eine Zeigerumdrehung geriet Sabrina Schrolls Schuss zu schwach, um Eckert ernsthaft zu fordern. Die nächste Gelegenheit ließ Schmidt aus, die vom linken Strafraumeck knapp am rechten Torwinkel vorbei gezielt hatte (59.).
Längst lag der Treffer in der Luft, nur fallen musste er noch. Das erledigte schließlich – zur Erleichterung aller – Lara Schmidt mit einer schönen Einzelaktion. Sie bekam den Ball auf ihrem linken Flügel und ging dann bis zur Grundlinie durch. Als sie keine Anspielstation sah, brach sie ab, ging mit dem Ball am Fuß ein paar Meter zurück und zog dann in die Mitte. Von der Strafraumkante nahm sie sich ein Herz und schloss ab. Erfolgreich! Der Ball zappelte im Netz. „Ich war erleichtert, dass der Ball da vom Pfosten noch rein springt“, freute sich die Flügelspielerin über ihren vierten Saisontreffer, der ihre Mannschaft endlich in Führung brachte (64.).
Auch danach änderte sich wenig am Spiel. Die Fürtherinnen hatten die Partie im Griff und den Gästen fiel nichts ein, das Kleeblatt unter Druck zu setzen. Dank einer starken Mannschaftsleistung hielt die Abwehr. Tat sich irgendwo doch einmal eine Lücke auf, war stets eine Mitspielerin zur Stelle um zu unterstützen. Und das ist genau der Teamgeist, den man im Kampf um den Klassenerhalt braucht.
Den nächsten Versuch machte die eingewechselte Lara Treuheit, die für Nadine Lang gekommen war. Allerdings scheiterte sie mit ihrem Fernschuss an der Keeperin (70.). Feiern lassen durfte sie sich aber bald darauf doch noch. In der 81. Minute flankte Treuheit in den Strafraum. Von der linken Seite war Schmidt gestartet und überrannte die verdutzt dreinschauende Daniela Hofmann regelrecht. Mit einer sehenswerten Direktabnahme donnerte Schmidt das Leder unhaltbar für Eckert zum zweiten Mal in die Maschen und brauchte anschließend selbst ein paar Augenblicke um zu realisieren, dass auch der drin war. Nach den Glückwünschen an Lara Schmidt durfte sich auch Lara Treuheit die Gratulationen ihrer Kolleginnen abholen, für die maßgenaue Vorarbeit. „Lara bringt die Flanke perfekt, und wie der Ball dann ins Tor geflogen ist, weiß ich auch nicht“, so die glückliche Doppeltorschützin. Würzburg war damit geschlagen, der Dreier auf dem Konto der SpVgg notiert.
„Ich finde wir haben das heute gut gemacht“, so Lara Schmidt nach dem Spiel. „Wir müssen noch daran arbeiten wirklich 90 Minuten konzentriert zu bleiben“, sieht sie noch Verbesserungspotential, „aber im Großen und Ganzen war das heute ein verdienter Sieg. An die Leistung müssen wir nächste Woche anknüpfen, da steht das nächste wichtige Spiel an.“
Auch ihr Trainer war voll des Lobes: „Ich fand, dass wir heute alles perfekt umgesetzt haben. Hinten eigentlich brutal sicher gestanden und nichts Wirkliches zugelassen, außer der Riesenchance zu Beginn der zweiten Halbzeit. Der Save von Sandra hat uns wachgerüttelt und wir sind sehr stark zurückgekommen, haben mutiger nach vorne gespielt und uns dem Tor immer mehr angenähert. Die Mannschaft hat einen guten Job gemacht und alles reingeworfen was sie hatte. Definitiv ein verdienter Sieg!“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Kohl, Held, Walter, Schmidt, Schroll (87. Balda), Vornehm, Lang (50. Treuheit), Langer, Franke (46. Jorgensen), Habenschaden (90. Faßold) - Trainer: Kevin Schmidt
ETSV Würzburg: Eckert – Thomas (72. Soytekin), Wirth (46. Hoffer), Schopf, Hofmann, Teubert, Seeger, Röding, Moratin, Kreußer (75. Dierks), Wanner - Trainer: Marco Scheder
Tore: 1:0 Schmidt (64.), 2:0 Schmidt (81.)
Schiedsrichter: Julia Sturm
Zuschauer: 100
Gelbe Karten: Schroll
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