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Saison 2018/2019
7. Spieltag - So., 07.10.2018, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV Saaldorf
3:2 (0:0)
Das Beben, das die von den Herzen der Kleeblatt-Kickerinnen fallenden Steine verursachten, war noch auf der Fürther Kirchweih zu spüren. Endlich konnten sie gegen den SV Saaldorf den zweiten Saisonsieg feiern und damit die Serie aus zuletzt vier sieglosen Spielen beenden. Den entscheidenden Treffer zum 3:2 (0:0)-Endstand zauberte Sabrina Schroll sogar besonders sehenswert ins Netz.
Beinahe vom Anstoß weg übernahm die SpVgg die Kontrolle über das Spielgeschehen. Eine erste Aktion vor dem Saaldorfer Tor gab es schon nach wenigen Minuten. Von der rechten Seite kam der Ball über Lena Franke und Sabrina Schroll zu Christina Maier, die schoss. Der Ball ging allerdings als Bogenlampe über das von Simone Schneider gehütete Tor.
Von den Gästen war in der Anfangsphase offensiv nicht viel zu sehen. Die mit drei gefährlichen Spielerinnen bestückte Angriffsabteilung des SV Saaldorf war bei der von Spielführerin Andrea Walter umsichtig dirigierten Kleeblatt-Abwehr in guten Händen. Bis auf wenige Ausnahmen ließ die Viererkette nichts anbrennen, obwohl mit Mareike Langer erneut eine erfahrene Spielerin fehlte und Coach Peter Hirschberger auch Katharina Vornehm ersetzen musste. Für sie spielte Francesca Hau erstmals in der Saison von Beginn an.
Doch zunächst waren es weiter die Fürtherinnen, die gefährlicher blieben als die Gäste. Katharina Kupfer hatte sich auf der rechten Seite gegen gleich drei Gegenspielerinnen durchgesetzt und in die Mitte gespielt. Maier behauptete den schwer anzunehmenden Ball und gab auf die von links einlaufende Lara Schmidt weiter. Deren Schuss aus 18 Metern konnte Torhüterin Schneider im Nachfassen allerdings unter sich begraben.
Erst Mitte der ersten Halbzeit kamen die Gäste einmal gefährlicher durch die Deckung: Links hatte sich eine Saaldorferin durchgesetzt und auf Katrin Zellner gelegt, deren Versuch Sandra Klug im Tor aber sicher halten konnte. In diesem Stil ging es weiter: Die SpVgg beherrschte das Geschehen, ohne sich im letzten Moment entscheidend durchsetzen zu können, Saaldorf versuchte durch Konter zu Erfolgen zu kommen. Dies wäre kurz vor der Pause auch beinahe gelungen, als Zerina Omeradzic erneut Zellner bediente. Die Angreiferin verfehlte das Gehäuse aber knapp, so dass es ohne Tore in die Pause ging.
Kaum wieder auf dem Platz ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst war es Lara Schmidt, die auf das SV-Tor schoss. Der Ball wurde noch von einer Verteidigerin abgefälscht und damit für Torhüterin Schneider unhaltbar, das Kleeblatt durfte sich also über die Führung freuen (53.). Die jedoch sollte nicht lange halten. Bereits zwei Minuten später war es Isabelle Beck, die von der in diesem Moment nicht ganz konzentrierten Fürther Mannschaft unbehelligt blieb und so auf Marina Aglassinger durchsteckte. Die ließ sich die Chance nicht entgehen und traf frei vor Klug zum Ausgleich (55.).
Auch den nächsten Treffer, wieder nur wenige Minuten später, erzielte eine Spielerin des SV Saaldorf – allerdings für das Kleeblatt. Francesca Hau hatte den Ball beim Einwurf auf Sabrina Schroll geworfen und die flankte von der rechten Seite nach innen. „Die Flanke ist eigentlich verunglückt“, so Schroll nach dem Spiel. In der Mitte aber war es Martina Eglseer, die die Kugel zielsicher und unbedrängt ins eigene Tor köpfte (59.).
Doch wieder konnte sich die Spielvereinigung nicht lange über die erneute Führung freuen, denn nur eine Zeigerumdrehung später kam Katrin Zellner an der Strafraumgrenze im Zweikampf mit Josina Arnold zu Fall und Schiedsrichter Martin Götz entschied auf Elfmeter, den Aglassinger ausführte. Da sich beide Kontrahenten – Aglassinger und Klug – für die jeweils aus ihrer Sicht rechte Ecke entschieden, war Klug chancenlos (60.).
Den entscheidenden Treffer erzielte dann Sabrina Schroll – und das auch noch sehenswert: Katharina Kupfer hatte sich rechts durchgetankt und halbhoch nach innen geflankt. Eine Abwehrspielerin stand parat und wartete auf den Ball. Da sie aber nur wartete und nicht auf den Ball zu ging, konnte sich Schroll von hinten dynamisch an der Verteidigerin vorbei stehlen und den Ball mittels herrlichem Flugkopfball in die Maschen befördern (74.).
Diesmal hielt der Vorsprung und die Fürtherinnen konnten sich endlich wieder über einen Sieg freuen. „Auf jeden Fall sehr wichtig auch für unser Selbstvertrauen und meiner Meinung nach auch verdient.“, urteilte die Siegtorschützin hinterher. „Wir haben von Anfang an unser Spiel gemacht und haben Saaldorf zu fast keinen Chancen kommen lassen. Die zwei Gegentore fallen dann etwas zu leicht, aber es ist zum Glück ja gut gegangen.“
Mittelfeldspielerin Alicia Kohl hebt vor allem die moralische Leistung ihrer Mannschaft hervor: „Trotz zweier doofer Gegentore sind wir immer wieder zurückgekommen und haben uns diesmal richtig reingebissen. Das war auf jeden Fall ein verdienter Sieg. So müssen wir jetzt weitermachen. Und die Tabelle sieht jetzt auch wieder etwas besser aus.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Arnold, Walter, Schmidt, Kohl, Schroll (89. Düning), Maier (80. Auer), A. Kupfer, K. Kupfer, Hau (61. Theis), Franke - Trainer: Dr. Peter Hirschberger
SV Saaldorf: Schneider – Hoffmann, Butzhammer, Eglseer, Omeradzic, Waltrich, Steinau (76. Maierhofer), Beck, Zellner, Aschauer, Aglassinger - Trainer: Peter Prechtl
Tore: 1:0 Schmidt (53.), 1:1 Aglassinger (55.), 2:1 Eglseer (59., Eigentor), 2:2 Aglassinger (60., Foulelfmeter), 3:2 Schroll (74.)
Schiedsrichter: Martin Götz
Zuschauer: 50
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