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Saison 2018/2019
8. Spieltag - Sa., 13.10.2018, 15:30 Uhr
Schwaben Augsburg - SpVgg Greuther Fürth
3:1 (1:1)
Die Sonne lachte über dem Ernst-Lehner-Stadion in Augsburg und nach dem Sieg über den SV Saaldorf war man im Lager der SpVgg Greuther Fürth fest entschlossen auch im Duell der Regionalligaabsteiger etwas mit nach Hause zu bringen. Am Ende jedoch musste sich die Hirschberger-Elf nicht nur mit 1:3 (1:1) geschlagen geben, sondern muss wegen einer roten Karte auch noch auf Alicia Kohl verzichten.
Die Gastgeberinnen versuchten von Anfang an mit langen Bällen auf Mona Budnick zum Fürther Tor durchzukommen. Das gelang allerdings zunächst nicht, denn die Abwehr um Andrea Walter war hellwach und erneut gut sortiert, so dass diese langen Zuspiele meistens in Reihen der Fürtherinnen endeten. Die erste gute Möglichkeit hatten dann auch die Fürtherinnen: Josina Arnold hatte einen langen Ball auf Christina Maier geschlagen, die Torhüterin der Schwaben schlug am Ball vorbei, konnte letztlich aber doch noch zur Ecke klären.
Langsam wurden die Schwaben ballsicherer, die SpVgg aber hatte die gefährlicheren Situationen auf ihrer Seite und belohnten sich auch dafür. Die Einladung dazu kam allerdings von den Augsburgerinnen: Sophie Brieger hatte den Ball zurück auf ihre Torhüterin gespielt und die wollte das Spiel auf die andere Seite verlagern. Die linke Außenverteidigerin wurde von Katharina Kupfer angelaufen und wollte auf Nummer sicher gehen. Ihr Querpass zur Innenverteidigerin missglückte aber, dass Christina Maier dazwischen gehen und sich den Ball sichern konnte. Die Torjägerin schüttelte die Verteidigerin ab und schoss zur Führung ein (9.).
Unmittelbar nach der Führung versuchten die Fürtherinnen nachzulegen, ein langer Ball von Lara Schmidt erreichte Maier aber nicht. Auch die Gastgeberinnen suchten mit langen Bällen den Erfolg, Mona Budnick zielte aber zunächst zu hoch (12.). Das zeigte, dass die Schwaben durchaus in der Lage waren, ein Tor zu erzielen. Die größere Gefahr aber strahlten die Fürtherinnen aus. Wieder war es Schmidt, die sich links durchsetzte und in die Mitte legte. Ihr Ball war zu unpräzise für Maier und bevor ihn Katharina Kupfer am langen Pfosten erreichen konnte, war eine Abwehrspielerin zur Stelle und klärte zur Ecke.
Die nächste Szene zeigte die anhaltende Gefahr für das Fürther Tor: Nach einem Einwurf durch die SpVgg konterte der TSV über die rechte Seite. Sophie Brieger war Josina Arnold enteilt und spielte den Ball diagonal auf den linken Flügel. Budnick legte ab auf Demel, die verfehlte das Tor. Besser machte es Melanie Seidler vier Minuten später. Nach einem Angriff über links, bei dem diese Abwehrseite nicht wirklich Zugriff bekam, überspielte Seidler die herauskommende Sandra Klug, traf aber nur die Latte. Von dort prallte der Ball zurück und Klug konnte ihn auffangen.
Die Gastgeberinnen wurden nun zielstrebiger und das Kleeblatt baute im gleichen Maße ab. Riesenglück in der 27. Minute, als Alicia Kohl auf den Flügel spielen wollte, Barbara Rauch allerdings mühelos mit dem Kopf an den Ball kam und diesen auf Demel weiterlegte. Die bediente die gestartete Budnick, doch die Fahne des Assistenten ging nach oben – Abseits. Klare Fehlentscheidung! Budnick und eine mitgelaufene Mitspielerin hätten alleine auf Klug zugehen und die Torhüterin vermutlich ausspielen können.
Zwei Minuten später fiel der Ausgleich aber trotzdem. Diesmal schickte Rauch Budnick gleich selbst, die lief Hau davon, zog in den Strafraum und schob die Kugel aus 10 Metern an Klug vorbei ins lange Eck. 1:1 und das zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Bis zur Pause gab es nun nicht mehr viel Nennenswertes. Auf der einen Seite mussten Klug und Arnold einmal gemeinsam retten, auf der anderen Seite war es Lena Fischer, die das Laufduell gegen Maier gewann und damit die letzte Fürther Möglichkeit des ersten Durchgangs verhinderte.
Für den ersten Akzent der zweiten Hälfte sorgte Sandra Klug. Sie hatte einen lang geschlagenen Ball ohne Probleme vor der Augsburger Stürmerin aufnehmen können, verlor diesen aber beim Abwerfen. Gerade noch bevor die Augsburgerin ihr das Leder hätte abluchsen können spielte die Torhüterin den fallengelassenen Ball mit dem Fuß aus der Gefahrenzone. Das täuschte aber nicht darüber hinweg, dass die SpVgg nach dem Wiederanpfiff wieder etwas besser im Spiel war. Die beiden Teams neutralisierten sich nun weitgehend und nur selten gab es Tormöglichkeiten.
Lediglich Sabrina Schroll zeigte in einer Situation so etwas wie Torgefahr, ihre Bogenlampe aus gut 30 Metern aber landete in den aufnahmebereiten Armen der kaum geprüften Augsburger Torhüterin (51.). Fünf Minuten später zeigten sich die Fuggerstätter erstmals wieder gefährlich. Nach einer Ecke verpasste Klug den durch den Fünfmeterraum fliegenden Ball, Brieger köpfte aber vorbei. Auf der anderen Seite gelang es Katharina Kupfer endlich einmal eine Hereingabe in den Strafraum zu bringen, Carina Müller aber hatte aufgepasst, warf sich vor der einschussbereit wartenden Christina Maier in den Ball und klärte die Situation.
Der Angriffsschwung, den der TSV zum Ende der ersten Halbzeit gezeigt hatte, war zu dieser Zeit nicht mehr zu sehen. Bis Müller einen langen Ball in die Spitze schlug. Dort verlängerte Josina Arnold unglücklich mit dem Kopf auf Seidler, die in den Strafraum ging. Eigentlich war die Situation harmlos – der Ball befand sich schon an der Torauslinie und fast schon außerhalb des Strafraums, da gab es – so sah es der Schiedsrichter - einen Kontakt von Milena Theis, die zur Absicherung hinter der Angreiferin mitgelaufen war und Seidler. Die Augsburgerin fiel und Mayer zeigte auf den Punkt. Den Elfmeter setzte Müller halbhoch rechts in die Maschen (65.).
Nun waren die Augsburgerinnen wieder da und übernahmen das Kommando. Ein Steilpass aus dem Mittelfeld und Budnick war wieder durch. Klug parierte den Schuss zwar, doch die Kugel rollte weiter auf das Tor zu, ehe Andrea Walter notdürftig klären konnte. Der anschließende Rebound-Versuch ging dann über das Fürther Tor (69.). Drei Minuten später das bewährte Schema: Steppich hoch und weit in den Strafraum, wieder verlängerte Arnold unglücklich, Seidler und Demel spielten Theis per Doppelpass aus, die anschließende Flanke von Seidler klärte Arnold dann zur Ecke. Die segelte in den Strafraum, das Kleeblatt brachte den Ball nicht weg, eine Augsburgerin bediente per Kopf die eingewechselte Nina Kaufmann und die hob die Kugel über die sich vergeblich streckende Fürther Keeperin hinweg zum 3:1 ins Tor (73.).
Damit war das Spiel gelaufen, auch wenn das Kleeblatt noch einmal neuen Schwung entfaltete. Allerdings blieben die Aktionen harmlos. Aus dem Zentrum heraus kamen keine Impulse, der linke Flügel lahmte beinahe komplett und der rechte Flügel lieferte nur selten halbwegs nennenswerte Hereingaben – nichts, was die Abwehr der Gastgeberinnen in Verlegenheit bringen konnte.
Abgepfiffen war allerdings noch nicht und eine Szene hatte die Partie auch noch im Köcher. Es lief bereits die 90. Minute als Augsburg einen Angriffsversversuch locker abgefangen hatten. Der TSV brachte den Ball noch einmal nach vorne, Demel schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte und war gerade im Begriff über die Mittellinie zu gehen, als Alicia Kohl sie von rechts hinten von den Beinen holte. Schiedsrichter Alexander Mayer zögerte keine Sekunde und zeigte der Fürtherin die rote Karte. Da sich eine längere Behandlung abzeichnete, war dies auch gleich das Ende des Spiels.
„Ein Spiel zum Vergessen!“, schimpfte Spielführerin Andrea Walter nach dem Spiel. „Die ersten 20 Minuten total gut, ab dann nicht mehr mit Fußball beschäftigt, sondern mit den Nickligkeiten der Gegner oder den Fehlentscheidungen des Schiris. Dann aufgehört Fußball zu spielen.“, machte sie ihrem Unmut Luft. „Dann bekommst du zwei nicht reguläre Tore und verlierst halt mal so ein Spiel. In den nächsten Spielen dürfen wir nicht nochmal so den Fokus verlieren.“, so die Abwehrchefin.

Andreas Goldmann

Schwaben Augsburg: Uhl – Fischer, Rauch, Demel, Ritz, Budnick (80. Eder), Steppich, Müller (82. Zeidler), Seidler, Brieger (75. Wengert), Spiess (63. Kaufmann) - Trainer: Christoph Bauer
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Arnold, Walter, Schmidt, Kohl, Schroll (59. Düning), Maier (72. Schirmer), A. Kupfer, K. Kupfer, Hau (30. Theis), Franke - Trainer: Dr. Peter Hirschberger
Tore: 0:1 Maier (9.), 1:1 Budnick (29.), 2:1 Müller (65., Foulelfmeter), 3:1 Kaufmann (73.)
Schiedsrichter: Alexander Mayer
Zuschauer: 50
Gelbe Karten (Gast): Maier, Arnold
Rote Karten (Gast): Kohl (90.)
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