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Saison 2018/2019
13. Spieltag - So., 18.11.2018, 14:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV Thenried
2:3 (1:2)
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Nach zwei Siegen in Folge musste sich die SpVgg Greuther Fürth in der Bayernliga ausgerechnet auf dem eigenen Platz und ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, den SV Thenried, mit 2:3 (1:2) geschlagen geben. Damit beendet das Kleeblatt das Bayernligajahr auf dem zehnten und damit ersten Abstiegsplatz.
Das Spiel gegen den Tabellennachbarn begann hektisch, weil beide Mannschaften gleich von Anfang an versuchten das Heft des Handelns an sich zu reißen. Es sollte allerdings bis zur 12. Minute dauern, ehe es erstmals brenzlig wurde. Auf der rechten Fürther Abwehrseite hatte eine Thenrieder Spielerin die heutige Spielführerin Mareike Langer – die ihr letztes Spiel für das Kleeblatt machte – überlaufen und so musste Josina Arnold aushelfen. Die sah allerdings nur noch die Hacken der Gegenspielerin und so konnte diese unbedrängt in die Mitte flanken wo Madeleine Jaich den Ball auf Franziska Hutter abtropfen ließ. Die Torjägerin nutzte ihren Freiraum und brachte die Gäste mit der ersten nennenswerten Aktion gleich in Führung.
Das Kleeblatt aber ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und führte bald schon selbst gefährliche Aktionen durch. Lena Franke flankte nur drei Minuten nach dem Tor von der rechten Seite in die Mitte, Torhüterin Münch konnte dank ihrer langen Arme Sabrina Schroll den Ball anschließend aber vom Kopf pflücken. Nur eine Zeigerumdrehung später war Christina Maier mit dem Ball am Fuß im Thenrieder Strafraum und wurde von Marina Peter gelegt. Klarer Elfmeter! Die Pfeife des Schiedsrichters Felix Wild aber blieb unverständlicherweise stumm.
Anschließend war es ein Schuss aus der Drehung durch Sabrina Schroll, der rechts am Tor vorbei ging. Die Fürtherinnen drängten auf den Ausgleich und hätten sich diesen auch redlich verdient gehabt, doch Andrea Walter köpfte einen Freistoß nur über das Tor (24.), dann bediente Katharina Kupfer nach Zuspiel von Franke Christina Maier, die in der Mitte durch gewesen wäre, hätte nicht erneut eine Verteidigerin per Foul eingegriffen, doch erneut ließ Schiedsrichter Wild weiterspielen.
Schließlich belohnten sich die Fürtherinnen aber: Lara Schmidt setzte sich auf der linken Seite gegen Jaich durch, zog in den Strafraum und versucht sich mit einem Rechtsschuss. Der Ball knallte an den rechten Innenpfosten und von dort zum mehr als verdienten Ausgleich ins Netz (30.).
Auch danach blieb die Spielvereinigung die tonangebende Mannschaft. Larissa Düning schickte erneut Schmidt, deren Schuss von Torhüterin Münch zu Schroll prallte. Die legte auf Maier ab, deren Schuss Münch erneut mittels guter Parade allerdings zur Ecke lenken konnte (32.). Die Ecke brachte nichts ein, doch gleich darauf war es wieder Düning die diesmal Katharina Kupfer auf dem rechten Flügel bediente. Die schnelle Außenbahnspielerin wäre durch gewesen, bremste aber ab und schoss. Wieder Münch. Wieder Schroll, die diesmal selbst abzog, doch auch sie scheiterte erneut an der Keeperin.
Die Führung für das Kleeblatt wäre inzwischen hoch verdient gewesen, stattdessen fiel die auf der anderen Seite. Wieder war es ein Angriff über die rechte Abwehrseite: Olivia Köppl war durchgebrochen, bediente Hutter und die hämmerte den Ball über Sandra Klug ins Tor (43.). Die Torhüterin nahm diesen Treffer anschließend auf ihre Kappe, auch wenn sie es nicht leicht hatte, da sie gegen die tiefstehende Sonne schauen musste.
Nach dem Seitenwechsel blieb die SpVgg weiter am Drücker. Lena Franke verfehlte gleich nach Wiederanpfiff nur knapp das Tor, dann traf Lara Schmidt nur den linken Außenpfosten (50.), zwei Minuten später wurde Schmidt in höchster Not gerade noch von der Abwehr gestoppt.
Von den Gästen war offensiv nicht viel zu sehen gewesen, bis Mareike Langer einen der wenigen Angriffe nur mittels Foulspiel beenden konnte. Den anschließenden Freistoß fischte Sandra Klug aber aus dem linken unteren Eck (66.). Allerdings ließ der Elan der Fürtherinnen merklich nach und das nutzte Thenried. Wie schon die beiden vorangegangenen Gegentore war es wieder die rechte Abwehrseite, über die Kristin Senft nach vorne ging. Diesmal war es Lena Franke die nur hinterherlaufen konnte. Klug musste aus dem Tor heraus, Senft legte quer auf Hutter und die netzte zum dritten Mal in das leere Tor ein (72.).
Das zeigte Wirkung und beinahe hätte Hutter noch ein viertes Tor geschossen, Klug aber verhinderte dies mit einer guten Parade (73.). Aufgeben wollte das Kleeblatt aber nicht, auch wenn der ganz große Schwung ausblieb. Die eingewechselte Milena Theis flankte von der rechten Seite auf die ebenfalls frisch ins Spiel gekommene Michelle Schirmer, die aber kam am zweiten Pfosten nicht an den Ball (75.). Zwei Minuten später scheiterte Thenrieds Jessica Köppl erneut an Klug.
Die Schwäche im Fürther Spiel blieb die rechte Abwehrseite. Wieder setzte sich Hutter auf der Seite durch, wieder musste Klug sich ihr entgegenwerfen. Hutter legte den Ball an Klug vorbei, doch glücklicherweise konnte Francesca Hau für ihre Keeperin auf der Linie klären (80.).
Fürth mühte sich, tat sich aber schwer die im Notfall oft zu Foulspielen greifende SV-Abwehr zu überwinden. Wenig hilfreich war dabei Schiedsrichter Wild, der bei der Zweikampfbewertung oft zu würfeln schien und dabei häufig den Pasch verpasste. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit aber gab es dann doch noch einmal Freistoß für das Kleeblatt. Der kam zu Michelle Schirmer, die von der linken Seite des Fünfmeterraumes quer legte zu Milena Theis. Die schoss eine Verteidigerin an, von der aus der Ball ins Tor ging. 2:3 und noch einmal Hoffnung.
Die aber sollte nicht lange anhalten, denn nach einem Zweikampf ging eine Thenrieder Spielerin zu Boden und anstatt nach einer Behandlungspause wieder anzupfeifen beendete Schiedsrichter Wild die Partie nach genau 90 Minuten und 21 Sekunden Spielzeit – angesichts zweier Tore und mehrere Spielunterbrechungen eine erneut unglückliche Entscheidung des Unparteiischen. Die soll aber nicht als alleinige Ausrede für die Niederlage dienen, denn an den Gegentoren hatte Felix Wild sicher keinen Anteil. So konnte Torschützin Milena Theis nur festhalten: „Leider war der Anschlusstreffer eben ein bisschen spät, als dass er uns wirklich noch was gebracht hätte.“
„Ich weiß nicht, das war heute irgendwie mannschaftsübergreifendes Versagen. Wir hatten heute irgendwie alle nicht unseren besten Tag“, analysierte Lara Schmidt und hatte eine Erklärung für die Niederlage: „Wir waren immer zu spät, hatten keine Ordnung und waren vorne nicht konsequent genug.“
Für Mareike Langer war es das letzte Spiel im Kleeblatt-Dress. „Ich war schon ein bisschen aufgeregt und es war ein komisches Gefühl das letzte Mal für die SpVgg Greuther Fürth auf dem Platz zu stehen. Ich hatte schöne Jahre hier und ganz leicht fällt es mir nicht. Es war natürlich schade, dass wir im letzten Spiel leider keine 3 Punkte geholt haben“, sagte die Verteidigerin nach dem Schlusspfiff.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Arnold (68. Schirmer), Walter, Schmidt, Schroll (68. Kohl), Maier, Düning, A. Kupfer, K. Kupfer (61. Theis), Langer, Franke (78. Hau) - Trainer: Daniela Held
SV Thenried: Münch – Peter, O. Köppl, J. Köppl, Jaich, Hutter, Heigl, Senft, Schreiner, Schmied, Schenkl (65. Rank) - Trainer: Martin Brandl
Tore: 0:1 Hutter (12.), 1:1 Schmidt (30.), 1:2 Hutter (43.), 1:3 Hutter (71.), 2:3 Theis (87.)
Schiedsrichter: Felix Wild
Zuschauer: 85
Gelbe Karten: Langer
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