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Saison 2018/2019
16. Spieltag - So., 07.04.2019, 15:00 Uhr
SC Würzburg Heuchelhof - SpVgg Greuther Fürth
3:3 (1:3)

Nur um Haaresbreite verpassten die Bayernliga-Frauen der SpVgg Greuther Fürth die Sensation als zweites Team überhaupt gegen den Tabellenführer SC Würzburg Heuchelhof gewinnen zu können. Am Ende mussten sie sich aber doch glücklich schätzen, zumindest einen Punkt über die Zeit gebracht zu haben. Dank eines couragierten Auftritts aber sicherte sich die Held-Elf mit diesem 3:3 (3:1) einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf und bleibt gegen Würzburg in dieser Saison ungeschlagen.

 

Beim Tabellenführer erwischte das Kleeblatt einen Start nach Wunsch. Gegen anfangs etwas abwesende Würzburgerinnen war es Christina Maier, die ihre Mannschaft schon nach sieben Minuten etwas überraschend in Führung brachte. Alicia Kohl hatte Maier im Mittelfeld bedient. Die gab den Ball weiter zu Sabrina Schroll und die sah, dass Maier gestartet war. „Doppelpass“ nennt man das, was Schroll dann spielte und nachdem sie ihre Sturmpartnerin bedient hatte, schoss Maier mit Links zum 0:1 ein.

So überraschend die Führung kam, so kurz war sie von Dauer. Nur drei Minuten später spielten sich die Würzburgerinnen, einen Ballverlust nutzend, durch das Fürther Zentrum und Bohn glich mittels Schuss aus knapp 10 Metern schon wieder aus (10.). Das änderte aber nichts daran, dass das Kleeblatt spielbestimmend war. Ein Umstand, der vor dem Spiel so nicht zu erwarten gewesen war.

Auch der Gegentreffer brachte die Fürtherinnen nicht aus dem Konzept, stattdessen bemühten sie sich um die erneute Führung. In der Entstehung vielleicht etwas glücklich, aber nicht unverdient sollte die auch gelingen: Von Sabrina Schroll prallte ein Ball ab, den sich Maier sicherte. Nach einem Pressschlag gegen eine Verteidigerin landete der Ball bei der einlaufenden Michelle Schirmer und die versenkte die Kugel im langen Eck (23.).

Weiter fiel den Gastgeberinnen wenig ein, sich gegen die couragiert auftretenden Mittelfränkinnen zu wehren. So war es dann schon weniger überraschend, dass das Kleeblatt noch einen drauf legte: Alicia Kohl hatte den Ball hoch nach vorne geschlagen, Sabrina Schroll nahm den Ball an und beförderte ihn aus rund 20 Metern über die Keeperin hinweg ins Tor (33.).

Kurz darauf hätte Michelle Schirmer sogar noch auf 4:1 stellen können, frei vor der Keeperin aber vergab sie aus aussichtsreicher Position. Damit war sie allerdings nicht alleine, denn auch die Gastgeberinnen vergaben eine sehr gute Tormöglichkeit: Eine Fürther Abwehrspielerin hatte den Ball an die Hand bekommen – laut Schiedsrichtergespann innerhalb des Strafraumes, laut Fürther Meinung außerhalb. „Das war bestenfalls ein Freistoß“, beklagte sich Keeperin Sandra Klug über die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung.

Es half aber nichts, Würzburg bekam die Chance vom Punkt aus zu verkürzen. Klug tauchte nach links unten und konnte die Kugel mit dem Schienbein abwehren. „Eigentlich war ich zwar zu früh unten, aber ich hab ihn eben mit dem Schienbein raus. Das war schon ein schönes Gefühl“, so die Keeperin.

Mit dieser unerwarteten Führung ging es dann zum Pausentee. „Würzburg hat nicht viele Mittel gefunden als lange Bälle in die Spitze zu spielen, wir haben eine richtig starke Mannschaftsleistung gezeigt und hatten auch schöne Spielzüge dabei“, befand Sabrina Schroll.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der Tabellenführer dann ein anderes Gesicht. Nach einigen Umstellungen brachte Würzburg das Kleeblatt mehr und mehr in Bedrängnis. Dem Kleeblatt gelang es nicht mehr noch etwas für die eigene Offensive zu tun und damit für Entlastung zu sorgen. Würzburg rannte an, doch noch hielt die Führung der Fürtherinnen.

Eine Flanke führte dann gut 15 Minuten vor Ende der Partie zum Anschlusstreffer: Nach einigem Durcheinander im Fürther Strafraum war es Medina Desic, die den Ball zum 2:3 über die Linie drücken konnte (74.).

Aufopferungsvoll kämpften die Fürtherinnen nun wenigstens diesen knapperen Vorsprung über die Zeit zu bringen, doch auch das sollte nicht gelingen: In der 86. Minute nutzte der Tabellenführer eine Standardsituation zum Ausgleich. Eigentlich war die Ecke schon geklärt, der zweite Ball segelte aber noch einmal in den Fürther Strafraum. Am Fünfer war es dann erneut Meike Bohn, die rein rutschte und zum 3:3 traf.

Um ein Haar wäre das Kleeblatt auch noch um diesen einen Punkt gebracht worden, denn noch einmal schoss eine Würzburger Angreiferin den Ball an Klug vorbei ins Fürther Tor. Der Unparteiische hatte schon auf Tor entschieden, sein Assistent aber hatte ein Foul an Katharina Vornehm gesehen und überzeugte Tim Parzefall seine Entscheidung zurück zu nehmen. So blieb es am Ende bei einem unverhofften, aber nicht unverdienten Punkt.

„Der Punkt ist im Endeffekt schon ein Schritt weiter zum Klassenerhalt“, gab Michelle Schirmer nach dem Spiel zu Protokoll, „Klar ist es schade auf den letzten Metern zwei Punkte wegzugeben, aber dadurch, dass Würzburg in der zweiten Halbzeit stark gedrückt hat und schlichtweg am Drücker war, ist ein Unentschieden in Ordnung.“

Andreas Goldmann

SC Würzburg Heuchelhof: Eckert – Hoffer, Bohn, Füller, Thomas (64. Seeger), Teubert, Desic, Hofmann, Popp (46. Damm), Kreußer, Wanner - Trainer: Gernot Haubenthal
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Steckel, Kohl, Schroll, Treuheit (26. K. Kupfer), Maier, Vornehm (90. Arnold), Düning, A. Kupfer, Franke, Schirmer (77. Auer) - Trainer: Daniela Held
Tore: 0:1 Maier (7.), 1:1 Bohn (10.), 1:2 Schirmer (23.), 1:3 Schroll (33.), 2:3 Desic (74.), 3:3 Bohn (86.)
Schiedsrichter: Tim Parzefall
Zuschauer: 111
Gelbe Karten: Kreußer, Hoffer, Desic
Gelbe Karten (Gast): Schroll
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