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Saison 2018/2019
BFV-Pokal, 1. Runde - So., 26.08.2018, 15:00 Uhr
FC Pegnitz - SpVgg Greuther Fürth
2:4 (0:3)
„Selbstvertrauen holen“ war die Parole, die Abwehrspielerin Andrea Walter vor der BFV-Pokal-Begegnung der SpVgg beim FC Pegnitz ausgegeben hatte. Und dank eines mehr als verdienten 4:2 (3:0)-Sieges mit vielen starken Aktionen gelang dies auch. Nur in Sachen Chancenverwertung gibt es noch etwas zu tun.
Das Kleeblatt brauchte nicht lange, um in das erste Pflichtspiel der Saison hinein zu finden. Gleich von Anfang nahmen die Fürtherinnen den Platz am Bauchauer Berg in Besitz. Es waren gerade einmal drei Minuten gespielt, da hätten die Regionalligaabsteigerinnen schon in Führung gehen können, doch der Ball landete beim ersten Versuch nur am Pfosten des Pegnitzer Tores.
Die Gastgeberinnen ließen sich allerdings auch nicht lumpen und kamen durch Christina Heim erstmals vor das Kleeblatt-Tor. Doch auch sie konnten nicht verwerten, weil Sandra Klug auf dem Posten war (5.). Wie das geht, zeigte nur zwei Minuten später Lena Franke. Sie stahl sich im Rücken ihrer Gegenspielerin davon und genau im richtigen Moment spielte Katharina Kupfer den Ball in die Schnittstelle. Franke schob die Kugel anschließend an der sich ihr entgegenwerfenden Keeperin vorbei ins Tor (7.).
Pegnitz fand keine Mittel gegen die überraschend stark auftretende Kleeblatt-Elf. In den Zweikämpfen und im Aufbauspiel waren die Gäste deutlich überlegen und so war der zweite Treffer nur eine Frage der Zeit, genauer gesagt von drei Minuten. Wieder war es Lena Franke, die einen lang vor den Strafraum geschlagenen Ball aufnehmen konnte. Diesmal setzte sie sich gegen eine vergeblich grätschende Pegnitzerin durch und vollstreckte von der Ecke des Fünfmeterraumes zum 0:2 (10.).
Auch in der Folge blieb die Spielvereinigung das tonangebende Team. Nur kurz konnte Pegnitz für Entlastung sorgen und durch Heim auf das Fürther Tor schießen. Diese Aktion blieb aber ebenso folgenlos wie der Versuch Katharina Kupfers auf der anderen Seite. Ein Angriff nach dem anderen setzte die Gastgeberinnen unter Druck und nur mit Mühe und Glück gelang es dem FC zunächst einen höheren Rückstand zu verhindern.
Zunächst – denn nach einem Stellungsfehler in der Hintermannschaft passierte es doch: Wieder war es Katharina Kupfer, die aus dem linken Halbfeld in den Strafraum flankte und wieder war es die quirlige Lena Franke, die auf Höhe des Elfmeterpunktes an das Leder kam. Alleine auf Großpietsch zugehend, schob sie die Kugel aus rund sechs Metern erneut an der Torhüterin vorbei und erzielte damit innerhalb von 21 Minuten einen Hattrick. „Mein erster in einem Pflichtspiel!“, freute sich die Torschützin nach der Begegnung. „Am besten daran ist aber, dass ich der Mannschaft weiterhelfen konnte eine Runde weiter zu kommen.“
Isabell Eichenmüller war es dann, die kurz vor der Pause noch einmal für ein Erfolgsmoment des FC hätte sorgen können, doch auch sie brachte den Ball nicht im Fürther Tor unter, so dass es mit diesem verdienten 3:0 in die Kabinen ging.
Beide Mannschaften wechselten zur Pause. Bei Fürth ersetzte Lara Treuheit Milena Theis und Pegnitz musste wegen einer Knieverletzung auf ihre bis dahin gefährlichste Angreiferin, Christina Heim verzichten. Auf dem Feld nahm die Überlegenheit der SpVgg nun noch zu. Geradezu drückend überlegen waren die Fürtherinnen und Nadine Großpietsch im FC-Tor flogen die Bälle beinahe im Minutentakt nur so um die Ohren. Hier mussten sich die Fürtherinnen den Vorwurf machen lassen, das Ergebnis nicht noch weiter in die Höhe geschraubt zu haben.
In der 69. Minute gelang Pegnitz schließlich auch ein Treffer. Hatte ein Freistoß von Deborah Bauer zunächst noch nichts eingebracht, war es letztlich Mittelstürmerin Nadine Kolb, die auf Zuspiel von Cornelia Hühn plötzlich frei vor Klug stand und der Keeperin keine Chance ließ: „Sie hat aus fünf Metern geschossen. Ich war noch mit den Fingern dran, konnte ihn aber nicht mehr entscheidend ablenken“, beschrieb Klug das Gegentor nach dem Spiel.
Die Freude währte nicht lange, denn wieder waren es die Fürtherinnen, die durch Lara Schmidt und Katharina Vornehm zu guten Gelegenheiten kamen. Schließlich war es Sabrina Schroll, deren Schuss nur zur Ecke geklärt werden konnte. Diese flog in den Strafraum, wo sich am zweiten Pfosten Andrea Walter in die Luft schraubte. Mit dem Kopf legte sie die Pille auf die eingewechselte Daniela Balda ab, die goldrichtig stand und aus nächster Nähe zum 4:2 traf (78.).
Das Spiel war damit aber noch nicht zu Ende, denn die Gastgeberinnen durften auch noch einmal jubeln. Deborah Bauer hatte einen Freistoß in den Fürther Strafraum geschlagen, die Abwehr ließ diesen durchrutschen und Leonie Küster zimmerte die Kugel wuchtig und genau in den Torwinkel. Damit endete die Partie, die einen mehr als verdienten Sieger sah, dann aber.
„Im Großen und Ganzen ein verdienter Pokalsieg, auch wenn der noch viel höher hätte ausfallen können, wenn wir nur noch einen kleinen Teil unserer Chancen hätten nutzen können“, urteilte Trainer Peter Hirschberger über den ersten Erfolg seiner Mannschaft.
Auch Spielführerin Andrea Walter stellte ihrem Team ein größtenteils gutes Zeugnis aus: „Das war ein starkes Spiel, gerade in der ersten Halbzeit. Wir standen auch in der Abwehr viel kompakter als noch in den Testspielen und hatten nach vorne echt schöne Spielzüge dabei. In der zweiten Halbzeit müssen wir uns die Chancenverwertung ankreiden und auch ein zwei Unsicherheiten in der Abwehr. Ansonsten aber ein gelungener Auftakt.“

Andreas Goldmann

FC Pegnitz: Großpietsch – Lindner, Rauchheld (55. Hartmann), Eichenmüller, Götz, Bauer, Hühn, Heim (46. Wiegärtner), Cieslik, Kolb, Küster (83. Schlözer) - Trainer: Michael Bauerschmitt
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Arnold, Theis (46. Treuheit), Walter, Schmidt, Kohl, Schroll, Vornehm, Kupfer (67. Balda), Langer (83. Hau), Franke (62. Maier) - Trainer: Dr. Peter Hirschberger
Tore: 0:1 Franke (7.); 0:2 Franke (10.); 0:3 Franke (38.); 1:3 Kolb (69.); 1:4 Balda (78.); 2:4 Küster (82.)
Schiedsrichter: Tobias Förtsch
Zuschauer: 60
Gelbe Karten (Gast): Schroll
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