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Saison 2018/2019
BFV-Pokal, 2. Runde - Sa., 24.11.2018, 14:00 Uhr
SV Leerstetten - SpVgg Greuther Fürth
0:3 (0:2)
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Mit einem Sieg verabschiedet sich die SpVgg Greuther Fürth in die Winterpause. Beim SV Leerstetten holte die Mannschaft von Trainerin Daniela Held einen verdienten und nur wenig gefährdeten 3:0 (2:0) Auswärtssieg und bucht damit die Fahrkarte ins Viertelfinale. Ungetrübt ist der Erfolg aber nicht, denn die Partie war gleichzeitig der letzte Auftritt von Lara Schmidt im Kleeblatt-Trikot.
 
Wie schon in der Vorwoche Mareike Langer durfte Schmidt in ihrem letzten Spiel ihre Mannschaft als Kapitänin auf das Feld führen. Dort tat sich nach dem Anstoß zunächst nicht viel, denn beide Teams brauchten etwas Zeit um in das Spiel zu finden. Eine erste gefährliche Aktion hatte das Kleeblatt nach acht Minuten und schon zappelte der Ball im Tornetz: Francesca Hau hatte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum geschlagen, Sabrina Schroll ging zum Kopfball hoch und nickte ein. Der Jubel verhallte jedoch schnell wieder, denn Schiedsrichter Felix Böck hatte auf Abseits entschieden und verweigerte dem Treffer die Anerkennung.
 
Trotzdem aber sollten die Fürtherinnen zu einem frühen Führungstor kommen. SV-Torhüterin Valerie Münderlein, eine ehemalige Kleeblatt-Spielerin, spielte den Ball unglücklich von hinten heraus, genau in die Füße von Schroll. Die Fürtherin ließ sich nicht lange bitten, nahm den Ball an, ging noch ein paar Meter und beförderte ihn dann eiskalt in die Maschen (13.). Diesmal hatte auch der Schiedsrichter nichts dagegen und so hatte die 1:0-Führung Bestand.
 
Dieses Tor traf Leerstetten ins Mark. Der SV tat sich weiterhin schwer ins Spiel zu kommen, hatte aber in der 17. Minute erstmals eine Chance. Sogar eine gute, denn Sandra Klug im Fürther Tor musste sich sehr strecken um den Schuss aus 20 Metern noch über die Latte zu lenken. Bald aber waren es wieder die Fürtherinnen, die Akzente setzten. Nach einem Abwehrfehler der Gastgeberinnen eroberten Schroll und Sturmpartnerin Maier den Ball, letztere ging auf das Tor zu, verfehlte es aber knapp (23.).
 
Zwei Minuten später machte sie es besser: Alicia Kohl spielte den Ball aus dem Mittelfeld durch die Schnittstelle auf Katharina Kupfer, die sich rechts auf den Weg machte und schließlich in die Mitte legte. Dort stand Christina Maier frei, nahm den Ball direkt ab und Münderlein war zum zweiten Mal geschlagen (25.). Wieder zwei Zeigerumdrehungen später hätte Kupfer selbst noch erhöhen können, sie setzte die Kugel aber knapp am Gehäuse vorbei.
 
Anschließend verlagerte sich das Spiel ins Mittelfeld und keines der beiden Teams konnte mit Toraktionen glänzen. Das änderte sich erst wieder kurz vor der Pause. Josina Arnold schickte erneut Kupfer auf den Weg, die zögerte aber einen Moment zu lange und eine Verteidigerin konnte in höchster Not klären.
 
Die erste Hälfte ging damit aber klar an das Kleeblatt. Die Überlegenheit der Held-Elf war drückend und das Team erspielte sich besonders durch gefährliche Pässe in die Schnittstellen der Abwehr immer wieder gute Chancen. Die Gastgeberinnen kämpften verbissen, mehr als ein paar Halbchancen waren bislang allerdings nicht herausgekommen. Auf der anderen Seite hatte die schnelle Führung dem Kleeblatt natürlich in die Karten gespielt und für Sicherheit gesorgt.
 
Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Mannschaften wieder Zeit um Fahrt aufzunehmen. Erst nach einer knappen Stunde zeigte sich die SpVgg wieder offensiv. Katharina Kupfer ging mit dem Ball am Fuß in den Strafraum, wurde dort gefoult, fiel nicht hin, der Ball aber ging ins Toraus. Warum Böck in dieser Situation nicht auf Strafstoß entschieden hatte, wusste wohl nur er allein (57.). In der 65. Minute versuchte sich Katharina Auer mit einem Schuss von der Strafraumkante, Münderlein aber brachte das Leder unter Kontrolle.
 
Die Überlegenheit der SpVgg nahm jetzt immer mehr zu. Lara Schmidt setzte sich links im Strafraum gegen gleich zwei Gegenspielerinnen durch und legte den Ball in die Mitte. Dort flipperte die Kugel umher, ehe die Abwehr doch klären konnte. Eine Minute später war es wieder Schmidt, die den Ball von links hereinbrachte, diesmal verfehlte Schroll den Ball knapp. Dann war es ein langer Ball auf Katharina Kupfer, die sich nicht entscheidend durchsetzen konnte.
 
Den folgenden Abstoß leitete Alicia Kohl per Kopf auf Sabrina Schroll weiter. Die Stürmerin ging auf das Tor zu und schob Münderlein den Ball zwischen den Beinen hindurch. Die Keeperin touchierte das Leder noch geringfügig, aber doch ausreichend, um sie knapp am Tor vorbei zu lenken (70.). Die SV-Abwehr zeigte sich in dieser Phase weitestgehend überfordert. Auch wenn Laura Felbinger – sicher mit etwas Extra-Motivation im Tank – sich immer wieder in die Zweikämpfe warf, rollten die Angriffe der SpVgg weiter. Die nächste Chance vergab Christina Maier per Kopf im Anschluss an einen Freistoß, dann zielte Alicia Kohl im Anschluss an eine Ecke knapp über das Tor.
 
Belohnt wurden die Fürtherinnen in der 74. Minute. Katharina Kupfer hatte sich auf ihrer rechten Seite einmal mehr durchgesetzt und in die Mitte gespielt. Lena Franke war schon im Strafraum und bewies Übersicht, denn statt selbst zu schießen spielte sie noch einmal quer auf Andrea Walter, die nur noch den Fuß hinhalten musste um auf 3:0 zu stellen.
 
Die Gastgeberinnen zeigten sich bis dahin nur selten. In der Schlussphase kamen aber auch sie zu Chancen. Beinahe hätten sie in der 80. jubeln dürfen: Über die rechte Seite kam ein Angriff durch, die Hereingabe fand eine Stürmerin, deren Schuss aber knapp am Fürther Tor vorbei strich. Dann verpasste es Alicia Kohl für das vierte Tor zu sorgen, sie schoss freistehend in Münderleins Arme.
Leerstetten tat in der Schlussphase noch etwas mehr nach vorne und kam auch zu Möglichkeiten. Tamara Loukas hatte sich gegen Francesca Hau durchgesetzt und in die Mitte gespielt, wo Tamara Böhm zum Abschluss kam, aber an Sandra Klug scheiterte (83.). Beinahe im Gegenzug scheiterte dann Lena Franke auch an Valerie Münderlein.
 
Dank des frühen Tores in der ersten Halbzeit, der dadurch gewonnen Sicherheit und dem endgültig entscheidenden dritten Tores setzte sich die SpVgg Greuther Fürth im letzten Pflichtspiel des Jahres noch einmal verdient durch und zieht damit in das Viertelfinale des BFV-Pokals ein.
 
Ein besonderes Spiel war es für Alicia Kohl, besonders ab der 77. Minute, da wurde beim SV Leerstetten nämlich ihre Schwester Jule eingewechselt. „Das war ja nicht ganz das erste Mal. Im Vorbereitungsspiel im Sommer hat sie am Ende auch paar Minuten gespielt. Gestern waren es ja leider auch nur 15 min oder so, aber ist immer irgendwie lustig gegen sie zu spielen“, so Alicia Kohl.
 
„Als Team sind wir mit der Einstellung eine Runde weiterzukommen in das Spiel gegangen“, erklärte Francesca Hau nach der Partie. „Das haben wir gut umgesetzt, mit einigen spielerischen Fehlern, die Leerstetten in gute Torchancen ummünzen konnte. Der 3:0-Sieg gibt uns nochmal Selbstvertrauen, um nach der Winterpause an vereinzelten Stellschrauben arbeiten zu können und damit weiter am Klassenerhalt.“
Nicht mehr helfen wird dabei Lara Schmidt, die am Samstag ihr 105. und gleichzeitig letztes Pflichtspiel im Kleeblatt-Trikot absolviert hat. „Es war einfach eine richtig geile Zeit. Und ich werde die Mädels total vermissen. Ich wünsche den Mädels auf jeden Fall alles Gute für die Rückrunde und ich bin mir sicher, dass sie den Klassenerhalt packen“, sagte die Flügelflitzerin schweren Herzens nach ihrem letzten Spiel und konnte sich immerhin mit einem Sieg von ihrer Mannschaft verabschieden.

Andreas Goldmann

SV Leerstetten: Münderlein – Sinke (30. Thar), Felbinger, Freymüller, Ströfer, Böhm, Loukas, Hauffenmeyer, Welsch, Schäfer (77. Kohl), Faßold (69. Tax) - Trainer: Gunter Schmidt
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Arnold, Walter, Auer (63. Düning), Schmidt, A. Kohl, Schroll, Maier (70. Franke), A. Kupfer, K. Kupfer, Hau - Trainer: Daniela Held
Tore: 0:1 Schroll (13.), 0:2 Maier (25.), 0:3 Walter (74.)
Schiedsrichter: Felix Böck
Zuschauer: 200
Gelbe Karten: Felbinger
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