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Saison 1976/1977
16. Spieltag - So., 21.11.1976, 14:30 Uhr
FSV Frankfurt - SpVgg Fürth
2:3 (0:1)
Die SpVgg Fürth bleibt weiter im Gespräch. Allerdings war gegenüber dem verhängnisvollen letzten Sonntag eine Leistungssteigerung erforderlich, um am gefürchteten Bornheimer Hang gegen einen kampfstarken FSV Frankfurt einen 3:2 (1:0)-Sieg zu erringen.
Was der 1. FC Nürnberg nicht schaffte, gelang der SpVgg Fürth: ihr früherer Torjäger Paul-Werner Hofmann kam gegen den erstaunlich gut spielenden Klump nur selten zum Zuge. Allerdings hatte er einmal Pech, als Mitte der 2. Halbzeit ein prächtiger Kopfball, an den Löwer wohl nicht mehr herangekommen wäre, an der Oberkante der Latte landete.
Zweifellos beflügelte die Fürther das bereits in der 2. Minute von Schäfer erzielte Tor, dem ein Duett mit Unger vorangegangen war. Zehn Minuten später hatte Schäfer das 0:2 auf dem Fuß, doch scheiterte er an dem glänzenden FSV-Schlussmann Grün.
Nach der Pause versuchten es die Frankfurter mit Koch für Zele, der mit dem gut aufgelegten Unger nur selten zurechtgekommen war. In der 54. Minute war es dann soweit, als Stahl einen zu kurz abgewehrten Ball volley nahm. Doch erstaunlicherweise bedeutete dieser Ausgleich für die Fürther nicht etwa einen Schock. Im Gegenteil: sie legten einen Zahn zu, und bereits in der 63. Minute traf Heubeck nach dem 6. Eckball von Grimm nur den Pfosten. Drei Minuten später gelang Heinlein ein blitzschneller Gegenstoß; seinen Querpaß lenkte Hilkes in die äußerste Ecke zur 2:1-Führung.
Nun lief das Fürther Spiel auf vollen Touren. Vor allem Heinlein und Grimm spielten im Verein immer wieder in die gegnerischen Abwehrlücken hinein. Einem typischen Konterstoß entsprang das alles entscheidende 1:3 in der 80. Minute. Klump hatte den Ball abgewehrt und mit einer weiten Vorlage Heubeck bedient, der unwiderstehlich abzog, zum mitgelaufenen Heinlein querpaßte, gegen dessen Direktschuß es nichts zu halten gab. Gleich darauf hätte Heinlein sogar das 4:1 erzielen können, doch verzog er den Ball.
Erst in der Schlussminute brachte ein Kopfball des eingewechselten Koch das zweite Tor des FSV.
Die Fürther „Erfolgsbesetzung" also mit Rütten in der Verteidigung und Schäfer auf dem Linksaußenposten setzte sich auch beim FSV Frankfurt durch. Es war allerdings eine Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Heimspiel erforderlich.
Vor allem gefielen die Mittelreihe Heinlein, Grimm, Unger, der unermüdlich sich anbietende und freistellende Hilkes. Erfreulich aus Fürther Sicht, daß Libero Bergmann sein Formtief offenbar überwunden hat und beim FSV nach etwas zögerndem Beginn vor allem nach der Pause fast wieder zur alten Form auflief. Stark spielte beim FSV der vom 1. FC Kaiserslautern gekommene Mittelstürmer Weiler, Lausen mußte höllisch aufpassen, daß diesem jungen Mann ein Erfolg versagt blieb. Rütten nützte den freien Raum, der ihm, bedingt durch die FSV-Taktik (nur zwei Sturmspitzen) gelassen war, weidlich aus und stieß immer wieder in die Frankfurter Hälfte vor.
Insgesamt gesehen war der Sieg der SpVgg Fürth vielleicht etwas glücklich, aber doch verdient. Sie war insgesamt technisch besser, spielte raumgreifender und war vor allem im Laufvermögen dem FSV überlegen. Bleibt abzuwarten, ob der SpVgg Fürth weiterhin vergönnt ist, oben mitzumischen. Natürlich bedürfte es dazu eines Heimsieges am nächsten Samstag gegen den FK Pirmasens.

Konrad Vogelsang

FSV Frankfurt: Grün - Walter, Stahl, Rübenach, Kirch - Engel, Genz (73. Klein), Zele (46. Koch), Trimhold - Weiler, Hofmann - Trainer: Milovan Beljin
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Lausen, Bergmann, Rütten - Heinlein, Grimm, Unger - Heubeck, Hilkes, Schäfer - Trainer: Hans Cieslarczyk
Tore: 0:1 Schäfer (2.), 1:1 Stahl (54.), 1:2 Hilkes (66.), 1:3 Heinlein (80.), 2:3 Koch (90.)
Schiedsrichter: Dellwing (Osburg)
Zuschauer: 4000
Gelbe Karten (Gast): Rütten
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