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Saison 1976/1977
18. Spieltag - Sa., 04.12.1976, 14:00 Uhr
SpVgg Bayreuth - SpVgg Fürth
2:1 (1:0)
Einmal musste er kommen, der erste Heimsieg der SpVgg Bayreuth in dieser Saison. Beim zehnten Anlauf klappte es endlich. Leidtragender des 2:1 (1:0)-Erfolges ist der Namensvetter aus Fürth, der es den Bayreuthern jedoch nicht allzu schwer machte.
Der Bayreuther Sieg war verdient. Die gute Verfassung, der Senioren im gelb-schwarzen Dress - Größler, Breuer, Kaul und die ebenfalls schon über 30 Jahre alte Neuerwerbung Damjanoff - gab den Ausschlag. Vor allem Kapitän Manfred Größler wurde wieder einmal zum spielentscheidenden Akteur. Rütten konnte ihn in keiner Phase des Spiels stoppen. Unverständlich, daß man nicht Fürths stärksten Defensivspieler Klump auf Größler ansetzte. Sicherlich hätte auch Klump wiederholt Größlers Absätze zu sehen bekommen; dennoch wäre es dem „großen alten Mann" des Bayreuther Fußballs wohl kaum gestattet worden, Slalomläufe nach Belieben, vorzuführen, wie gegen Rütten.
Obendrein entsprangen beide Bayreuther Tore Rütten-Fehlern. Beim 1:0, einem von Größler in der 22. Minute verwandelten Strafstoß, hatte Rütten Brendel zu Fall gebracht. Beim spielentscheidenden 2:1 in der 75. Minute kam Größler nach einem schweren Schnitzer Rüttens an den Ball, spielte den erst drei Minuten zuvor eingewechselten Horn an, der direkt abfasste. Vom Pfosten sprang das Leder ins Tor. Pech für Rütten, der unermüdlich versuchte, das Spiel anzukurbeln.
Bei den Kleeblättlern machte sich das Fehlen von Lorenz Hilkes stark bemerkbar. Ohne ihn mangelte es dem Fürther Angriff an Durchsetzungsvermögen, immerhin gibt es noch zwei Spieler für die Sturmmitte: Geyer und Broh. Doch saßen beide bis zur Pause auf der Bank. Sicherlich vermögen sie einen Hilkes in Bestform nicht vollwertig zu ersetzen. Praktisch eine Spielhälfte lang ohne eigentliche Spitze zu spielen, dazu noch mit einem Heubeck, der mehr in Mittelfeldposition denn als Angreifer zu finden war, darüber hinaus noch mit einem überaus zaghaften Schäfer - das konnte nicht gutgehen! Die Bilanz bei Halbzeit war ernüchternd: Fürth hatte bis dahin nicht eine Torgelegenheit gehabt. Dagegen standen neben einem Pfostenschuss Größlers noch klare Bayreuther Einschussmöglichkeiten, die der prächtig haltende Peter Löwer vereitelte.
Nach Seitenwechsel kam Geyer zum Zug (der in der Kabine gebliebene Popp war keineswegs schwächster Fürther Spieler gewesen). Endlich war Heubeck in Rechtsaußenposition zu finden. Nun war er das belebende Element des Fürther Spiels. Nach einem Solo Heubecks gelang Geyer in der 62. Minute der Ausgleich. Gleich darauf setzte sich Heubeck abermals durch, doch seinen Flankenball traf Heinlein nicht voll. Zuvor (52.) hatte Unger nur den Pfosten getroffen. Hier standen die Zeichen eindeutig für einen Fürther Sieg. Hillmann, der frühere Fürther im Bayreuther Tor, ließ den verletzten Mahr vergessen und hielt ausgezeichnet. Seine Vorderleute, die bis zur Pause souverän die Szenerie beherrschten, kamen wiederholt in Verlegenheit, profitierten letztlich von den Entlastungsangriffen Größlers.
Als die Kleeblättler nach dem 2:1 alles auf eine Karte setzten, ergaben sich natürlich bei vernachlässigter Deckung Möglichkeiten für Bayreuther Gegenstöße, die Größler und Breuer beinahe zu weiteren Treffern genutzt hätten.
Insgesamt eine vermeidbare Niederlage der SpVgg Fürth gegen einen Gegner, der längst nicht mehr die Spielstärke des vergangenen Jahres besitzt. Ihr Ursprung lag in einer total verkorksten ersten Hälfte, während der sich die Fürther Spieler im Mittelfeld gegenseitig auf den Füßen zu stehen schienen, und - von einigen Versuchen Ungers abgesehen - kaum einer sich für zuständig hielt, gegen das Bayreuther Tor zu stürmen. Nebenbei: die „verdrehten" Nummern der Fürther schrecken niemand mehr. So spielte Bayreuths linker Verteidiger Bleckert gegen Heubeck, auch wenn dieser die „Zehn" auf dem Rücken trug.
Vor fast genau einem Jahr standen sich beide Mannschaften an derselben Stelle gegenüber und trennten sich mit dem gleichen Resultat. Fürth als Tabellenvorletzter, Bayreuth auf Rang sieben. Die damalige Begegnung war entschieden besser als die des vergangenen Samstags. Hier wurde auch die lange Bayreuther Erfolglosigkeit im prächtigen Städtischen Stadion verständlich. Denn gegen eine in Normalform spielende SpVgg Fürth hätte es für die SpVgg Bayreuth auch im zehnten Heimspiel noch keinen Sieg gegeben.

Konrad Vogelsang

SpVgg Bayreuth: Hillmann - Hobner, Kaul, Damjanoff, Bleckert - Brand, Brendel (72. Horn), Breuer - Größler, Sichmann (77. Ockenfels), Sommerer - Trainer: Gerhard Happ
SpVgg Fürth: Löwer - Rütten, Lausen, Bergmann, Klump - Grimm, Heinlein, Popp (46. Geyer) - Heubeck, Unger, Schäfer (56. Broh) - Trainer: Hans Cieslarczyk
Tore: 1:0 Größler (22., Foulelfmeter), 1:1 Geyer (62.), 2:1 Horn (75.)
Schiedsrichter: Möckel (Augsburg)
Zuschauer: 4500
Gelbe Karten: Kaul, Brand
Gelbe Karten (Gast): Klump
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