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Saison 1976/1977
33. Spieltag - Sa., 09.04.1977, 15:30 Uhr
SpVgg Fürth - Eintracht Trier
3:2 (2:0)
Am Ostersamstag passierte es erstmals im Fürther Ronhof in dieser Saison: ungeachtet des 3:2-(2:0)Sieges über Eintracht Trier wurde die Kleeblatt-Mannschaft hinterher gnadenlos ausgepfiffen.
Ein zweites Novum: noch nie waren im Laufe dieser Spielzeit die Ränge so leer wie diesmal, wo sich 2600 Besucher im Oval beinahe verloren.
Zum dritten: in keinem der bisher 32 Spiele fehlten mit den Verletzten Lausen, Jensen, Unger sowie Löwer und Heubeck gleich fünf Akteure der ersten Garnitur.
Es war aber auch eine Begegnung der seifenblasengleich geplatzten Hoffnungen. Kastner ist noch lange kein Löwer; beide Gegentreffer mußte er verhindern. Weder Schwarz noch später Dieter Bergmann können einem Normalform bringenden Heubeck das Wasser reichen. Rätselhaft bleibt die Formschwäche Schäfers, der Unger keineswegs vergessen lassen konnte. Und Geyer schließlich fand keine Bindung mehr.
Am erfreulichsten aus Fürther Sicht wareine weitere Steigerung Lambies, dem endlich sein erstes Tor für die Kleeblättler gelang. Dies sollte des Schotten Selbstvertrauen steigern, die völlige Integration in das Team, zum Teil bereits vollzogen, beschleunigen.
Mehr als 70 Minuten lang beherrschte die SpVgg Fürth eindeutig das Geschehen, wartete teilweise mit flottem Kombinationsspiel auf und ließ die Trierer Eintracht nicht zur Entwicklung kommen. Bezeichnend, daß Torhüter Kastner erst in der 66. Minute wirklich geprüft wurde. Zu diesem Zeitpunkt lag Fürth bereits mit 3:0 in Führung, weitere Treffer schienen nur eine Frage der Zeit zu Sein.
Aber hier hat bereits die Kritik einzusetzen. Gegen eine Mannschaft, die im Vergleich zum
Vorspiel (3:1 für Trier) nur noch am Gardemaß ihrer Abwehrspieler zu erkennen war, nur einen Treffer aus einer Reihe gelungener Spielzüge; heraus zu erzielen, war entschieden zu wenig. Es war das 2:0 (40. Minute), von Lambie nach prächtigem Paß des nach rechts ausgewichenen Hilkes hergestellt. Das Führungstor Grabmeiers, ein unerhört harter Flachschuß aus zwanzig Metern, war einer Freistoßvariante entsprungen, wovon die Kleeblättler diesmal eine beträchtliche Menge auf zuweisen hätten. Das 3:0 schließlich resultierte aus einem von Heinlein verwandelten Strafstoß (64.), nachdem Histing den einschußbereiten Geyer umgesäbelt hatte.
Trier machte den Eindruck, als habe sich die Mannschaft, Viertletzter der Tabelle, bereits mit dem Abstieg abgefunden. Es fehlte an Tempo, Spielwitz und Schnelligkeit (Bergfelder ausgenommen). Die Langen bei Trier suchten mangelnde Beweglichkeit durch übergroßen Einsatz auszugleichen. Bei Fürth - das darf nicht verschwiegen werden - hätte Klump nach einem bösen Foul an Schlief (22.) die Gelbe Karte wohlverdient gehabt, doch war Schiedsrichter Dahler (Höheinöd) diesmal den Fürthern offensichtlich gnädiger gesonnen als vor gut einem Jahr, wo er sie beim 1:1 gegen Waldhof beträchtlich benachteiligt hatte.
Lobend muß abermals Grabmeier hervorgehoben werden, der den zuletzt hochgelobten Isländer Geirsson zum Statisten degradierte. Um so unbegreiflicher wirkte das eklatante Nachlassen der Kleeblättler in den letzten zwanzig Minuten.
Das Gefühl, den Gegner „im Sack" zu haben, verleitete zu Spielereien innerhalb der Abwehr. Man erging sich in langatmigem Kurzpaßspiel vor dem eigenen Strafraum, wollte den Trierern zeigen, was man ihnen alles voraus hat, wurde leichtfertig und das ging prompt ins Auge.
Hatte man zuvor eine Reihe klarer Torgelegenheiten ausgelassen (Hilkes, Schäfer, Lambie, Heinlein, Geyer), so kam die Fürther Mannschaft gegen Spielende noch in Bedrängnis, verlor zum Ärger der Anhänger jeglichen Zusammenhang. Da konnte auch ein Lattenschuß Grimms - einziger Mittelfeldspieler in Normalform - unmittelbar vor Schluss nicht mehr versöhnlich stimmen.

Konrad Vogelsang

SpVgg Fürth: Kastner - Grabmeier, Klump, B. Bergmann, Rütten - Grimm, Heinlein, Schäfer (60. Geyer) - Schwarz (75. D. Bergmann), Hilkes, Lambie - Trainer: Hans Cieslarczyk
Eintracht Trier: Vollack - Zöllner (78. Riemann), Histing, Veit, Brinsa - Zimmer, Bergfelder, Tullius - Müllner, Schlief, Geirsson (69. Wagner) - Trainer: Hans-Dieter Roos
Tore: 1:0 Grabmeier (19.), 2:0 Lambie (40.), 3:0 Heinlein (63., Foulelfmeter), 3:1 Müllner (76.), 3:2 Schlief (87.)
Schiedsrichter: Dahler (Höheinöd)
Zuschauer: 2600
Gelbe Karten: Hilkes
Gelbe Karten (Gast): Veit, Zimmer, Schlief
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