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Saison 2018/2019
BFV-Pokal, 3. Runde - Mo., 22.04.2019, 16:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg
0:3 (0:2)

Die Rollen waren vor dem Spiel klar verteilt und auch das Ergebnis sprach am Ende für den Favoriten, den Regionalligisten aus Nürnberg. Das 0:3 (0:2) täuschte aber ein wenig darüber hinweg, dass sich das Kleeblatt gegen die Favoritinnen aus der Nachbarstadt über weite Strecken gut präsentierte.

Allerdings waren es zuerst die Gäste, die auf sich aufmerksam machten. Nach einer Ecke in der zweiten Minute hatte Rebecca Leinberger den Ball am zweiten Pfosten bekommen, aber neben selbigen ins Aus gespielt. Das Kleeblatt zeigte sich erstmals vier Minuten später, der erste Schussversuch von Katharina Vornehm landete jedoch sicher in den Armen von Torhüterin Isabel Bauer.

In der achten Minute war es dann Franziska Mai, die sich gegen Antonia Kupfer durchsetzen und gen Tor stürmen konnte. Josina Arnold konnte noch stören, so dass Mais Abschluss kein Problem für Sandra Klug im Fürther Tor darstellte. Danach hatte die SpVgg das Spiel weitestgehend im Griff, auch wenn es keiner der beiden Mannschaften gelang die Hektik aus ihren Reihen zu verbannen. Aus einer gut sortierten Abwehr heraus versuchte die Elf von Trainerin Daniela Held auch eigene Angriffe zu starten, deren Ausbeute allerdings überschaubar blieb. Auch vor dem Tor von Sandra Klug tat sich längere Zeit nichts mehr.

Erst in der 24. Minute gab es wieder einen nennenswerten Angriffsversuch der Gäste. Nach einem abgefangenen Freistoß hatte sich Leinberger um die als Absicherung postierte Arnold gewunden und war in Richtung Fürther Tor gestartet. Alicia Kohl spielte die Abfangjägerin und zog an der Mittellinie das taktische Foul. Schiedsrichterin Söder zog auch – regelkonform die gelbe Karte.

Die berüchtigte fränkische „Gnaggschelln“ setzte es nach einer halben Stunde: Urplötzlich war Leinberger über den linken Flügel durchgebrochen. Arnold war zwar mitgelaufen, konnte die Nürnbergerin aber letztlich nicht stoppen und ihren Flachschuss musste auch Klug passieren lassen, so dass es – etwas unvermittelt – 0:1 stand.

Das Kleeblatt blieb zunächst unbeeindruckt und kam durch Alicia Kohl nach einem gehörigen Durcheinander im Nürnberger Strafraum zum Torschuss. Allerdings war Bauer zur Stelle und pflückte den 16-Meter-Schuss aus dem Winkel (32.). Diese Nachlässigkeit der Fürtherinnen nutzten die Gäste eiskalt aus: Direkt im Gegenzug war Franziska Mai plötzlich über die linke Abwehrseite durchgebrochen, konnte die sich ihr entgegenstellende Fürther Torhüterin ausspielen und zum 0:2 einschieben (33.). Die Fürtherinnen hatten zwar eine Abseitsstellung erkannt, die Fahne des Assistenten aber blieb unten.

Weiter drängte die Spielvereinigung auf den Anschlusstreffer und kam zu zwei Eckbällen in Folge, der Schussversuch von Michelle Schirmer war aber letztlich keine Herausforderung für Bauer (37.). Kurz vor der Pause konnte sich das Kleeblatt dann bedanken, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausgefallen war. Zunächst war es Luisa Richert, die aus 25 Metern über das Fürther Tor schoss (41.), dann war es noch einmal Mai, die nach einem Ballverlust im Mittelfeld erneut frei vor Klug aufgetaucht war, diesmal aber nur den Pfosten traf (43.).

Kaum waren die beiden Mannschaften nach der Kabinenansprache zurück auf dem Feld, musste Klug den Ball zum dritten Mal aus ihrem Tor holen. Urplötzlich war die frisch eingewechselte Lisa Tietz vor ihr aufgetaucht und hatte eingeschossen. Danach verlegten sich die Gäste auf das Verwalten des Ergebnisses und gelegentliche Angriffe mittels langer Bälle über die Fürther Abwehrreihe. Torgelegenheiten gab es in der Folge fast nur noch für den Regionalligisten. In der 54. Minute rettete Klug gegen Lein zur Ecke, neun Minuten später zielte Lein neben das Tor und auch in der 66. Minute musste Sandra Klug eingreifen und nach einem Ballverlust von Anna Steckel gegen Hanna Sauer retten.

Auf der anderen Seite war es Christina Maier, die sich links durchsetzen und in die Mitte flanken konnte. Dort behauptete Sabrina Schroll die Kugel gegen eine Verteidigerin, Bauer aber war rechtzeitig zur Stelle um der Stürmerin den Ball abspenstig zu machen. Nur eine Minute später vergab Katharina Kupfer die große Chance noch einmal heran zu kommen: Sie war auf dem rechten Flügel durch und in den Strafraum eingedrungen. Ihr Schuss aber landete nur krachend am Querbalken des Nürnberger Gehäuses.

Gerade noch vorne in Szene gesetzt, war es Kupfer auch, die in der 78. Minute eine Torchance der Gäste mit einleitete. Eigentlich hatte sie ein langes Zuspiel auf Tietz schon abgelaufen, woraufhin sie den Ball zu Klug zurück spielen wollte. Dieser Pass aber geriet zu kurz, so dass Tietz dazwischen spritzen und sich das Leder klauen konnte. Sie querte den Fünfmeterraum im Versuch Klug auszuspielen, was ihr aber nicht gelang. Letztlich ging der Ball rechts neben das Tor. Die Fürther Keeperin – nach einer Szene in der ersten Halbzeit schon angeschlagen – musste mit einer Schulterverletzung anschließend ausgewechselt werden. Ihren Platz nahm Daniela Held ein, die von der Trainerbank kommend ein Comeback als Spielerin gab.

Die großen Szenen des Spiels waren inzwischen aufgebraucht, nur eine sollte es noch geben: Zwei Minuten vor Ende der Partie flankte Fryer von der rechten Angriffsseite in den Strafraum, Arnold verpasste und Tietz kam zum Abschluss, traf aber ebenfalls nur die Latte. So blieb es bei diesem durchaus verdienten 0:3.

Die Fürtherinnen konnten trotzdem zufrieden sein, wie Alicia Kohl feststellte: „Ich denke, es hätte mit ein bisschen Glück schon mehr drin sein können, auch wenn der Club deutlich mehr Ballbesitz hatte. Aber wir haben gut zugestellt, ihr Aufbauspiel behindert und nur wenige Torchancen zugelassen. Vorne hätten wir uns belohnen können, waren aber am Ende nicht ganz konsequent genug.“ Letzten Endes „gab und gibt für uns im Moment wichtigeres als den Pokal,“ sagte die Mittelfeldspielerin weiter, „aber wir haben eine gute Leistung gezeigt und den Club ein Stück weit in seine Schranken gewiesen.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug (78. Held) – Arnold, Steckel, Auer (67. Hau), Kohl, Schroll, Treuheit (29. K. Kupfer), Vornehm (46. Maier), Düning, A. Kupfer, Schirmer - Trainer: Daniela Held
1. FC Nürnberg: Bauer – Grimm (60. Riegler), Raasch, May, Leinberger (46. Tietz), Richert (58. Vogel), Nischler, Mai, Sauer, Fryer, Lein (76. Ittner) - Trainer: Osman Cankaya
Tore: 0:1 Leinberger (30.), 0:2 Mai (33.), 0:3 Tietz (47.)
Schiedsrichter: Angelika Söder
Zuschauer: 100
Gelbe Karten: Kohl
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