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Saison 1976/1977
37. Spieltag - So., 15.05.1977, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - SpVgg Bayreuth
1:1 (1:0)
Das war ein mäßiger Abschluß der Saison auf eigenem Platz für die SpVgg Fürth: trotz einer Vielzahl klarer Einschußmöglichkeiten mußten sich die Kleeblättler im Ronhof gegen ihren Namensvetter aus Bayreuth mit einem mageren 1:1 (1:0) zufriedengeben.,
Es wurde also nichts mit dem Abschiedsgeschenk für Trainer Hans Cieslarczyk. Ohne Heubeck, Grabmeier und den bereits nach 20 Minuten wegen einer erneuten Schulterverletztung ausscheidenden Heinlein war nicht jener Schwung im Fürther Spiel, der die Mannschaft lange Zeit beflügelt hatte. Zwar hatte Lambie am linken Flügel abermals eine Reihe guter Szenen, doch wurde aus seinen Flankenbällen kaum Kapital geschlagen. Um so weniger kam von der anderen Seite, wo Schwarz sich gegen Bleckert kaum einmal durchzusetzen vermochte. Bleckert blieb es auch vorbehalten, sieben Minuten vor Schluß den Bayreuther Ausgleichtreffer zu erzielen.
Broh, nach der Pause eingesetzt, hatte mit diesem energischen Verteidiger ebenfalls sehr große Mühe. Bedauerlich aus Fürther Sicht, daß der überaus agile Geyer sich in der 75. Minute eine Innenband-Verletzung zuzog. Bis dahin war er ohne Zweifel ein belebendes Element des manchmal doch recht gemächlichen Fürther Spiels gewesen.
Auch bei den Bayreuthern merkte man den Kräfteverschleiß nach einer langen Saison. Kapitän Größler, im Vorspiel noch mit einer Prachtleistung aufwartend, ging diesmal weitgehend unter. Klump hatte ihn stets unter Kontrolle. Schließlich ging dem Fürther Führungstreffer von Hilkes kurz vor der Pause ein , schwerer Schnitzer des Bayreuther Spielführers voraus.
Bis zu diesem Zeitpunkt hätten die Fürther das Spiel bereits längst „in der Tasche" haben können. Unger vergab nach einem Geyerzuspiel kläglich, Grimms Prachtschuß verwehrte der unglücklich in der Schußbahn stehende Unger den Weg ins Netz. Nach einem unwiderstehlichen Solo wurde Grimm im Strafraum von Hörn gelegt, doch Schiedsrichter Roß, der das insgesamt faire Spiel souverän und ohne gelbe Karten leitete, ließ weiterspielen. Ungar hob nach einem der vielen Eckbälle vor der Pause das Leder knapp übers Tor, und einen Gewaltschuß Geyers lenkte Hofmann für den geschlagenen Hillmann zur Ecke.
Zur allgemeinen Überraschung blieb „Bobby" Breuer bei Wiederbeginn in der Kabine. Er allein hatte bis zum Wechsel das Fürther Gehäuse zweimal in Gefahr gebracht: zuerst mit einem raffiniert angesetzten Heber, den Löwer nie erreicht hätte, wobei der Ball vom Torkreuz ins Aus sprang; später mit einem Direktschuß, den der Fürther Schlußmann gerade noch parieren konnte. Imponierend anfangs auch das Wechselspiel zwischen Breuer und dem mitunter noch
Erst-Bundesliga-Herkunft verratenden Damjanoff, der sich in der Rolle des Liberos abwechselten.
Im zweiten Abschnitt steigerte sich der Ex-Fürther Wolfgang Hillmann im Bayreuther Tor großartig. Einen Hilkes-Kopfball drehte er noch an den Pfosten, Grimms direkt abgefaßten Scharfschuß holte er aus dem Torkreuz, und bei einem Knaller von Hilkes reagierte er phantastisch. Dazwischen mußte Damjanoff nach einem Kopfball Ungers auf der Torlinie retten.
Eine Viertelstunde vor Schluß, als Geyer angeschlagen und die Auswechselquote erschöpft war, ließen die Kleeblättler bedenklich nach. Die Bayreuther witterten Morgenluft, wurden offensiv, wobei sich neben Damjanoff vor allem die beiden Verteidiger Hofmann und Bleckert auszeichneten. Schließlich führte ein Flankenball von Sommerer, den Bleckert im Hechtsprung völlig unbehindert einköpfte, zum Ausgleich.
Insgesamt ein Spiel mit allen Merkmalen der zu Ende gehenden Saison. Das Tempo ließ zumindest teilweise zu wünschen übrig, im Spiel ohne Ball legte man sich allzuviel Zurückhaltung auf und auch vom Einsatz her wurde überdeutlich, daß es praktisch um nichts mehr ging.
Fürths Trainer Hans Cieslarczyk klagte hinterher: „Wenn man zehn Torchancen hat und nur eine davon nutzt, dann ist dies eben zu wenig. Immerhin blieben wir in den letzten neun Spie- len hintereinander ungeschlagen und haben den 7. Platz erreicht, den wir behalten wollen."
Bayreuths Trainer Gerhard Happ meinte: „Immerhin war dies unser 14. Auswärtspunkt." Bleckert war nach dem Spiel der glücklichste Mahn; er erzielte das erste Tor seit zwei Jahren.

Konrad Vogelsang

SpVgg Fürth: Löwer - Rütten, Lausen, Bergmann, Klump - Grimm, Heinlein (20. Geyer), Unger - Schwarz (46. Broh), Hilkes, Lambie - Trainer: Hans Cieslarczyk
SpVgg Bayreuth: Hillmann - Hofmann, Brendel, Damjanoff, Bleckert - Kaul, Horn, Breuer (46. Sommerer) - Größler, Milardovic, (58. Hobner), Brand - Trainer: Gerhard Happ
Tore: 1:0 Hilkes (41.), 1:1 Bleckert (82.)
Schiedsrichter: Roß (Ingolstadt)
Zuschauer: 2664
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