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Saison 2019/2020
1. Spieltag - Sa., 31.08.2019, 17:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Ingolstadt 04 II
1:5 (0:3)

Gegen eine der Top-Mannschaften der Liga zu starten ist nie einfach, schon gar nicht für ein neu formiertes und junges Team, wie das die SpVgg Greuther Fürth in der Bayernliga aufbietet. So musste sich das Kleeblatt dem FC Ingolstadt 04 II am Samstag zum Saisonstart recht deutlich mit 1:5 (0:3) geschlagen geben.

Schnell war klar, dass es eine schwere Aufgabe gegen die Oberbayerinnen werden würde, denn die legten gleich vom Anstoß weg los wie die Feuerwehr. Schon nach elf Minuten brannte es lichterloh vor dem Fürther Tor. Mona Budnick war zwischen den beiden Fürther Innenverteidigerinnen Andrea Walter und Josina Arnold durchgebrochen und Torhüterin Valerie Münderlein musste ihr ganzes Können aufbieten, um den Abschluss von Budnick zu parieren. Erst die dann zur Hilfe geeilte Walter konnte das Leder anschließend aus dem Fürther Strafraum schlagen und die Situation fürs erste entschärfen.

Drei Minuten später gelang das nicht mehr: Lisa Semmler war auf der rechten Fürther Abwehrseite angetreten, mehr oder weniger begleitet von Frost und Arnold. Semmler legte in die Mitte wo Budnick frei stand und ohne große Mühen zur Gästeführung einschießen konnte. Die Gäste diktierten das Geschehen, doch auch das Kleeblatt kam zweimal in Tornähe. Ein Freistoß von der linken Seite brachte aber ebenso wenig ein, wie eine kurz darauf folgende Ecke.

Die gefährlichste Situation folgte dann in Minute 15: Franziska Gumbrecht hatte Lola Eyrisch geschickt, die versuchte den Ball auf die halblinks in den Strafraum eindringende Düning zu legen, was die Abwehr aber verhindern konnte. Der Ball kam zu Katharina Kupfer, die von der Strafraumkante abzog, doch Anna-Lena Daum begrub die Kugel unter sich.

Im direkten Gegenzug waren es dann wieder die Schanzerinnen, die sich gnadenlos effektiv zeigten. Diesmal war es Budnick, die sich erneut über die rechte Fürther Seite durchsetzte, gegen Arnold den Ball behauptete und anschließend auf Sarah Müller durchsteckte, die das Leder trocken ins lange Eck beförderte (16.).

Nur zwei Minuten später scheiterte Budnick ein weiteres Mal an der stark aufgelegten Münderlein, ehe sich das Spiel etwas beruhigte. Die Gäste aber blieben weiterhin tonangebend. Den nächsten Gong setzten sie in der 33. Minute. Diesmal ging der Angriff über die andere Seite, wo sich eine Ingolstädterin gegen Andrea Walter durchsetzen konnte. Sie versuchte es selbst, doch Münderlein konnte den Ball zunächst abwehren. Bevor die Keeperin aber wieder auf den Beinen war und das Leder endgültig entschärfen konnte, war Anna Rehr zur Stelle und brauchte nur einschieben.

Diesen erneuten Rückschlag beantworteten die Fürtherinnen umgehend: Larissa Düning ließ Anna Junge links liegen und kam im Strafraum zum Abschluss. Mit dem Außenrist versuchte sie Daum zu überwinden, die Keeperin war aber auf dem Posten und konnte den Ball sicher fangen.

Ingolstadt konnte es sich nun leisten das Tempo etwas herauszunehmen, ohne aber an Gefährlichkeit zu verlieren. Wieder war es Budnick, die nach einem von Lushi in den Strafraum gebrachten Freistoß per Kopf allerdings deutlich über das Tor zielte.

Einmal sollte der Puls auf Fürther Seite vor der Pause noch gewaltig steigen, denn in der 44. Minute hatte Wolfram den Ball auf Lola Eyrisch durchgesteckt. Die ging mit Tempo auf die Torhüterin zu und wurde kurz vor dem Strafraum von Nickl zu Fall gebracht. Klare Sache, dachten die Fürtherinnen: Notbremse und rote Karte. Schiedsrichter Pfeiffer ließ diese aber stecken und zeigte der Ingolstädterin unverständlicherweise nur den gelben Karton.

Fürths Trainer Simon Eisinger hatte zur Pause schon zweimal reagiert: Vor dem Seitenwechsel hatte er schon Celia Catalan Keck für Larissa Düning ins Spiel gebracht, zum Wiederanstoß stand dann auch Naemi Nittel auf dem Feld, die Franziska Gumbrecht abgelöst hatte. Den ersten Akzent aber setzte wieder der FC Ingolstadt. Direkt nach dem Anstoß musste Münderlein Kopf und Kragen gegen die erneut durch die an diesem Tag alles andere als sattelfest wirkende Fürther Abwehr gebrochene Budnick riskieren, um der Ingolstädterin den Ball buchstäblich vom Fuß zu stibitzen. Keine zehn Minuten später war es Prawda, die sich gegen Isabell Wahl auf der rechten Seite durchtankte und abschloss. Wieder konnte Münderlein parieren und Walter anschließend klären (54.).

Dass aber auch die Ingolstädter Mannschaft ihre Schwachstellen hatte, das zeigte das Kleeblatt in der 65. Minute: Eileen Frost hatte den Ball auf die links startende Naemi Nittel durchgesteckt. Die tanzte eine Abwehrspielerin aus und zog in den Strafraum. Aus halbrechter Position ließ sie Daum mit einem satten Rechtsschuss keine Chance und brachte das Kleeblatt noch einmal zurück ins Spiel.

Die Freude über das 1:3 war jedoch nur von kurzer Dauer. Ingolstadt drückte das Gaspedal einmal kurz durch und sofort geriet die Fürther Hintermannschaft angesichts des Gästedrucks erneut ins schwimmen. Wieder kam der Ball von der rechten Fürther Abwehrseite nach vorne, ein Seitenwechsel und ein satter Schuss von Semmler und schon war der alte Abstand wieder hergestellt (72.).

Die Fürtherinnen gaben sich aber nicht auf und versuchten weiter nach vorne zu spielen: Lola Eyrisch hatte sich den Ball in der gegnerischen Hälfte erkämpft und über Katharina Kupfer gelangte das Spielgerät zu Ann-Kathrin Wolfram. Die zielte flach auf die rechte, untere Ecke, doch Daum war zur Stelle und konnte den Einschlag verhindern. Die Gäste machten eine ähnliche Situation besser: Nach einem Fehlpass auf Schuck kam der Ball via Steinberger zu Budnick und die konnte mutterseelenalleine vor Münderlein zum 1:5-Endstand vollstrecken.

„Ingolstadt war schon deutlich besser und wir haben in der Defensive zuviel zugelassen“, gab sich Alicia Kohl selbstkritisch. Trainer Simon Eisinger geht mit seiner Mannschaft nicht hart ins Gericht: „Das wir noch nicht bereit sind für die Spitzengruppe ist ja klar. Trotzdem konnten wir dem FCI phasenweise die Stirn bieten. Wo unsere Probleme liegen wissen wir und der Gegner hat genau das schonungslos für sich nutzen können. Wir brauchen noch die ein oder andere Woche, gerade jetzt wo alle Spielerinnen nach der Urlaubszeit wieder da sind, dann greifen wir an.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Münderlein –Walter (77. M. Nittel), Arnold, Kohl, Wahl (65. A. Kupfer), Wolfram, Frost, K. Kupfer, Düning (38. Catalan Keck), Gumbrecht (46. N. Nittel), Eyrisch - Trainer: Simon Eisinger
FC Ingolstadt 04: Daum – Nickl, Semmler, Prawda (81. Steinberger), Lushi, Müller (57. Schuck), Rehr, Städtler (70. Hierl), Budnick (85. Feye), Steurer, Junge - Trainer: Armin Schmid
Tore: 0:1 Budnick (14.), 0:2 Müller (16.), 0:3 Rehr (33.), 1:3 N. Nittel (65.), 1:4 Semmler (72.), 1:5 Budnick (82.)
Schiedsrichter: Christoph Pfeiffer
Zuschauer: 50
Gelbe Karten (Gast): Nickl
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