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Saison 2019/2020
2. Spieltag - Sa., 07.09.2019, 17:00 Uhr
FC Ruderting - SpVgg Greuther Fürth
4:1 (2:1)

Auch im zweiten Saisonspiel gab es für die SpVgg Greuther Fürth in der Bayernliga keine Punkte. Beim FC Ruderting musste sich das Kleeblatt erneut geschlagen geben. Am Ende stand diesmal ein 1:4 (1:2) aus Fürther Sicht auf dem Tableau.

Auch wenn der FC Ruderting als Aufsteiger erst sein zweites Spiel in der Bayernliga machte, war von Anfang an klar, dass er ein ernstzunehmender Gegner sein würde. Das unterstrichen die Gastgeberinnen auch gleich mit einem sehr druckvollen Beginn. Schon in der ersten Minute nutzte Alicia Kohl ein Foulspiel um ein Zeichen zu setzen. Den fälligen Freistoß setzte Ruderting an den Pfosten des erneut von Valerie Münderlein gehüteten Gehäuses.

Das Kleeblatt fand überhaupt nicht ins Spiel und ließ sich von den Gegnerinnen weit ein die eigene Hälfte drücken. Befreiung? Entlastung? Eigene Angriffe? In dieser Phase war daran für die Fürtherinnen nicht zu denken, die sich darauf konzentrieren mussten, sich ihrer Haut zu erwehren. Lange ging das allerdings nicht gut, denn ein Ballverlust ausgerechnet der erfahreneren Spielführerin Ann-Kathrin Wolfram führte zum ersten Gegentor. Allerdings war der Ballverlust nur der Anfang einer Kette an Nachlässigkeiten und Fehlern der Fürther Hintermannschaft: Höllrigl ließ Arnold, Walter, Wolfram, Kohl und Frost wie Slalomstangen stehen und schob humorlos zum frühen Fürther Rückstand ein – nichts zu halten für Münderlein (5.).

Erst langsam fand die SpVgg überhaupt zu sich. Nach zehn Minuten versuchte sich Lola Eyrisch erstmals, ihr Schuss aber war sichere Beute von FC-Keeperin Butscher. Dann waren die Gastgeberinnen wieder an der Reihe: Nach einem starken Pass in den Rücken von Eileen Frost war es Arnold, die die folgende Hereingabe klären konnte (12.).

Nach einer guten Viertelstunde war es dann wieder eine Fehlerkette, diesmal beginnend ganz vorne: Eyrisch hinderte eine Gegenspielerin nicht daran einen langen Ball ins Fürther Mittelfeld zu spielen. Dort verlor Andrea Walter das Kopfballduell gegen die allerdings auch deutlich größere Hanna Maier und schon ging es wieder blitzschnell: Über Hobelsberger ging es hinaus auf den Flügel, Frost war nicht bei ihrer Gegenspielerin, die in den Strafraum flankte, wo inzwischen Maier wieder in Position war und zum 2:0 einnickte (16.).

Eine Minute später fast das 3:0, doch Maier schob den Ball in dieser Situation knapp am linken Pfosten vorbei. Auch in der 20. – nach Ballverlust Gumbrecht – ging der Ball knapp am Fürther Tor vorbei und man musste sich glücklich schätzen nicht schon höher im Rückstand gewesen zu sein.

Langsam aber bissen sich die Fürtherinnen ins Spiel. Zweimal war es Alicia Kohl, die allerdings zu hektisch war und den Ball jeweils ins Nichts spielte. Dann musste Münderlein noch einmal ran: Nach einem Fehlpass von Gumbrecht und einmal mehr ungeordneter Abwehr musste sie gegen Maier Kopf und Kragen riskieren um zu klären.

„Besonders mit der ersten halben Stunde war ich gar nicht zufrieden“, so Trainer Simon Eisinger nach dem Spiel, „das Zweikampfverhalten war eine Katastrophe.“ Aber es wurde besser. Endlich gewann man auch die offensiven Duelle und so schafften es die Fürtherinnen auch immer wieder vor das FC-Tor zu kommen. Der Lohn war der folgende Ausgleich. Ann-Kathrin Wolfram hatte den Ball auf die halbrechte Seite in den Strafraum gespielt, wo Franziska Gumbrecht uneigensinnig die noch besser postierte Lola Eyrisch sah und zur Stürmerin hinüber legte. Die hatte nun keine Mühen mehr, um zum 2:1-Anschlusstreffer einzuschieben (41.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Fürtherinnen die aktivere Mannschaft. Mit Macht drängte das Kleeblatt auf den Ausgleich. Eine erste Ecke in der 46. Minute brachte nichts ein. In der 50. Minute hatte sich Katharina Kupfer durchsetzen können, doch Butscher war auf dem Posten und klaute der Fürtherin den Ball buchstäblich vom Fuß. Eine Minute später war es die eingewechselte Milena Proske, deren Schuss von einer Abwehrspielerin geblockt wurde.

Mitten in diese Drangphase platzte dann Ruderting in Gestalt von Franziska Höllrigl. Sie hatte sich den Ball über den Kopf und über ihre Gegenspielerin selbst in den Lauf gelegt, wurde aber von der Fürther Defensive zur rechten Seitenlinie abgedrängt. Die Flanke verunglückte eigentlich, schlug aber direkt im langen Eck ein und es stand aus heiterem Himmel 3:1 (56.).

Erneut zwei Minuten später musste Münderlein sogar per Kopfballabwehr vor dem eigenen Strafraum gegen die heranrauschende Maier retten, die die Keeperin in der Situation abräumte. Unbeeindruckt suchte die SpVgg ihren Erfolg weiter in der Offensive. Naemi Nittel ersetzte Franziska Gumbrecht und sollte als zweite, schnelle Spitze noch für mehr Schwung im Angriff sorgen. Geschlagen gaben sich die Fürtherinnen jedenfalls noch nicht.

Einen weiteren Fehler nutzte dann aber noch einmal der Gastgeber: Einen eigentlich geklärten Ball wollte Proske sich holen, blieb dabei allerdings im Rasen hängen. Dies nutzte eine Angreiferin aus, schnappte sich die Kugel und legte quer auf Schmöller, die auf 4:1 erhöhte (69.). In der Folge versuchte das Kleeblatt noch einmal alles, biss sich an der gut sortierten Abwehr der Gastgeberinnen allerdings die Zähne aus.

„Wir waren nach dem 2:1 eigentlich wieder dran“, kommentierte Alicia Kohl das Spiel, „aber dann bekommen wir wieder zwei dumme Gegentore, die so nicht fallen dürfen.“

„Ruderting ist eine erfahrene Mannschaft, technisch stark und mit fünf genialen Offensivspielerinnen, das werden dieses Jahr auch noch andere Teams zu spüren bekommen. Meine Mannschaft hat nach anfänglichen Schwierigkeiten das Spiel angenommen und sich im Laufe des Spiels weiterentwickelt. Das stimmt mich zufrieden“, so Eisinger, „Womit ich gar nicht zufrieden bin, das sind die ersten 30 Minuten. Die Mannschaft weiß warum und kann sich auf das Training in dieser Woche freuen.“

Andreas Goldmann

FC Ruderting: Butscher – Putz, Zieringer (46. Fuchshuber), Schmöller (79. Haslbeck), Kaspar – Hufsky (71. Gerhofer), Hauer, Hobelsberger, Käser, Höllrigl – Maier (65. S. Putz) - Trainer: Patrick Madl
SpVgg Greuther Fürth: Münderlein – Walther, Arnold, Kohl (72. Nittel), Auer (46. Proske), Wahl (72. Düning), Wolfram, Frost, Kupfer, Gumbrecht (62. Nittel), Eyrisch - Trainer: Simon Eisinger
Tore: 1:0 Höllrigl (5.); 2:0 Maier (17.); 2:1 Eyrisch (41.); 3:1 Höllrigl (56.); 4:1 Schmöller (69.)
Schiedsrichter: Simmet (St. Oswald)
Zuschauer: 280
Gelbe Karten: Putz
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