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Saison 2019/2020
17. Spieltag - Sa., 03.10.2020, 16:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - Schwaben Augsburg
4:2 (1:1)
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Die zwei Niederlagen nach der doch so gut gelaufenen Vorbereitung schmerzten die Mannschaft von Trainer Eisinger sichtlich, mit dem ersten Sieg nach dem Re-Start aber holte sich das Kleeblatt dringend benötigtes Selbstvertrauen zurück. Gegen den TSV Schwaben Augsburg hieß es am Ende auf dem heimischen Trainingszentrum 4:2 (1:1) und mit diesem Ergebnis schieben sich die Fürtherinnen wieder aus der „roten Zone“ der Tabelle.

Mit Wut im Bauch, der die Niederlage in Hof noch immer nicht verdaut hatte, legte das Kleeblatt los und schon in der ersten Minute erzwangen die Fürtherinnen einen Ballverlust, den Katharina Kupfer zu einem ersten Torschuss nutzen konnte. Nur Sekunden später tauchte Kupfer schon wieder vor dem Gästetor auf, schloss allerdings etwas zu hastig ab, so dass die Torhüterin Sarah Reißner keine Mühen hatte. Auch Gumbrecht – diesmal von Anfang an auf dem Feld – machte es nicht besser, auch ihr Versuch landete in Reißners Armen (2.).

Mitten in diesen Sturmlauf setzten die Schwaben ein erstes Ausrufezeichen: Einen Stellungsfehler in der Fürther Abwehr ausnutzend kam Anne Fleig ein erstes Mal in diesem Spiel zum Abschluss und der sollte gleich sitzen: Unhaltbar für Valerie Münderlein schlug die Kugel unter dem Querbalken ein und das Kleeblatt lag erneut im Rückstand (6.). Dieser sollte jedoch nur zwei Minuten Bestand haben.

Unbeirrt vom Gegentreffer griff das Kleeblatt weiter an: Wieder war es Kupfer, die sich von links an der Torauslinie in den Strafraum durchtankte. Dort konnte sie nur mit einem Foul gestoppt werden und Gumbrecht trat zum Strafstoß an. Die 18-Jährige schaute die Torhüterin aus und verwandelte sicher zum Ausgleich (8.).

In der Folge entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem keine der beiden Mannschaften etwas herschenken wollte. Wenn es am Fürther Spiel in dieser Phase etwas zu bemängeln gab, dann bestenfalls die Verwertung der sich bietenden Gelegenheiten. Da keine dieser genutzt werden konnte, ging es mit diesem 1:1 auch in die Pause.

Im zweiten Durchgang waren es erneut die Gastgeberinnen, die den besseren Start erwischten. Diesmal betätigte sich Kupfer als Vorbereiterin, steckte den Ball schön in den Lauf der gestarteten Milena Proske gelegt. Die erinnert sich an die Szene: „Die Abwehrspielerin ist nicht mehr an den Ball gekommen, ich bin mit Tempo, gefolgt von Gegenspielern, auf’s Tor zugelaufen und habe ihn in die rechte Ecke geschoben“ (48.). Führung für das Kleeblatt und es sollte noch besser kommen. Sieben Minuten war es erneut Proske, die nach einem Zuspiel der eingewechselten Daniela Balda vom Strafraumrand abzog und diesmal links zum 3:1 in die Ecke traf.

In einer Phase der Wechsel passierte spielerisch zwar nicht mehr viel, allerdings kam mit Astrid Freitag eine zuletzt angeschlagene Spielerin wieder zurück ins Spiel und sorgte für weitere Sicherheit im Fürther Spiel. Zwar kam von den Gästen nicht viel nach vorne, hin und wieder aber waren es lange Bälle, die die Fürther Abwehr forderten. Ein Ball von außen war es dann, den Melanie Seidler schließlich im Nachsetzen ins Fürther Tor beförderte und es mit dem 3:2 noch einmal spannend machte (72.).

Die spielerischen Mittel der Gäste gingen langsam zur Neige und so musste Münderlein nur noch den einen oder anderen Distanzschuss abfischen, womit die Fürther Spielführerin keine Probleme hatte. Das Kleeblatt drängte in der am Ende sechs Minuten dauernden Nachspielzeit cleverer, ließ die Uhr runter laufen und setzte selbst noch einmal einen Akzent: Obwohl Isabell Wahl nach einer Verletzung nicht mehr weitermachen konnte und das Kleeblatt in Unterzahl zu Ende spielte, gelang der entscheidende Treffer. Proske eroberte den Ball von den alles – inklusive der Torhüterin – nach vorne werfenden Gästen und schickte Lola Eyrisch auf den Weg. Die Stürmerin lief alleine auf das Augsburger Tor zu und konnte mühelos zum Endstand einschieben.

„Augsburg war der erwartet schwere Gegner“, hielt Trainer Eisinger nach dem Spiel fest. „Das war ein weiterer Schritt nach vorne und eine überragende Leistung unserer Mädels. Ich bin sehr stolz auf das Team.“

„Das war definitiv eine große Erleichterung und nächstes Wochenende, in Weinberg, wollen wir natürlich an die Leistung von gestern anknüpfen“, freut sich Franziska Gumbrecht über das mit diesem Sieg zurückgewonnene Selbstbewusstsein.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Münderlein – Proske, Walter, A. Kupfer, Franke (76. Freitag), Treuheit (73. Wahl), Catalan Keck, Frost, K. Kupfer, Gumbrecht (50. Balda), Eyrisch - Trainer: Simon Eisinger
Schwaben Augsburg: Reißner – Fischer (76. Stockinger), Zeidler, Rauch, Fleig, Braunegger (76. Kreitmeir), Ritz, Knöferl (64. Kellner), Steppich, Seidler, Brieger (56. Raunecker) - Trainer: Christoph Bauer
Tore: 0:1 Fleig (6.), 1:1 Gumbrecht (9., Foulelfmeter), 2:1 Proske (48.), 3:1 Proske (55.), 3:2 Seidler (72.), 4:2 Eyrisch (90.+5)
Schiedsrichter: Johannes Gründel
Gelbe Karten: Treuheit, Franke, Balda
Gelbe Karten (Gast): Steppich
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