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Saison 1990/1991
Bezirkspokal - Endspiel - Fr., 17.05.1991, 18:30 Uhr
SpVgg Fürth - TSV Vestenbergsgreuth
3:2 n.V. (2:2, 1:0)
In einem überharten Pokalfight behielt die SpVgg Fürth allerdings erst in der Verlängerung mit 3:2 Toren die Oberhand über den Bayernligsiten TSV Vestenbergsgreuth. Match-Winner war Routinier Norbert Hütter, der den Siegtreffer in der 115. Minute erzielte. In der 24. Minute hatte er die Kleeblättler mit 1:0 in Führung gebracht.

Von der ersten Minute an stiegen die Greuther hart ein und handelten sich sofort zwei Gelbe Karten für Thomas Latteier und Harald Kupfer ein. Die Fürther ließen sich jedoch nicht einschüchtern und hatten die durchweg besseren Möglichkeiten. Allein das Eckenverhältnis von 10:2 in der ersten Halbzeit sprach für die Gastgeber.

Unsicherheiten in der Abwehr der TSVler waren nicht zu übersehen, doch zunächst waren die Angriffe der Kleeblättler etwas zu harmlos. So wurde Hermann in der fünften Minute von einem klugen Zettl-Zuspiel überrascht, so dass er freistehend vor Torhüter Günther Reichold nicht mehr an den Ball kam. In der 14. Minute zog Michael Stolz aus knapp 20 Metern ab, doch Reichold konnte seinen strammen Schuss gerade noch um den Pfosten drehen. In den nächsten fünf Minuten blockte die TSV-Abwehr Schüsse von Auernhammer, Sendner und Ebner gerade noch ab.

Als der Greuther Vorstopper Johann Hack in der 23. Minute die dritte Gelbe Karte sah, war einer der zahlreichen Freistöße für Fürth an der Strafraumgrenze fällig. Reichold lief zu weit aus seinem Gehäuse und prallte außerdem unglücklich mit Harald Ebner zusammen. Oliver Zettl erkannte die Situation blitzschnell und spielte den Ball zu Norbert Hütter. Dieser hatte keine Mühe, das vielumjubelte 1:0 zu erzielen.

Danach wurde der TSV Vestenbergsgreuth zusehends stärker. So köpfte Markus von Aufseß in der 31. Minute aus fünf Metern nur ganz knapp am Pfosten vorbei und fünf Minuten später verstolperte Klaus Hermann eine klare Chance im Fürther Strafraum. Kurz vor dem Pausenpfiff befreiten sich die Kleeblättler wieder etwas, aber Chancen vom fleißigen Oliver Zettl und von Michal Stolz brachten nichts mehr ein.

Mit einem Paukenschlag begann die zweite Halbzeit. Es schien, als wäre die heimische Abwehr noch gar nicht auf dem Platz, da schoss Klaus Hermann nach 30 Sekunden völlig ungehindert zum 1:1 ein. Davon erholten sich die Fürther zunächst nicht. Der Bayernligist bekam ein deutliches Übergewicht, während bei den Kleeblättlern einige Zeit kaum noch etwas zusammenlief. Lediglich Martin Hermann holte nach einem Konter den zehnten Eckball heraus. Bei einem raffiniert angeschnittenen Freistoß desselben Spielers hatte der Greuther Hüter Mühe, den Ball zu halten.

Dann überstürzten sich die Ereignisse. Zunächst erhielt der wiederholt überhart einsteigende Rosemann eine Zeitstrafe (66.). Vier Minuten später erwischte es Martin Hermann nach einem Revanche-Foul. In der 73. Minute drang Zettl in den Strafraum ein und wurde vom herausstürzenden Torwart Reichold von den Beinen geholt. Ohne Zweifel war dafür ein Strafstoß fällig.

Schiedsrichter Ecksteins Entscheidung, Platzverweis für Reichold, erschien dabei zu hart. Es dauerte eine Minute, ehe Ersatztorhüter Krebs zwischen den Pfosten stand und mit Zagorcic ein Feldspieler den Platz verließ. Den von Ebner scharf geschossenen Ball parierte Krebs, doch gegen dessen Nachschuss streckte er sich vergebens. Der TSV gab sich dennoch nicht geschlagen. Auch in der Unterzahl erzwangen sie zumindest ein ausgeglichenes Spiel.

Schließlich handelte sich Stolz in der 84. Minute wegen Reklamierens ebenfalls eine Zeitstrafe ein. Und der TSV brachte die Fürther weiterhin in Verlegenheit. Schließlich glaubte man, die Partie sei für die Kleeblättler gelaufen, als Glintschert in der 90. Minute ein völlig unnötiges Foul fabrizierte. Den Freistoß aus 18 Metern Entfernung hob Latteier elegant und unhaltbar für Kastner zum nicht mehr für möglich gehaltenen 2:2 ins Netz.

In der fälligen Verlängerung überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst handelten sich die TSVler Böhm und Pfeuffer wegen überharten Einsteigens Zehn-Minuten-Strafen ein und auch der Fürther Stolz wurde auf die Bank geschickt In der 115. Minute dann das befreiende 3:2 für die Kleeblättler, das wiederum Norbert Hütter erzielte. Dieser Treffer ging den Gästen aber offensichtlich derart an die Nerven, dass anschließend Rosemann und Böhm noch die Rote Karte sahen.
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert - Lunz, Förster - Stolz, Hütter, Sendner (58. Pieczyk), Ebner, M. Hermann - Auernhammer (77. Holmeide), Zettl - Trainer: Günter Gerling
TSV Vestenbergsgreuth: Reichold - Kupfer, Rosemann, Hack, Zagorcic (73. Krebs), Latteier, K. Hermann (56. Binting), Böhm, Seitz, Pfeuffer, von Aufseß - Trainer: Bertram Beierlorzer
Tore: 1:0 Hütter (24.), 1:1 K. Hermann (46.), 2:1 Ebner (74.), 2:2 Latteier (90.), 3:2 Hütter (115.)
Schiedsrichter: Eckstein (Wendelstein)
Zuschauer: 1430
Rote Karten: Stolz
Rote Karten (Gast): Reichold (73.), Rosemann (117.), Böhm (120.)
Zeitstrafen: M. Hermann, Stolz
Zeitstrafen (Gast): Rosemann, Böhm, Pfeuffer
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