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Saison 1972/1973
21. Spieltag (Nachholspiel) - Sa., 03.03.1973, 15:30 Uhr
Freiburger FC - SpVgg Fürth
2:1 (1:1)
Am 28.01.1973 waren die Fürther vergeblch nach Freiburg gefahren.

Die Hoffnungen der Spielvereinigung, in der letzten Phase der Meisterschaft in den Kampf um den zweiten Platz einzugreifen, versanken im tiefen Boden des Freiburger Mösle-Stadions: mit einem 2:1-ErfoIg behielten die Freiburger die beiden Punkte, die sie im Kampf gegen den Abstieg auch dringend benötigten.
So paradox es klingen mag - man konnte bei diesem Resultat genauso von einer unglücklichen Niederlage für die Fürther wie von einem verdienten Sieg der Freiburger sprechen.
Andersherum: das Spiel konnte unentschieden enden und das wäre den gebotenen Leistungen wohl am ehesten gerecht geworden.
Für die Fürther war die Niederlage schmerzlich weil abwendbar. Um ein Spiel zu gewinnen, muss man jedoch ein Tor mehr als der Gegner schießen, und das brachten die Fürther trotz der Vielzahl ihrer Chancen nicht fertig. Sie vergaben sie in der zweiten Halbzeit, als die Freifburger konditioneil stark nachließen und nach einem zweiten Fürther Tor wohl stehend k.o. gegangen wären. Dass dieses zweite Tor nicht fiel, war in einem Fall mit Pech zu entschuldigen, als Pieper an den Pfosten traf. In allen anderen Fällen aber war es Mangel an Konzentration, der im entscheidenden Moment den Erfolg verhinderte.
Man sollte dabei nicht alles auf Pieper abwälzen, der der torgefährlichste Stürmer der Fürther war und auch die meisten Chancen hatte und ausließ. Ihm fehlte vor dem Tor die Unterstützung durch Unger, der zwar in der zweiten Halbzeit gut aufbaute, sich am Strafraum aber von seinem Gegenspieler Bonse nicht lösen konnte.
Von den Flügeln lieferte Heubeck die stärkere Partie. Linsenmaier, allerdings angeschlagen ins Spiel gegangen, sah gegen ihn nur wenig Land, wahrend Jäger sich gegen Streich etwas schwerer tat, zu oft aber auch den Drang zum Tor vermissen ließ.
Die Hauptunterstützung des Fürther Angriffes kam aus dem Mittelfeld, wo man sich nach der Pause von den Schwächen der ersten Halbzeit, dem übertriebenen Querspiel, mit einigen Steilpässen freimachte. Bergmann, der Bente in den zweiten 45 Minuten unter Kontrolle brachte und Detsch, der sich gegen von de Fenn immer mehr behauptete, schufen die Grundlage für ein erfolgversprechendes Angriffsspiel; riskierten freilich in Tornähe auch zu wenig, was zum krönenden Abschluss hätte führen können. So reichte es auch diesem Mannschaftsteil nur zu einem Schönheitspreis.
Fürths Abwehr stand ihren Mann. Zwar kam Klump mit dem gerissenen Jugoslawen Matic nicht zurecht und musste immer wieder zu unsauberen Mitteln greifen um den besten Freiburger Stürmer zu bremsen; aber Marchl und Ammon im Zentrum waren verlässliche Kräfte sieht man einmal vom Deckungsfehler des Vorstoppers drei Minuten vor Schluss ab, der Krivokuca den Siegestreffer ermöglichte. Schülke wurde mit dem unerfahrenen Gensitz gut fertig Freilich: modernes Verteidigerspiel sah man von Klump und Schülke zu wenig, ihre Wirkung nach vorne blieb beschränkt. Diese wurde dann schon eher von Ammon erreicht, und auch Marchl baute aus der Tiefe gut auf.
Torhüter Löwer trifft an der Niederlage keine Schuld. Im Gegenteil: seine Sicherheit bewahrte die Fürther vor allem in der ersten Halbzeit vor möglichen weiteren Treffern.
Fürths positive Seiten betrafen in erster Linie die zweite Halbzeit. Vorher war man von der Fürther Spielstärke nicht so ganz überzeugt. Zu leicht konnten die Freiburger im Mittelfeld diktieren und sich in ihrem Angriffsfußball austoben, was sie freilich in der zweiten Halbzeit mit konditionellem Nachlassen büßen mussten.
Aber in den ersten 45 Minuten gaben sie doch deutlich den Ton an. Das war die Zeit, in der Bente noch mit voller Kraft aufspielte und sich gegen Bergmann durchsetzen konnte.
Freiburgs Führung war verdient. Dospial verwandelte, nachdem Matic wieder einmal an Klump vorbei war und geschickt geflankt hatte. Fürths Ausgleich war das Resultat des Erfassens der Situation, als Ammon mutterseelenallein 30 Meter vor dem Tor mit einem Querpass bedient wurde und den Bogenschuss riskierte, den Klaus viel zu spät sah. Dieser Treffer bedeutete das Ende der Freiburger Überlegenheit bis Bente drei Minuten vor Schluss plötzlich Krivokuca im Strafraum frei stehen sah, nachdem er durch einen missglückten Kopfball Klumps in Ballbesitz gekommen war. Sein Pass fand den Jugoslawen, den Trainer Bickelhaupt in der 61. Minute als letzte Rettung auf dem Mittelstürmerposten ins Spiel gebracht hatte, auf den Posten. Gegen seinen Schuss aus der Drehung war kein Kraut gewachsen. Freiburgs beste Kräfte waren Klaus im Tor, Treuheit als aufmerksamer Libero zusammen mit Vorstopper Dospial und Matic im Angriff.
Freiburger FC: Klaus - Streich, Dospial, Treuheit, Linsenmaier (65. Steinwarz) - Bonse, Bente, von de Fenn - Gensitz, Schnitzer (61. Krivokuca), Matic - Trainer: Werner Bickelhaupt
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Marchl, Ammon, Schülke - Detsch, Bergmann, Unger - Heubeck, Pieper, Jäger - Trainer: Heinz Elzner
Tore: 1:0 Dospial (24.), 1:1 Ammon (33.), 2:1 Krivokuca (87.)
Schiedsrichter: Eichhorn (Zwingenberg)
Zuschauer: 2000
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