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Saison 1972/1973
27. Spieltag - So., 18.03.1973, 15:00 Uhr
Jahn Regensburg - SpVgg Fürth
2:1 (1:1)

Sie spielten und spielten die Fürther, es gefiel ihnen so sehr, dass sie darüber auch das Toreschießen vergaßen. So kam es wieder, wie kürzlich beim Freiburger FC: eine überlegene Spielvereinigung, die kurz vor Schluss noch abgefangen wurde. Konsterniert verließen die Weiß-Grünen den Platz, nach gutem Spiel hatten sie am Ende wiederum verloren. Zwei Minuten vor dem Ende besiegelte der von dem früheren Clubamateur Gerling verwandelte Freistoß die Niederlage der Kleeblättler.
Fürth brauchte einige Zeit um ins Spiel zu kommen. Das lag vor allem an dem Mittelfeldmotor Bergmann, der bald nach Spielbeginn mit dem früheren Nürnberger Lubanski böse aneinander geriet. Nach einem Bergmann-Foul revanchierte sich Lubanski dreimal und stand damit vor dem Platzverweis. Jahns Trainer Gerhard Happ erkannte dies und schickte für ihn Gerling auf das Feld.
Nach etwa 20 Minuten übernahmen die Gäste das Spiel und dominierten klar. In der 24. Minute startete Unger einen Alleingang, doch der ausgezeichnete Jahn-Keeper Hümmer war auf dem Posten. Vier Minuten später zwei Blitzreaktionen des Jahn-Keepers, als nacheinander Heubeck und der aufgerückte Schülke aus kurzer Entfernung auf das Tor knallten. In der 30. Minute brachte der agile Unger das Kunststück fertig, aus drei Metern Entfernung über das Regensburger Gehäuse zu knallen. Dann brach der überaus drangvolle Kohlhäufl durch, doch Löwer gelang es ihm das Leder vom Fuß zu nehmen.
In der 39. Minute fiel - nach einem großartigen Doppelpass Bergmann-Detsch-Bergmann - das längst fällige Fürther Führungstor. Doch schon zwei Minuten später gelang den Platzherren der psychologisch sehr wichtige Ausgleich, den ihr bester Spieler Kohlhäufl mit einem Kopfball erzielte. Dem sonst sicheren Löwer rutschte der Ball unter dem Körper durch.
Zwei Minuten später zeigte Fuchsgruber einen glänzenden Alleingang, und Fürth konnte von Glück reden, dass dieser den Ball nicht in Löwers Gehäuse unterbringen konnte.
Nach Wiederbeginn blieb Marchl in der Kabine. Für ihn kam Schöpe aufs Feld. Der Fürther Haudegen hatte sich bei einem. Zusammenprall mit Kohlhäufl eine Gehirnerschütterung zugezogen. Das Fürther Spiel wirkte jetzt gefälliger, als die überfallartigen Angriffe der Regensburger. Bei einem Pieper-Kopfball hatte Hümmer Mühe sein Gehäuse vor Schaden zu bewahren. Die 57. Minute brachte ein Heubeck-Solo über das halbe Spielfeld, aber der Schuss ging knapp vorbei.
In der 58. Minute tauchte Libero Stokowy vor Löwers Tor auf, schoss beherzt, doch Löwer konnte mit einer Blitzparade den Ball an sich bringen. Auch der kleine Klein versuchte sich als Torschütze, doch ging sein Weitschuss um Zentimeter am Fürther Gehäuse vorbei. Als in der 67. Minute Popp für Jäger auf das Feld kam, legten die Fürther nochmals einen Zahn zu, aber ein Vorstoß von Schülke wurde ebenso von Hümmer zunichte gemacht wie ein Schuss von Popp.
In den letzten zehn Minuten bäumte sich der SSV Jahn nochmals auf: Kohlhäufl knallte über das Tor und Genz schoss vorbei. Als sich alle schon mit einem Remis abgefunden hatten, pfiff Schiedsrichter Amerell bei einem Kopfballduell vor dem Fürther Strafraum Freistoß für die Gastgeber, den Gerling unhaltbar unter die Latte zum viel umjubelten 2:1 für den SSV setzte.
Bei der Spielvereinigung Fürth zeigte sich einmal mehr: Es genügt einfach nicht gut und gefällig zu spielen, dazu muss die nötige Entschlossenheit und Explosivität vor dem gegnerischen Tor kommen. In dieser Beziehung konnten sich die Kleeblättler vom SSV Jahn eine Scheibe abschneiden. Die Regensburger, rein spielerisch deutlich unterlegen, steckten während der 90 Minuten nie auf. So machte es ihnen wenig aus im Mittelfeld von Bergmann, Detsch und Unger im Verein mit dem unermüdlich nach vorn jagenden Schülke hin und her gehetzt zu werden. Als die Fürther schon glaubten, den SSV sicher im Griff zu haben, bäumten sich die Regensburger in den letzten zehn Minuten nochmals auf, wurden überlegen und schafften - wenn auch glücklich - das Endresultat von 2:1.
Mit diesem doppelten Punktgewinn ist der SSV aller Sorgen ledig und hat den Erhalt der Klasse auf jeden Fall geschafft. Bei Fürth hingegen ist nun endgültig auch der letzte Hoffnungsschimmer auf den zweiten Platz dahin. Es zeigte sich erneut, dass die Fürther Sturmspitzen doch nicht entschlossen genug sind herausgespielte Torgelegenheiten zu verwerten. Diesmal fehlten im Gegensatz zum Spiel gegen den Tabellenführer KSC weitgehend die Schüsse aus der zweiten Reihe. Ein Lob darf man Schülke zollen, der nach der Pause dem besten Jahn-Spieler Kohlhäufl ausgezeichnete Duelle lieferte. Auch Popp, in den letzten 23 Minuten aufs Feld gekommen, gab sich viel Mühe.

Jahn Regensburg: Hummer - Meichel, Valent, Stokowy, Pflüger - Genz, Lubanski (22. Gerling), Klein - Fuchsgruber, Kohlhäufl, W. Seitz (77. K. Seitz) - Trainer: Gerhard Happ
SpVgg Fürth: Löwer - Schülke, Marchl (46. Schöpe), Ammon, Klump - Detsch, Bergmann, Unger - Heubeck, Pieper, Jäger (67. Popp) - Trainer: Heinz Elzner
Tore: 0:1 Bergmann (39.), 1:1 Kohlhäufl (41.), 2:1 Gerling (88.)
Schiedsrichter: Amerell (München)
Zuschauer: 4200
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