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Saison 1972/1973
28. Spieltag - Sa., 24.03.1973, 15:30 Uhr
SpVgg Bayreuth - SpVgg Fürth
1:1 (0:0)
Mit aller Energie versuchte die SpVgg Bayreuth ihren zweiten Tabellenplatz gegen den Namensvetter aus Fürth zu verteidigen!
Was die Kleeblättler an Spielwitz voraus hatten, machten die Bayreuther durch tollen Einsatz wett und lagen nach einem Tor von Dvorak (54. Minute) bis kurz vor Schluss in Führung ehe sie durch Jäger doch noch den Ausgleich hinnehmen mussten. Das 1:1 entspricht den 90 Minuten, die zumindest teilweise ausgezeichneten Regionalliga-Fußball brachten.
Es ist alles ein bisschen klein geraten im Stadion der SpVgg Bayreuth, angefangen von den Kabinen, dem Drahtgitter, durch das die Spieler der Menge vorgeführt werden, bis zu Tribüne und Zuschauerrängen, die bereits einen Meter(!) nach der seitlichen Begrenzung des Spielfeldes beginnen. Um so enger ist die Beziehung zwischen Publikum und Spielern. Wenn die Fans ihre SpVgg anfeuern, scheint es, als würde dieses Miniaturstadion in seinen Grundmauern fibrieren. Hier herrscht noch unverfälschte, von Herzen kommende Fußballstimmung.
Drei Verletzte hatte der SpVgg Fürth das mehr als unglücklich verloren gegangene Spiel in Regensburg gekostet: Marchl, den ihn vertretenden Schöpe und Pieper. Alle drei standen in Bayreuth nicht zur Verfügung. Erstaunlich, wie harmonisch sich Klaus Dennerlein in das Angriffsspiel einfügte und mit einem erfrischenden Drang zum Tor aufwartete. Noch überraschender die starke Partie Eduard Plößls als Vorstopper gegen den quirligen Dvorak. Seltsam, dass Leute, die man beim Club nicht brauchen konnte, anderswo einschlagen.
Es hat sich bei der SpVgg Fürth so eingebürgert, gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel stets mit einer starken Leistung aufzuwarten. Dem war auch in Bayreuth nicht anders. Von Beginn an spielten die Weiß-Grünen respektlos auf Angriff. Ein Raunen ging durch die Zuschauerränge, als Schülke sich schon frühzeitig von seinem Gegenspieler, dem torgefährlichen Rother, löste und unentwegt um den Fluss des Fürther Spieles bemüht war. Im Mittelfeld war Detsch in seinem Element. Eine knappe Stunde lang stellte er die beherrschende Figur auf dem Felde dar. Bergmann, diesmal Kapitän, der ebenfalls einen guten Start hatte, wurde nach 20 Minuten von Lucas schwer gefoult, war dann leicht gehandicapt und nichl ganz so wirkungsvoll wie sonst.
Erster Schreckschuss für die Gäste nach vier Minuten: 20-Meter-Freistoß des Bayreuther Spezialisten Größler, doch Löwer ist auf dem Posten. Bald darauf erhält der Bayreuther Kapitän von dem insgesamt sehr mäßig leitenden Schiedsrichter Hofmeister aus Plattling die Gelbe Karte zu sehen, weil er bei einem weiteren Freistoß eigenmächtig die Fürther Mauer auf die rechte Distanz bringen will. Plößl wagt sich nach vorne, zieht ab, doch daneben. 31. Minute: Schülke im Bayreuther Strafraum, schießt, Pradt kann nur abklatschen, doch den Abpraller versiebt Jäger kläglich. Das alte Fürther Leid... 41. Minute: Dvorak hat sich endlich gegen Plößl durchgesetzt, Flachschuss, doch Löwer hält prächtig.
Nach der Pause gleich ein Dennerlein-Solo mit Pass zu Jäger, der jedoch knapp drüber donnert. Die 54. Minute bringt das 1:0. Unglücksrabe Detsch, bis dahin auffallendste Erscheinung, lenkt völlig unbedrängt den Ball Dvorak vor die Füße. Eine Drehung, abgezogen und das Leder zappelt im Fürther Netz. Erinnerung an Breitner vom Mittwochabend wird wach. Nun ist die Hölle los. Bayreuth stürmt, Fürth ist verwirrt und Detsch gelingt kaum noch etwas. Dafür nimmt auf Fürther Seite nunmehr Ammon das Spiel in die Hand. Der Angriffsschwung der Platzherren lässt nach. 61. Minute: Steilpass von Jäger zu Dennerlein, dessen Gewaltschuss krachend vom Pfosten ins Feld zurückspringt. Der plötzliche Wärmeeinbruch zehrt an den Kräften der Spieler. Beiderseits wird das Tempo langsamer. Frische Kräfte sollen hüben und drüben das Spiel beleben. Fürth bäumt sich nochmals gegen die drohende Niederlage auf. Ammon und Schülke versuchen es im Duett, vergeblich. Puscher, für Unger im Spiel, leistet gute Arbeit im Mittelfeld. In der 85. Minute spielt er sich am rechten Flügel durch, flankt und Jäger setzt mit prächtigem Kopfball das Leder zum 1:1 ins Netz.
Insgesamt ein gutes Spiel, in dem beide Mannschaften ihrem Ruf gerecht wurden. Bei den Platzherren gab es rasante Flankenläufe Größlers zu bewundern, mit dem der aufopfernd kämpfende Klump seine liebe Not hatte. Schäffner bewachte Jäger unerbittlich, schaltete sich außerdem immer wieder ins Angriffsspiel ein. Bruchner passte höllisch auf den schnellen Heubeck auf, konnte jedoch nicht verhindern, dass ihm dieser einige Male davonlief. Auch Popp, der Heubeck ablöste, zeigte sich verbessert. Zwei die auf Fürther Seite fast fehlerlos spielten: Ammon und Torwart Löwer. Bei Bayreuth zu bewundern das enorme Pensum, das im Mittelfeld Böhni und Horn bewältigten.
SpVgg Bayreuth: Pradt - Schäffner, Kaul, Lucas, Bruchner - Grimm, Horn, Böhni - Größler, Dvorak (78. Weiß), Rother (65. Rauh) - Trainer: Jenö Vincze
SpVgg Fürth: Löwer - Schülke, Plößl, Ammon, Klump - Detsch, Bergmann, Unger (75. Puscher) - Heubeck (63. Popp), Dennerlein, Jäger - Trainer: Heinz Elzner
Tore: 1:0 Dvorak (54.), 1:1 Jäger (85.)
Schiedsrichter: Hofmeister (Plattling)
Zuschauer: 6500
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