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Saison 1972/1973
31. Spieltag - So., 15.04.1973, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - SpVgg Ludwigsburg
2:1 (1:1)
Die SpVgg Fürth errang über den abstiegsgefährdeten Namensvetter aus Ludwigsburg, in zwei Wochen Gastgeber des 1. FCN, zwar einen insgesamt verdienten 2:1-Sieg, doch war unübersehbar: bei Fürth ist die Luft raus.
Es war kaum mehr als eine Pflichtübung, der sich die Kleeblättler unterzogen. Sie reichte gegen eine Mannschaft, die man spielerisch in besserer Erinnerung hatte. Sie war anscheinend mit so vielen taktischen Ratschlägen aufs Feld geschickt worden, dass die Spieler anfangs kaum wussten, was sie nun wirklich tun sollten.
Während zunächst die Gäste völlig konfus wirkten, zogen die Fürther ihr verwirrendes Kurzpaßspiel auf, wobei sich wie üblich Verteidiger Schülke unablässig in die Kombinationen einschaltete. So kam es nicht von ungefähr, dass er nach neun Minuten ein Zuspiel von Popp aufnahm und abzog. Nach seinem Scharfschuss streckte sich Holscher vergeblich.
Allmählich erholte sich Ludwigsburg von diesem Schock. Vor allem der kleine Eisenhardt, stets ungedeckt, kurbelte das Spiel der Gäste an. Nachdem in der 31. Minute ein Schuss Eisenhardts die Torlatte rasiert hatte, nahm sich vier Minuten später der energiegeladene Libero Dollmann ein Herz. Er stürmte mit dem Ball am Fuß in Richtung Fürther Tor, wurde nicht angegriffen und sein harter Schuss schlug hinter Löwer zum Ausgleich ein.
Bald darauf gab Detsch auf. Seine alte Oberschenkelverletzung machte sich wieder bemerkbar. Für ihn kam der Amateur Fuchs auf das Feld. Kurz vor der Pause gab es noch ein böses Missverständnis zwischen Bergmann und Löwer, das fast zu einem Eigentor geführt hätte.
Nach Seitenwechsel kümmerte sich Bergmann endlich um Eisenhardt. Dennoch kam nun die beste Zeit der Gäste. Große Mühe hatte Löwer in der 61. Minute, einen Schuss des Verteidigers Altmann zur Ecke zu lenken. Vier Minuten später rettete Plößl nach einem Stickel-Schuss gerade noch auf der Torlinie. Überraschend brachte die 73. Minute die Fürther Führung. Eisenhardt hatte im eigenen Strafraum eine Kerze fabriziert, Dennerlein kam mit dem Kopf an den Ball, nickte das Leder zu Unger, dessen Volleyschuss Holscher zum zweiten Male schlug.
Verzweifelt stürmten die Ludwigsburger, doch außer einem Schuss Eisenhardts aus kurzer Entfernung, von Löwer prächtig gehalten, brachten die Gäste das Fürther Tor nicht mehr ernstlich in Gefahr. Vielmehr mußte Holscher alles aufbieten, einen tollen Heubeck-Schuss zu meistern und einen Fallrückzieher Ungers zur Ecke zu lenken. In den beiden letzten Minuten köpfte Dennerlein gegen den Pfosten und Unger traf nur die Torlatte.
Den Kleeblättlern genügte diesmal eine kaum mittelmäßige Leistung, zu beiden Punkten zu kommen. Der etatmäßige Libero Ammon fehlte wegen Erkrankung, Verteidiger Klump musste wegen Verletzung pausieren. So spielte Plößl einen umsichtigen Vorstopper, während Routinier Marchl die Rolle des letzten Mannes übernahm. Schöpe spielte seine Vorzüge, Einsatz und Kampfkraft, eindrucksvoll aus. Als gar noch der lädiert ins Spiel gegangene Detsch das Handtuch warf und der bereits tags zuvor bei den Kleeblatt-Amateuren strapazierte Neuling Fuchs auf das Feld kam, traute man dieser Fürther Mannschaft nicht mehr viel zu. Nun, der kleine Fuchs, dem sicherlich noch einiges fehlt, fügte sich ansprechend ein.
Wenn ihm auch kein Tor gelang, so darf nicht übersehen werden, dass Dennerlein zum belebenden Element des Fürther Angriffs geworden ist. Vor allem zeigte er sich auch spielerisch verbessert. Es wäre keine Überraschung, wenn Dennerlein in der kommenden Saison in der Regionalliga Süd von sich reden machen würde. Dass er weiter an sich zu arbeiten hat um dahin zu kommen wird er selbst am besten wissen.
Bei Bergmann - mit vielen Kunstpausen -, dem technisch versierten Unger und dem launigen Heubeck genügten Durchschnittsleistungen gegen Ludwigsburg zu bestehen. Zu loben ist Heinz Popps Eifer, wenn ihm auch manches daneben ging.
Bei der SpVgg 07 Ludwigsburg kämpft man verzweifelt um den Klassenerhalt. Im Dezember 1972 wurden nochmals 250 000 DM in die Mannschaft gepumpt. Man lieh Torwart Holscher vom MSV Duisburg aus, verpflichtete Skrotzki (Eintracht Braunschweig), holte den als Libuda-Nachfolger gescheiterten Ex-Heilbronner Frey aus dem Kohlenpott und glaubte, mit Beichle (Hannover 96) einen Torjäger zu kapern.
Kein Zweifel: die Mannschaft wird große Mühe haben das rettende Ufer zu erreichen. Die spielerische Substanz ist nicht allzu groß. Nicht verwunderlich, dass die Kämpfertypen Dollmann, Eisenhardt und Altmann die auffallendsten Erscheinungen im gelb-schwarzen Dreß waren. Von Beichle und Skrotzki sah man herzlich wenig. Der nach einer Stunde hereingenommene Frey imponierte wenigstens durch Schnelligkeit.
Insgesamt eine mäßige Partie, in der eine auf Sparflamme eingestellte Fürther Mannschaft einen alles in allem zwar verdienten Sieg errang, der jedoch niemanden begeistern konnte.
SpVgg Fürth: Löwer - Schülke, Plößl, Marchl, Schöpe - Detsch (39. Fuchs), Bergmann, Unger - Heubeck, Dennerlein, Popp - Trainer: Heinz Elzner
SpVgg Ludwigsburg: Holscher - Altmann, Rübenach, Dollmann, Eimüllner - Kubik, Entenmann, Eisenhardt - Skrotzki (59. Frey), Stickel (79. Mayer), Beichle - Trainer: Kurt Sommerlatt
Tore: 1:0 Schülke (9.), 1:1 Dollmann (35.), 2:1 Unger (73.)
Schiedsrichter: Heckeroth (Frankfurt)
Zuschauer: 3000
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