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Saison 1972/1973
32. Spieltag - Sa., 28.04.1973, 15:30 Uhr
SpVgg Fürth - FC Bayern Hof
2:1 (2:1)
Das war nochmals ein tolles Spiel, kurz vor Abschluss der Saison. Beide Mannschaften hielten was sie versprochen hatten: offensiven Fußball zu zeigen.
Obwohl es um nichts mehr ging, gab es vor einer leider nur geringen Zuschauerkulisse eine temporeiche, kampfbetonte und bis zur letzten Minute spannende Partie, die die Platzherren schließlich mit 2:1 für sich entscheiden konnten. Mag der Fürther Sieg im Hinblick auf die größere Anzahl herausgespielter Torchancen gerechtfertigt sein, an den Spielanteilen gemessen hätte der FC Bayern gut und gerne ein Remis erreichen können.
Der SpVgg Fürth, die vor zwei Wochen beim mühselig errungenen 2:1-Sieg über die abstiegsgefährdete SpVgg 07 Ludwigsburg den Eindruck einer überspielten Mannschaft erweckt hatte, war die Osterpause offenbar gut bekommen. Jedenfalls entwickelte sie gegen den alten Rivalen „in Bayern ganz oben" großen Ehrgeiz. Da auch die Hof er nach ihrem imponierenden 3:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg im Ronhof mit großem Selbstbewusstsein auftraten, stand die Begegnung des vergangenen Samstags jener aus der Vorrunde (1:1) kaum nach.
Einen besseren Start konnten sich die Gäste nicht wünschen: Schuster erzwang beim ersten Hofer Angriff einen Eckball. Das von Lippert hoch hereingegebene Leder köpfte Schuster unbehindert zum 0:1 ein. Torwart Löwer stand wie erstarrt. Gleich fast das 0:2, als sich Löwer und Marchl bei der Abwehr gegenseitig behindern. Doch bald hatten sich die Platzherren von dem Schock des frühen Rückstandes erholt. In der 17. Minute spielte sich Bergmann durch, flankte zu Dennerlein, dessen wuchtiger Kopfball vom Pfosten zurücksprang. Nachdem Popp mit einem Heber über das von Franz verlassene Tor kein Glück gehabt hatte, schafften die Einheimischen in der 30. Minute endlich den Ausgleich:
Unger verlängerte einen von Popp getretenen Eckball zu Dennerlein, der aus der Drehung unhaltbar einschoss. Fünf Minuten später startete Libero Ammon zu einem Alleingang und wagte aus gut 22 Metern einen Schuss, der als tückischer Aufsetzer über den ausgestreckten Händen des sich werfenden Franz im Netz landete.
In der 41. Minute war die Begegnung für Heubeck zu Ende. Mit einer Oberschenkelzerrung musste er Jäger Platz machen.
Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Sturmlauf von Klump, dessen Scharfschuss Franz nur mit Mühe halten konnte. Dann aber trumpfte Hof groß auf. Bedeutete in der 48. Minute ein Wildgruber-Schuss für Löwer noch kein Problem, so mußte er zwei Minuten später alles aufbieten, einen Schuss Schusters unschädlich zu machen. Der Ex-Nürnberger Supertechniker hatte in einem unwiderstehlichen Slalomlauf alles stehen lassen, was sich ihm entgegenstemmte. Eine Hundertprozentige verstolperte Jäger in der 51. Minute nach prächtigem Zuspiel von Unger. Kurz danach musste sich Franz nach einem scharfen Kopfball Dennerleins mächtig strecken. Als Pechtold in der 65. Minute in den Fürther Strafraum eindrang, wurde er von Marchl energisch vom Ball getrennt. Zur allgemeinen Überraschung erkannte der ansonsten gut leitende SR Boos auf Strafstoß. Bei der Exekution nahm es Schuster um einen Deut zu genau. Der Ball landete am linken Innenpfosten, rollte die Torlinie entlang, streifte auch die rechte Stange. Klump fegte durch den Strafraum und drosch das Leder aus der Gefahrenzone.
Auch in der letzten Viertelstunde hielt das hohe Tempo an. Während Hof in dem Bestreben, den Ausgleich zu erzielen, alles nach vorne warf, eröffneten sich den Kleeblättlern mehrere Konterchancen, die jedoch von Jäger, Popp und dem kräftemäßig abbauenden Dennerlein vergeben wurden. Auf der anderen Seite hatte Löwer Glanztaten zu vollbringen, einen Scharfschuss Pechtolds wegzufausten und einen Kopfball von Werner um den Pfosten zu drehen.
Bei den Kleeblättlern steigerte sich Torwart Löwer nach dem verschlafenen 0:1 zu altgewohnter Form. Vor ihm hatte Ammon einen Glanztag. Klump und Lippert lieferten sich erbitterte Duelle, während der diesmal auf der linken Seite spielende Schülke seinen Offensivdrang etwas zügelte, bei seinen gelegentlichen Ausflügen Schusspech hatte. Seubert war für Marchl kein Problem, später hatte er mit Werner etwas mehr Mühe. Gut hielt sich Bergmann gegen Schuster.
Dass man den Hofer Spielmacher in seiner derzeitigen Form nicht ausschalten kann, darf niemanden verwundern. Ein großes Laufpensum legte Detsch zurück, tat viel für den Fürther Spielfluss, ließ Achatz allerdings ziemlich viel Spielraum. Unger konnte sich wiederholt gegen den harten Wildgruber durchsetzen; beim Abschluss hatte er diesmal kein Glück. Im Fürther Angriff war der drangvolle Dennerlein das belebende Element. Nach einer langen Anlaufzeit scheint ihm nunmehr der Durchbruch gelungen zu sein. Er könnte in der neuen Saison der Torjäger werden, den man in Fürth so lange suchte. Sehr eifrig spielte auch Popp, während sowohl Heubeck als auch der für ihn auf den Platz gekommene Jäger die Erwartungen nicht zu erfüllen vermochten.
Dass guter Fußball vom Publikum nur unzureichend honoriert wurde, bleibt die einzig bedauerliche Feststellung dieses Samstagnachmittags im Fürther Ronhof.
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Marchl, Ammon, Schülke - Detsch, Bergmann, Unger - Heubeck (41. Jäger), Dennerlein, Popp - Trainer: Heinz Elzner
FC Bayern Hof: Franz - Pechtold, Sieber, Stark, Wolf - Wildgruber, Schuster, Achatz - Werner, Seubert, Lippert - Trainer: Herbert Wenz
Tore: 0:1 Schuster (1.), 1:1 Dennerlein (30.), 2:1 Ammon (35.)
Schiedsrichter: Boos (Kronberg)
Zuschauer: 4000
Besondere Vorkommnisse: Schuster schießt Foulelfmeter an den Pfosten (66.)
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