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Saison 1972/1973
33. Spieltag - So., 06.05.1973, 15:00 Uhr
Stuttgarter Kickers - SpVgg Fürth
2:0 (1:0)
Die Hoffnung der Spielvereinigung Fürth, im letzten Auswärtsspiel nochmals Punkte zu holen, erfüllte sich nicht!
Bei den Stuttgarter Kickers, die dieses Spiel teilweise mit überraschend großer Härte führten, musste sie sich mit 2:0 klar geschlagen bekennen. Vor allem nach dem zweiten Treffer stegten die Fürther spürbar auf und mussten am Ende froh sein, nicht noch ärger unter die Räder gekommen zu sein.
Die Gäste waren bis Spielende geschockt, als in der 16. Minute Bergmann ein prächtiges Solo mit einem Schuss ins Kickers-Tor abschloss, Schiedsrichter Kirchenbauer jedoch diesen Treffer aus unerklärlichen Gründen nicht anerkannte. Ebenso fühlten sich die Fürther klar benachteiligt, als drei Minuten später der abermals in den Stuttgarter Strafraum eingedrungene Bergmann gefoult wurde, der Pfiff des seltsame Entscheidungen treffenden Schiedsrichters ausblieb. Einen Abschied gab es in Stuttgart von dem ehemaligen Fürther Helmut Fürther. Fürther war zehn Jahre bei den Kickers, bestritt rund 500 Spiele und erzielte etwa 200 Tore. Zusammen mit ihm nahm auch der Abwehrspieler Peter Schäffler Abschied von Degerloch. Er spielte neun Jahre für die Stuttgarter Kickers.
Auf tiefem klitschigem Boden, der die Spieler manch unfreiwillige Rutschpartie ausführen ließ, fanden sich die Platzherren zuerst zurecht. Innerhalb von zehn Minuten erspielten sich die Kickers wohl ein halbes Dutzend Torchancen, doch dauerte es bis zur 10. Minute ehe Holoch ins Schwarze traf. Unglücklicherweise hatte Marchl den Ball auch noch abgefälscht. Nach zwölf Minuten endlich ein Fürther Angriff, doch Dennerlein schoss über das Tor.
In der 24. Minute bot Kickers-Torhüter Kanzleiter eine Prachtparade, als er einen Scharfschuss von Detsch nach prächtiger Kombination Unger-Jäger aus dem Tordreieck holte. Gleich darauf musste der Kickers-Schlussmann dem Fürther Libero Amrnon den Ball vom Fuß holen. Kurz darauf hatte Unger eine ähnliche Chance, doch wieder kam ihm Kanzleiter zuvor. Während dieser Phase hätten die Gäste diese Begegnung für sich entscheiden können.
Nach der Pause kam bei der SpVgg Puscher für den bereits nach 20 Minuten angeschlagenen Unger auf das Feld, während die Platzherren Potschak für den verletzten Frommer einsetzten. Bei den Stuttgartern erwies sich der Austausch als geglückt. Puscher unterliefen, trotz allem Einsatz, eine Reihe von Abspielfehlern. Nach Wiederbeginn war das Tempo nicht mehr ganz so hoch wie im ersten Abschnitt. Etwa ab der 55. Minute kamen dann die Platzherren stark auf. Zunächst konnte Löwer einen Prachtschuss von Sommer aus dem Torkreuz holen. Dann musste Ammon gegen den durchgebrochenen Potschak kurz vor dem Strafraum zur Notbremse greifen. Den Freistoß schoss Fürther ganz knapp am Tor vorbei. In der 62. Minute lief Sommer über das halbe Feld ohne angegriffen zu werden, flankte vor dem Tor quer zum mitgelaufenen Renner, der zum bereits entscheidenden 2:0 eindrücken konnte.
Die SpVgg konnte in Stuttgart nur etwa 30 Minuten gefallen. Das war nach dem Führungstor der Platzherren bis zur Pause und dann noch zehn Minuten nach Wiederbeginn; als Renner das zweite Tor erzielt hatte, war bei Fürth praktisch der Ofen aus. Die Konzentration ließ dann nach und vor allem Bergmann unterliefen viele Fehlpässe. Schülke vergaß völlig auf seine Abwehraufgaben, konnte aber auch dem Sturmspiel der Fürther keine echten Impulse verleihen. Im Mittelfeld gefiel am besten noch Detsch, der ein großes Laufpensum zurücklegte und unermüdlich ankurbelte. In der Abwehr wirkte Klump sicher, Marchl kämpfte mit großem Einsatz und auch Ammon darf eine gute Leistung bescheinigt werden. Fleißig wiederum Linksaußen Popp, doch ließ er, ebenso wie Jäger, jegliche Torgefährlichkeit vermissen. Dennerlein, der sich unermüdlich abrackerte, hatte es bei der ausgezeichneten Kickers-Abwehr überaus schwer.
Den Kickers muss man bescheinigen, dass sie dieses an sich belanglose Spiel mit große Elan absolvierten. Teilweise taten sie in dieser Beziehung des Guten etwas zu viel. Dessen ungeachtet muss anerkannt werden, dass sie jede sich bietende Gelegenheit zu Gegenstößen nutzten. Einer davon führte in der 61. Minute zum alles entscheidenden 2:0. Fürther gab eine ausgezeichnete Abschiedspartie. Man wird in Degerloch noch manchmal an ihn denken. Auch die vier Sturmspitzen Roth, Frommer, der für ihn nach der Pause aufs Feld gekommene Potschak und Holoch machten der Fürther Abwehr das Leben recht schwer.
Stuttgarter Kickers: Kanzleiter - Sommer, Thiel, Neuhäuser, Schairer - Schmeil, Renner (79. Rigotti), Roth - Frommer (46. Potschak), Fürther, Holoch - Trainer: Willibald Hahn
SpVgg Fürth: Löwer - Schülke, Marchl, Ammon, Klump - Detsch. Bergmann, Unger (46. Puscher) - Jäger, Dennerlein (77. Plößl), Popp - Trainer: Heinz Elzner
Tore: 1:0 Holoch (10.), 2:0 Renner (62.)
Schiedsrichter: Kirchenbauer (Spielberg)
Zuschauer: 3500
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