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Saison 1959/1960
21. Spieltag - So., 07.02.1960, 14:30 Uhr
1. FC Nürnberg - SpVgg Fürth
0:2 (0:2)

 182. Derby

Das Derby zwischen Club und Kleeblatt gehört zu den Höhepunkten eines Fußballjahres. Diesmal, in der 182. Begegnung, leerten sich bereits Mitte der zweiten Halbzeit die Ränge. Nicht allein die winterliche Temperatur vertrieb die Zuschauer, vielmehr ein absolut klasseloses Spiel auf knöcheltiefer Schneedecke vergrämte die Freunde des runden Leders. Der Club bot leistungsmäßig sein schwächstes Spiel, soweit man sich hier überhaupt erinnern kann. Nicht die Niederlage an sich kann traurig stimmen. Im Zabo hat man sich an Niederlagen gewöhnen müssen. Die Art und Weise aber, wie diese Schlappe zustande kam, muss den Verantwortlichen graue Haare wachsen lassen.
Fürth ist beileibe keine Spitzenmannschaft, aber die Ronhöfer spielten zweckmäßig und, nachdem sie in Führung lagen, sicher und gekonnt. Sie wären zu schlagen gewesen, ohne weiteres. Aber nicht von diesem Club. Es wäre ungerecht, den Fürther Erfolg durch die harte Kritik gegen den Club schmälern zu wollen. Der Sieg wurde mit einwandfreien Mitteln erzielt. Die Fürther hätten das Ergebnis noch klarer gestalten können, aber sie beschränkten sich auf die Sicherung des ohnehin glatten Resultats und gaben andererseits den Club-Spielern genug Chancen, sich blamieren zu können. Erhard hatte wenig Schwierigkeiten. Er war das wichtigste Bindeglied zwischen Angriff und Abwehr. Die Abwehr wirkte geschlossen, ihre Aktionen strahlten Sicherheit aus. Kompromisslos klärten Koch, Bauer und Emmerling die umständlich aufgezogenen Angriffe der Nürnberger. Im Sturm hielt Appis die Fäden sicher, abwechselnd Landleiter, Schmidt und Gettinger einsetzend. Wenige Spielzüge, einfache, saubere Pässe und zwei zielsichere Schüsse als Abschluss von schnellen Ballstaffetten sorgten für das Resultat.
Wie harmlos dagegen der Nürnberger Angriff, ohne Ausnahme! Unter den Schlechten war Ammer wohl der Schwächste. Keine sichere Ballaufnahme, kein Drang, kein Feuer. Gut und eifrig die Außenläufer Ucko und Kreißel sowie Verteidiger Zeitler. Stopper Wenauer kam mit dem Boden schlecht zurecht. Im Sturm aber, und das in doppelter Bedeutung, wurden das Spiel und alle Sympathien verloren.

Vorspiel der Reserven: 1. FC Nürnberg - SpVgg Fürth 2:1

1. FC Nürnberg: Wabra - Zeitler, Hilpert - Ucko, Wenauer, Kreißel - Flachenecker, Dirrigl, Strehl, Ammer, Müller - Trainer: Franz Binder
SpVgg Fürth: Hassold - Bauer, Koch - Erhard, Emmerling, Ehrlinger - Siebenkaess, Appis, Gettinger, O. Schmidt, Landleiter - Trainer: Horst Schade
Tore: 0:1 Gettinger (30.), 0:2 Schmidt (41.)
Schiedsrichter: Neumaier (Ebingen)
Zuschauer: 14000
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